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Besenttes „Rückkauf-Karte“ funktioniert nicht mehr: Werden die beiden japanischen Langläufer-Anleiheauktionen nächste Woche erneut zuschlagen?

Besenttes „Rückkauf-Karte“ funktioniert nicht mehr: Werden die beiden japanischen Langläufer-Anleiheauktionen nächste Woche erneut zuschlagen?

智通财经智通财经2026/08/24 08:36
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Von:智通财经

Der US-Finanzminister Scott Besant versucht, die Renditen durch die Ausweitung von langfristigen Staatsanleihen-Rückkäufen zu senken. Diese Bemühungen stehen nun vor einer unerwarteten Herausforderung aus Japan: In der nächsten Woche werden in Japan nacheinander Auktionen für 10-jährige und 30-jährige Staatsanleihen stattfinden.

Laut German Finance News APP versucht der US-Finanzminister Scott Besent, durch die Ausweitung von langfristigen Staatsanleihe-Rückkäufen die Renditen zu senken. Seine Bemühungen werden nun unerwartet durch Japan auf die Probe gestellt: In der kommenden Woche wird Japan sowohl 10-jährige als auch 30-jährige Staatsanleihen versteigern. Vor dem Hintergrund anhaltender globaler Haushaltsbedenken und steigender Renditen an den langen Enden der wichtigsten Volkswirtschaften könnte eine schwache Nachfrage bei diesen Auktionen die Renditen japanischer Anleihen weiter nach oben treiben und durch die zunehmend enge Verflechtung zwischen US- und japanischem Anleihemarkt die ohnehin fast zwanzigjährige Hochzinsphase der US-Staatsanleihen noch verstärken.

In letzter Zeit sind die weltweiten Hauptschuldenmärkte erneut unter Verkaufsdruck geraten. Sorgen über Haushaltsdefizite und Inflation zwingen Investoren dazu, höhere Risikoprämien zu verlangen. Die Rendite der amerikanischen 30-jährige Staatsanleihe sank am Montag um 4 Basispunkte auf 5,24%, hatte aber letzte Woche mit 5,34% den höchsten Stand seit 2007 erreicht. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ist seit März um etwa 70 Basispunkte auf rund 4,70% gestiegen.

Auch Europa bleibt davon nicht verschont. Die Rendite deutscher Staatsanleihen mit gleicher Laufzeit erreichte diesen Monat den höchsten Stand seit 15 Jahren, die Kreditkosten Frankreichs kletterten auf das höchste Niveau seit 2008. Die Renditen japanischer Langfristanleihen nähern sich ebenfalls Rekordwerten: die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihe ist auf etwa 2,90% gestiegen – das höchste Niveau seit 30 Jahren; die Rendite der 20-jährigen japanischen Staatsanleihe pendelt in Nähe des höchsten Niveaus seit 1996.

Besenttes „Rückkauf-Karte“ funktioniert nicht mehr: Werden die beiden japanischen Langläufer-Anleiheauktionen nächste Woche erneut zuschlagen? image 0

Zurzeit hat die US-Staatsverschuldung die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten, die Kreditkosten steigen rasant, und der Markt fürchtet einen sogenannten „Teufelskreis“ – das heißt: eine steigende Verschuldung treibt die Renditen nach oben und höhere Renditen verschärfen den Haushaltsdruck weiter.

Naoya Hasegawa, leitender Strategie-Experte für Anleihen bei Okasan Securities, erklärte: „Sorgen um die Haushaltslage und Inflationsdruck sind gemeinsame Herausforderungen für Japan, die USA und Europa. Ein Anstieg der japanischen Renditen könnte globale Auswirkungen haben.“

Besents „Rückkauf-Karte“ bleibt erfolglos

Angesichts der steigenden Renditen am langen Ende hat Besent letzte Woche überraschend angekündigt, dass das US-Finanzministerium sein Rückkaufsvolumen für langfristige Staatsanleihen ausweiten wird. Ab dem 9. September will das US-Finanzministerium bei jedem Rückkauf mindestens 4 Milliarden Dollar in Staatsanleihen investieren – mehr als doppelt so viel wie bisher. Rückkäufe werden vierteljährlich geplant und ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt; nach Laufzeit gestaffelt, werden die einzelnen Laufzeiten ein- bis zweimal im Monat aufgenommen.

Obwohl das US-Finanzministerium betont, dass die Ausweitung der Rückkäufe darauf abzielt, dem Markt mehr Liquidität zu bieten, glauben viele Analysten, dass dies eigentlich ein Versuch ist, die steigenden langfristigen Anleiherenditen unter Kontrolle zu bringen. Der Markt akzeptierte diese „Rückkauf-Karte“ jedoch nicht. Nach Bekanntgabe des Rückkaufs stiegen die US-Anleihen nur kurz, die Renditen kehrten schon einen Tag später wieder aufwärts zurück. Viele Analysten und Investoren sehen Besents Maßnahme als gescheitert an – ähnlich wie die frühere gemeinsame Intervention der USA und Japan am Devisenmarkt, bei der Anleihepreise rasch ihre Gewinne verloren.

US-Präsident Trump erklärte anschließend, Besent habe die Rückkäufe „selbst entschieden“ und sei nicht von ihm angewiesen worden. Dies schwächte das Vertrauen des Marktes in die Kontinuität der Politik. Besent wird seine Aussage am kommenden Montag abgeben, während Fed-Chef Kevin Walsh am Freitag auf dem jährlichen Globalen Zentralbank-Treffen in Jackson Hole sprechen wird. Diese Aussagen könnten dem kurzfristigen Anleihemarkt weitere Hinweise geben.

Japanische Auktionen als „nächste Bedrohung“

Besent bekommt noch direktere Herausforderungen aus Japan. Am 1. September wird Japan 10-jährige Staatsanleihen versteigern, zwei Tage später am 3. September die 30-jährige. Gerade jetzt verlangen globale Investoren höhere Kompensationen für Staatsanleihen; jede Nachfrageflaute könnte sich negativ auf den US-Anleihemarkt auswirken.

Andrew Ticehurst, Senior Rate Strategist bei Nomura Holdings in Sydney, sagte: „Der Markt wird die bevorstehenden japanischen Staatsanleihe-Auktionen genau beobachten. Falls sie schlecht laufen, steigen Japans Anleiherenditen, was den lokalen Markt für japanische Investoren attraktiver macht und somit weiteren Aufwärtsdruck auf US-Anleihe-Renditen ausübt.“

Tatsächlich hat diese Wechselwirkung schon einen Präzedenzfall: Der Anstieg der Renditen japanischer ultralangfristiger Staatsanleihen im vergangenen Jahr wurde direkt auf den US-Anleihemarkt übertragen. Da das US-Schuldenvolumen heute noch größer und die Kreditkosten noch höher sind, könnten die Risiken stärker sein.

Rinto Maruyama, Senior FX- und Rate-Strategist bei SMBC Nikko Securities in Tokio, meinte: „Wenn die Auktionen japanischer Staatsanleihen nächste Woche scheitern und eine neue Verkaufswelle auslösen, wäre es nicht überraschend, wenn sich die Auswirkungen auf US-Anleihen übertragen. Trotz Besents Bemühungen könnten die Renditen der US-Anleihen weiter steigen.“

Beachtenswert: Die Nachfrage bei der Auktion für japanische 20-jährige Staatsanleihen am 20. August – also einen Tag nach Besents Rückkaufsankündigung – war akzeptabel. Dennoch blieb die Rendite dieser Laufzeit auf dem höchsten Stand seit 1996, was zeigt, dass die Nachfrage nicht stark genug war, um den Aufwärtstrend der Renditen umzukehren.

Vom Devisen- zum Anleihemarkt: Erwartungen an US-japanische Koordination wachsen

Besents Maßnahmen am Anleihemarkt gehen möglicherweise nicht nur von den USA aus. Einige Analysten vermuten, dass die US-Bemühungen, die Anleiherenditen zu zügeln, Teil einer verstärkten Koordination mit Japan sein könnten, um gemeinsam die Marktstabilität wiederherzustellen. Der Fokus liegt dabei auf der fiskalischen Nachhaltigkeit beider Länder.

Kyohei Morita, Chefökonom bei Nomura Securities, erklärte: „Es ist möglich, dass die USA und Japan gemeinsam an einer nachhaltigen Finanzpolitik arbeiten und dies dem Markt vermitteln.“ Ende Juli hatten die USA und Japan gemeinsam massiv am Devisenmarkt interveniert, um den Yen zu stützen, der jedoch später einen Großteil der Gewinne wieder abgab. Besent meinte damals, die Intervention brauche nachfolgende politische Maßnahmen, sonst sende man nur Signale aus.

Aus der Perspektive des Anleihemarktes werden die Verflechtungen zwischen den USA und Japan immer enger. Die USA betrachten Japan zunehmend als eines der „Epizentren“ der globalen Anleihemarktvolatilität. Takahide Kiuchi, Executive Economist am Nomura Research Institute, bemerkte im Bericht, dass die US-Regierung unter Trump verstärkt auf Japan achten könnte, um den starken Dollar, schwachen Yen und steigende langfristige Anleiherenditen zu bremsen.

Er schrieb: „Wenn die 10-jährige japanische Staatsanleiherendite 3% erreicht und der Yen gegenüber dem Dollar wieder auf 160 fällt, könnten die USA die Regierung von Sanae Takashi auffordern, ihre Fiskalpolitik zu ändern.“

Japans Premierministerin Sanae Takashi hatte sich mehrfach für stimulierende Politik ausgesprochen und plädierte für verstärkte Investitionen im Krisenmanagement und Wachstumsbereich. Doch angesichts bereits steigender Lebenshaltungskosten in japanischen Haushalten könnten solche Ausgaben Inflation weiter verschärfen und die Marktteilnehmer an der fiskalischen Disziplin des Landes zweifeln lassen.

Obwohl einige japanische Regierungsvertreter betonen, Takashis Fiskalpolitik sei nicht „expansiv“ und auch die Fiskalnachhaltigkeit habe Priorität, hat die Regierung noch keine ausreichenden Mittel für einige wichtige wirtschaftspolitische Maßnahmen bereitgestellt, etwa die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Dies verstärkt die Sorgen des Marktes über die finanzielle Zukunft Japans.

Morita meint, wenn die Rendite langfristiger japanischer Staatsanleihen aufgrund von Inflationssorgen steigt, müsste das Land gewissermaßen die Zinsen anheben – und die Bank of Japan werde dies tun. Zugleich betont er: „Auch in der Fiskalpolitik sind Maßnahmen nötig, um die Zinserhöhungen der Bank of Japan zu unterstützen.“ Mit anderen Worten: Nur eine restriktive Geldpolitik reicht nicht aus, um die langfristigen Renditen zu stabilisieren – Japan braucht zusätzlich glaubwürdige fiskalische Konsolidierungszusagen.

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