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Extrem bullisch = Verkaufssignal: Bank of America Bull & Bear-Index steigt auf 9,2

Extrem bullisch = Verkaufssignal: Bank of America Bull & Bear-Index steigt auf 9,2

左兜进右兜左兜进右兜2026/06/20 13:40
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Von:左兜进右兜
Wenn die Märkte steigen und die Stimmung euphorisch ist, wird diese Art von Inhalten traditionell nicht gerne gesehen. Aber jedes Signal, das mich selbst wachsam werden lässt, sollte ich aus Respekt gegenüber dem Vertrauen der Leser teilen. Wie man es sieht, musst du selbst beurteilen.

Das Fazit gleich vorweg: Die zentrale Einschätzung der Bank of America ist aktuell, dass der Bullenmarkt zwar noch anhält, aber bereits in eine Phase eingetreten ist, in der man auf dasWohlwollen des Schiedsrichters angewiesen ist.

Ihr Bull & Bear Indicator ist auf 9,2 gestiegen und hat damit ein "Sell"-Signal ausgelöst – das in diesem Bericht dem am nächsten kommt, was einer "Bewertung" entspricht; ich werde später darauf eingehen, was das bedeutet.

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Am 31. Mai 2026 lag der beobachtete Indikator bei 8,5. Damals veröffentlichte ich einen Artikel mit vorweggenommenen Strategievorschlägen:Bank of America: Nach-Bubble-Ära Benutzerhandbuch: Kaufe die Beschämten, verkaufe die Übermütigen

Nach Anstieg auf 9,2 diese Woche finde ich, es ist einen Artikel wert, um es mit euch zu teilen.

Heute analysiere ich den neuesten wöchentlichen Kapitalfluss-Bericht von Bank of America (BofA) "The Flow Show", veröffentlicht am 18. Juni 2026, verfasst von Michael Hartnett, Chef-Investmentstratege der BofA.

Der Untertitel dieser Ausgabe ist interessant – "V for Victory, Votes & Vigilantes", also Sieg, Stimmen, Selbstjustiz.

Hartnett unterteilt die treibenden Kräfte und Risiken hinter diesem Bullenmarkt in drei Ebenen, jeweils mit einem V.

Das erste V: Sieg, aber die Blase ist an der Decke angekommen

Mit "Sieg" meint Hartnett, dass die USA nach dem Ende des US-Iran-Konflikts wieder auf dem Pfad von "Boom plus Blase" sind, mit dem Ziel, das Rennen um KI mit China zu gewinnen.

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Eine wichtige Zahl, die jeder US-Aktienanleger kennen sollte: Unternehmen im Zusammenhang mit AI machen inzwischen39% der Marktkapitalisierung des S&P 500 aus. Die BofA vergleicht dies im historischen Kontext – abgesehen von der Eisenbahnblase in den 1880er Jahren ist dies der Höchstwert in Bezug auf die Markt-Konzentration am US-Aktienmarkt. Mit anderen Worten, in Bezug auf Marktkonzentration ist das heutige AI-Szenario historisch betrachtet nahezu einmalig extrem.

Die BofA betont dabei eine Einschätzung:Das Wesen der Blase ist "Konzentration", nicht "Rotation". Sie zieht Parallelen zur Dotcom-Blase 2000 – vom Tiefpunkt im Oktober 1998 bis zum Hoch im März 2000 hat nur der Technologiesektor den S&P 500 übertroffen; in den letzten sechs Monaten vor dem Platzen der Blase waren sogar nur Technologie und Telekommunikation im Plus, während alle anderen Sektoren im Minus lagen.

Die zweite Ebene der Logik ist die politische Dimension dieses Trends.

Die BofA beobachtet, dass das Ende des US-Iran-Konflikts den Rückgang Trumps in den Bereichen Präsidentschaftszustimmung, Wirtschaft und Inflation gestoppt hat.

Gleichzeitig erreicht die "Zufriedenheit" der Wall Street mit den aktuellen politischen Rahmenbedingungen einen historischen Höchststand – eine anschauliche Zahl: Das Aktienvermögen US-amerikanischer Haushalte ist allein in diesem Jahr um rund 6 Billionen US-Dollar gestiegen. Das ist eine klassische "Vermögenspreis-Spirale": Steigende Aktienkurse sorgen für Vermögenseffekte, die wiederum zu weiteren Käufen führen.

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Doch die BofA hebt auch das größte Risiko dieser Linie hervor: Sollte die Republikanische Partei im November den Senat verlieren, wäre das ein Dreifach-Schlag mit "US-Dollar fällt, Renditen fallen, Aktienmärkte fallen". Die historische Regel dazu: Boom und Blase werden am Ende meist durch zwei Dinge beendet – Wähler und Anleihe-Selbstjustiz, ergänzt durch seltene Volatilitätsereignisse (wie etwa Krisen beim Yen oder Won).

Der Bericht nennt auch einen Zeitrahmen: Sollte Trumps Zustimmungswerte bis September nicht klar ansteigen, wird es unruhig unter den Bullen.

Ich hebe diesen Abschnitt hervor, weil er uns daran erinnert: Ein erheblicher Teil des Fundaments dieses Bullenmarktes besteht aus Politik und Stimmung, nicht aus Fundamentaldaten. Politische Variablen lassen sich nicht anhand von Unternehmensdaten modellieren – weshalb sie am leichtesten vom Markt unterschätzt werden.

Das dritte V, "Selbstjustiz", bezieht sich auf den Anleihemarkt – gemeint ist die so genannte "Bond Vigilantes".

Die BofA verankert die Analyse am Jahresanfang: Seit Kevin Warsh am 30. Januar für die Fed nominiert wurde (das war auch der Zeitpunkt, als Gold seinen Höchststand erreichte und Bitcoin rund 30 % von seinem Hoch fiel), hat die US-Staatsanleihe-Renditekurve ein klares "bear flattening" gezeigt – der Zwei-/Zehnjahresabstand verringerte sich von 75 auf 25 Basispunkte. Im Hintergrund steht die Angst vor "Inflation = Zinserhöhung".

Der Bericht erwähnt noch ein seltenes, aber wichtiges Signal: Sinkt die Arbeitslosenquote unter den Verbraucherpreisindex (CPI), ist das historisch fast immer mit einer inversen Renditekurve verbunden.

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Daraus ergibt sich die "Investment Clock"-Einschätzung von BofA: Die Wirtschaft gleitet von "Boom" (entspricht Rohstoffen) zu "Stagflation" (entspricht Cash). Und tatsächlich gibt es fast nur eine Kraft, die diesen Trend stoppen könnte – ein drastischer Einbruch der Ölpreise.

Nur wenn die Ölpreise sinken, der von AI und Vermögensspiegel verursachte Preisdruck entschärft und der CPI wieder unter 3% gedrückt wird, kann der Trend "von Inflationsboom zu Stagflationsrezession" eventuell gebrochen werden.

Anders ausgedrückt: Die BofA ordnet den Ölpreis in eine sehr heikle Rolle ein – steigen die Ölpreise, treiben sie Inflation und Stagflation; aber fällt der Ölpreis drastisch, könnte das der Schlüssel zur Rettung sein. Das ist eine etwas kontraintuitive Kette.

Die Gelder strömen noch immer in den Markt, doch genau das ist ein Verkaufssignal

Nach den drei V’s betrachtet man die Liquiditätsseite und das Bild wird noch umfassender.

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Die Zahlen dieser Woche sind geradezu spektakulär: Das Zuflussvolumen in Aktienmärkte lag bei 126,4 Milliarden US-Dollar, davon allein US-Aktien mit einem wöchentlichen Nettozufluss von 119,2 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Hochgerechnet für das Jahr wären das 739 Milliarden US-Dollar – ebenfalls Rekord.

Der Technologiesektor verzeichnete mit 19,2 Milliarden US-Dollar ebenso einen Wochenrekord beim Zufluss. Die wöchentlichen Zuflüsse in Mid- und Smallcap-Aktien gehören ebenfalls zu den höchsten der Geschichte. Im Gegensatz dazu gab es bei den europäischen Börsen zehn Wochen in Folge Nettoabflüsse, bei chinesischen Börsen über zwölf Wochen.

Wenn so viel Geld in die Märkte strömt, klingt das zunächst positiv. Doch genau jetzt gibt der Bull & Bear Indicator der BofA ein "Sell"-Signal – der Wert von 9,2 steht für eine "extrem bullische" Zone.

Die dahinter stehende Logik ist konträr: Wenn alle wie verrückt kaufen und die Risikoaufschläge einbrechen, ist das meist das Zeichen für Extremstimmung. Historisch gab die BofA als Referenz: Seit 2002 gab es insgesamt 17 Mal solch ein Verkaufssignal. Innerhalb der folgenden zwei bis drei Monate fiel der globale Aktienmarkt durchschnittlich um 2 bis 3 Prozent, die Trefferquote lag etwa bei 60 Prozent. Die maximalen Drawdowns lagen zwischen 15 und 20 Prozent.

Ich möchte das Wort "konträr" betonen. Starke Liquiditätszuflüsse und Bewertungskonzentration sind dabei kein Widerspruch, sondern zwei Seiten einer Medaille: Gerade weil alle ihr Kapital auf wenige Gewinner bündeln und immer weiter verstärken, macht sich Anfälligkeit im Markt breit.

Meine Einschätzung:

Was Timing und Hinweis betrifft: Das Verkaufssignal beim Bull & Bear Index (9,2) ist historisch gesehen nicht hundertprozentig zuverlässig, aber die potenziellen Rückgänge (15 bis 20 Prozent), die damit einhergehen, sollten ernst genommen werden.

Meine Haltung ist: In einer Phase, in der Stimmung und Liqudität extrem euphorisch sind und die Bewertungskonzentration ihren Höhepunkt erreicht, macht es weniger Sinn, auf das absolute Hoch zu spekulieren, sondern lieber sich mit der Positionsgröße, dem Leverage und der eigenen Risikotragfähigkeit intensiv zu beschäftigen.

Das eigentliche Ende eines Bullenmarktes wird nie durch eine allmähliche Verschlechterung der Fundamentaldaten eingeläutet, sondern immer durch ein plötzliches externes Ereignis – und der Bericht zeigt bereits mögliche Auslöser im Vorfeld auf.

Nach Börsenschluss diese Woche hat noch ein anderes Instrument meine Aufmerksamkeit geweckt: USD/JPY stand im Juli 2024 bei 162, am Donnerstag intra day sogar bei 161,82.

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Schönes Wochenende!

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