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Gerüchten zufolge erweitert Anthropic seine Finanzreserven für einen Börsengang, wobei die revolvierende Kreditlinie möglicherweise 10 Milliarden US-Dollar überschreitet – Wall-Street-Großbanken drängen auf den Einstieg.

Gerüchten zufolge erweitert Anthropic seine Finanzreserven für einen Börsengang, wobei die revolvierende Kreditlinie möglicherweise 10 Milliarden US-Dollar überschreitet – Wall-Street-Großbanken drängen auf den Einstieg.

智通财经智通财经2026/08/18 22:36
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Von:智通财经

Das KI-Unternehmen Anthropic erweitert seine Finanzierungspläne weiter, um sich auf den von Marktbeobachtern aufmerksam verfolgten Börsengang vorzubereiten.

Das Finanzportal für intelligente Investoren hat erfahren, dass das KI-Unternehmen Anthropic seine Finanzierungspläne weiter ausweitet und sich auf seinen vielbeachteten Börsengang (IPO) vorbereitet. Informierte Kreise berichten, dass Anthropic die Erweiterung der revolvierenden Kreditlinie plant, wobei sich viele Banken aktiv beteiligen – die endgültige Summe könnte die zuvor gesetzte Zielgröße von etwa 10 Milliarden US-Dollar übersteigen.

Bekanntlich zieht der Entwickler des Claude-Chatbots, Anthropic, durch die Erweiterung der Kreditlinie mehrere Banken an, die um die Bereitstellung von Mitteln konkurrieren. Einige Banken wollen auf diese Weise ihre Zusammenarbeit mit Anthropic vertiefen und sich eine wichtige Rolle wie die Übernahme des IPO-Underwritings sichern.

Die entsprechenden Gespräche dauern aktuell noch an und die endgültige Finanzierungssumme steht nicht fest. Insider betonen, dass Anthropic die Kreditlinie weiterhin auf etwa 10 Milliarden US-Dollar begrenzen könnte, möglicherweise sogar weniger als dieses Ziel.

Anthropic verlangt in der derzeitigen Struktur von den aktivsten und führenden Banken jeweils eine Kreditverpflichtung von rund 1,25 Milliarden US-Dollar; Banken der zweiten Reihe werden zu Zusagen von circa 1 Milliarde US-Dollar angeregt; Banken mit geringerer Beteiligung könnten Verpflichtungen ab etwa 750 Millionen US-Dollar oder weniger eingehen.

Im Syndicated Loan Markt gilt: Je höher die Kreditverpflichtung einer Bank, desto höher sind die potenziellen Gebühreneinnahmen. Wenn ein Unternehmen eine große Transaktion im Kapitalmarkt plant, ist die Rangfolge der Banken bei den Kreditvergaben oft entscheidend für deren Rolle im anschließenden Geschäft. Daher wird die positive Haltung der Großbanken zur revolvierenden Kreditlinie von Anthropic gerade im Vorfeld des IPOs besonders aufmerksam beobachtet.

Sollte die endgültige Summe über 10 Milliarden US-Dollar hinausgehen, wäre dies ein deutlicher Anstieg gegenüber der 5-jährigen, 2,5 Milliarden US-Dollar Kreditlinie, die Anthropic letztes Jahr erhalten hat. Damals beteiligten sich Morgan Stanley, Barclays, Citi, Goldman Sachs, JPMorgan, die Royal Bank of Canada und MUFG an der Finanzierung.

Frührere Berichte zeigen, dass Anthropic derzeit mit Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan an der Vorbereitung des IPOs arbeitet. Das Unternehmen könnte spätestens im Herbst dieses Jahres an der Wall Street notiert sein und möglicherweise noch vor dem Hauptkonkurrenten OpenAI an die Börse gehen. Sowohl Anthropic als auch OpenAI haben bereits vertraulich Unterlagen zur IPO-Einreichung eingereicht.

Anthropics Vorgehen bei der Erweiterung der Kreditlinie ähnelt dabei den Finanzierungsmaßnahmen von SpaceX vor dessen Börsengang. Im Mai dieses Jahres hat SpaceX seine Kreditlinie von 1,5 Milliarden auf 5 Milliarden US-Dollar ausgeweitet und nur einen Monat später einen rekordverdächtigen IPO abgeschlossen – die Banken, die an der Kreditvergabe beteiligt waren, deckten sich weitgehend mit den IPO-Underwritern.

Neben der unternehmensweiten revolvierenden Kreditlinie treibt der enorme Bedarf an KI-Infrastruktur bei Anthropic weitere Fremdfinanzierung voran. Berichten zufolge soll eine von Morgan Stanley geführte Bankengruppe etwa 15 Milliarden US-Dollar Schulden für das Anthropic-Datacenter-Projekt in Texas arrangieren, unterstützt von Google. Darin enthalten: eine Überbrückungsfinanzierung von rund 14 Milliarden US-Dollar und eine zusätzliche revolvierende Kreditlinie.

Anthropic treibt die IPO-Vorbereitungen voran, während die Umsätze des Unternehmens stark wachsen. Laut Berichten erreichte die annualisierte Umsatzrate bis Ende Juli etwa 65 Milliarden US-Dollar. Der vorläufige Umsatz des letzten vollständigen Quartals lag bei über 11,5 Milliarden US-Dollar, während im Vorjahreszeitraum nur 787 Millionen US-Dollar erzielt wurden – ein Anstieg um mehr als das 13-fache. Das Unternehmen erzielte zudem erstmals einen positiven bereinigten operativen Gewinn.

Das starke Umsatzwachstum verstärkt weiter die Grundlagen für Anthropics Börsengang. Bereits im Juli hat das Unternehmen Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen, um das Interesse für den möglicherweise großangelegten IPO zu wecken.

Parallel dazu sorgt der KI-Boom für eine deutliche Erholung am globalen IPO-Markt. Zahlen belegen, dass abzüglich SPACs und anderer Finanzinstrumente der weltweite IPO-Umsatz in diesem Jahr bisher 257 Milliarden US-Dollar erreicht hat – der höchste Jahreswert seit 2021.

Mit dem sich nähernden Börsengang von Anthropic avanciert die revolvierende Kreditlinie von über 10 Milliarden US-Dollar nicht nur zur Stärkung der finanziellen Flexibilität, sondern auch zum wichtigen Schlachtfeld für die großen Banken der Wall Street im Wettbewerb um das IPO-Geschäft von Anthropic.

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