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Nvidia-Geschäftsbericht trifft auf Jackson Hole! Diese Woche steht der Markt vor mehreren Prüfungen: Resonanz zwischen KI-Glauben, Inflationsrätseln und einem plötzlichen fiskalischen „Überfall“

Nvidia-Geschäftsbericht trifft auf Jackson Hole! Diese Woche steht der Markt vor mehreren Prüfungen: Resonanz zwischen KI-Glauben, Inflationsrätseln und einem plötzlichen fiskalischen „Überfall“

智通财经智通财经2026/08/23 23:41
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Von:智通财经

Investoren stehen diese Woche erneut vor fünf intensiven Handelstagen voller Ereignisse. Trump plant, ein wirtschaftliches Sanktionspaket gegen Iran bekannt zu geben. Der KI-Gigant Nvidia (NVDA.US) wird seinen Quartalsbericht veröffentlichen und damit die Saison der Quartalsberichte der Tech-Giganten abschließen.

Nach Informationen der Finanznachrichten-App Zhiyuan Finance werden die Anleger nach einer turbulenten Woche rund um divergierende Einzelhandelsumsätze, steigende Anleiherenditen und einer unerwarteten Intervention des Finanzministeriums erneut fünf dicht gepackte Handelstage erleben. Trump plant die Bekanntgabe wirtschaftlicher Gegenmaßnahmen gegenüber Iran; der KI-Gigant Nvidia (NVDA.US) wird seine Quartalszahlen veröffentlichen und damit die Saisonberichte der Technologieriesen abschließen; zudem werden wichtige Inflationsdaten veröffentlicht, die der nächsten Zinsentscheidung der Federal Reserve als Orientierung dienen. Darüber hinaus kommen Ökonomen und Zentralbankvertreter zum globalen Zentralbank-Jahrestreffen in Jackson Hole zusammen.

Am vergangenen Freitag stieg der S&P 500 Index um 0,4 %, fiel aber auf Wochenbasis um 1,4 %. Der Dow Jones legte am Freitag um 1 % zu, fiel jedoch auf Wochenbasis um 0,9 %. Der Nasdaq gewann am Freitag 0,4 %, rutschte jedoch im Wochenverlauf um 2 % ab.

Diese Woche werden Einzelhändler diverser Preissegmente weiterhin ihre Ergebnisse veröffentlichen und damit weitere Hinweise auf die Widerstandsfähigkeit des amerikanischen Konsums liefern. Dick’s Sporting Goods (DKS.US) meldet am Dienstag seine Zahlen. Five Below (FIVE.US), Urban Outfitters (URBN.US) und Bath & Body Works (BBWI.US) folgen am Mittwoch. Ulta Beauty (ULTA.US) präsentiert am Donnerstag seine Ergebnisse – mehrere große Einzelhändler haben das Segment Kosmetik mittlerweile als Wachstumsmotor erkannt. Dollar General (DG.US) und Dollar Tree (DLTR.US) werden aufzeigen, inwieweit Verbraucher mit mittlerem bis höherem Einkommen "Abstufungsstrategien" verfolgen und verstärkt auf Rabatte setzen. Doch das Hauptaugenmerk des Marktes liegt auf den Nvidia-Geschäftszahlen am Mittwoch, die als Prüfstein für die jüngste KI-Rally gelten.

Auch auf der Ebene der Wirtschaftsdaten ist viel Bewegung angesagt. Die Chicago Fed veröffentlicht am Montag den National Activity Index; am Dienstag erscheint der Consumer Confidence Index des Conference Board; am Mittwoch folgt das von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß – der PCE-Preisindex – als entscheidende Referenz für den Weg zur Zinssitzung im September. Am Freitag runden die Inflationserwartungen der Konsumenten sowie die Konjunkturbewertung der Universität Michigan die Datenwoche ab.

Nvidia: KI-Trading und eigene Story stehen doppelt auf dem Prüfstand

Als letztes Mitglied der "Tech Magnificent Seven", das seine Zahlen vorlegt, wird Nvidia am Mittwoch zum entscheidenden Gradmesser für die zuletzt schwächelnde, aber nun wieder aufflammende KI-Rallye.

Ein Blick auf die Quartalsberichte der Technologieriesen zeigt gemischte Resultate: Microsoft (MSFT.US) und Amazon (AMZN.US) konnten teilweise die Sorge zerstreuen, dass KI-Investitionen keine Rendite bringen. Meta (META.US) und Google (GOOGL.US) hingegen nährten erneut Zweifel hinsichtlich weiter steigender Investitionsausgaben. Doch diese enormen Kapitalspritzen fließen überwiegend an Nvidia – das Unternehmen sitzt fest auf dem goldenen Platz der KI-Wertschöpfungskette.

Nvidia steht aktuell vor der Herausforderung, die aus seinem eigenen Erfolg resultiert: Die extrem hohen Markterwartungen und eine Bewertung, die scheinbar sämtliche optimistischen KI-Erzählungen einpreist. Nach einer Serie großer Deals und der Bestätigung einer lebhaften Nachfrage könnte jeder Quartalsbericht, der nicht "perfekt" ausfällt, als Misserfolg gewertet werden. Sollte es Nvidia jedoch gelingen, sich als "Finanzfundament" des gesamten KI-Ökosystems zu positionieren, könnte dies den nächsten Kursanstieg auslösen.

HSBC-Analyst Frank Lee betonte im Research-Bericht von Freitag, dass der nächste Auftrieb für Nvidia aus seiner Rolle als weltgrößter Open-Source-KI-Beitragender resultieren könnte – dadurch würde die Kundenbasis von wenigen Top-Tech-Konzernen auf "Millionen unabhängige Entwickler und souveräne Staaten" ausgeweitet.

Bitcoin bekommt Luft zum Atmen

In einem vielversprechenden Licht, das eine Trendwende andeuten könnte, beginnt der Optimismus bei Krypto-Anhängern wieder zu wachsen.

Bitcoin (BTC-USD) erholte sich letzte Woche deutlich und überwand die monatelange Schwäche, erstmals seit Ende Mai wieder die 70.000 USD-Marke. Mehrere Faktoren trugen zur Erholung bei: Trump brachte erneut Gesetzesinitiativen voran, um dem langjährigen Ruf der Krypto-Branche zu entsprechen, und das US-Finanzministerium überraschte mit verstärktem Kauf langfristiger Staatsanleihen – beides beflügelte die Krypto-Preise. Die Sorge um die explodierenden Staatschulden verstärkte zudem die Position von Bitcoin als sichere Anlage – laut jüngsten Daten des Finanzministeriums hat die Gesamtverschuldung der USA inzwischen die 40-Billionen-Dollar-Marke überschritten.

Wie auch bei früheren Preisaufschwüngen bleibt die zentrale Frage: Hält diese Rallye an? Bernstein-Stratege Gautam Chhugani erläutert im jüngsten Bericht: "Bitcoin hat traditionell positiv auf Liquiditätsausweitung reagiert." Zwar sind die endgültigen Auswirkungen des ausgeweiteten Rückkaufplans auf die Zinsen noch unklar, doch allein das Signal wirkt sich bereits vorteilhaft auf digitale Assets aus.

Federal Reserve im Dilemma zwischen Inflationsdruck und „aggressivem“ Finanzministerium

Schon das Ausbalancieren der Doppelaufgabe ist herausfordernd – jetzt muss sich die Federal Reserve auch noch der Intervention des Finanzministeriums stellen. Die Ausweitung des Repurchase-Programms in der letzten Woche wird weiterhin nachwirken und birgt subtile Spannungen hinsichtlich der Zinspolitik. Fed-Präsident Kevin Warsh hatte zuletzt angedeutet, er begrüße höhere Renditen, weil dies die Kreditkosten steigen lässt und die finanziellen Bedingungen strafft, ohne dass die Fed direkt die Zinsen anheben muss. Das Ziel des Repurchase-Programms besteht jedoch darin, die Renditen zu senken und die Wirtschaft zu stimulieren.

„Die Federal Reserve und das Finanzministerium arbeiten im Grunde in entgegengesetzter Richtung“, erklärte Wil Stith, Senior Manager für Anleiheportfolios beim Wilmington Trust gegenüber Yahoo Finance. „Ich denke, das wird die Fed zwingen, mit ihrem größeren ‘Instrumentenkasten’ deutlich stärker den Zielwert für den Federal Funds Rate zu verändern.“ Der Trost für die Zentralbanker: Die Anleihemärkte reagierten bisher kaum auf die Maßnahmen des Finanzministeriums.

Auf der anderen Seite präsentiert sich die Inflation deutlich hartnäckiger. Genau darauf richten die politischen Entscheidungsträger diese Woche ihre Aufmerksamkeit – die PCE-Inflationsdaten stehen bevor. Jan Hatzius, Chefökonom bei Goldman Sachs, vertritt in einem aktuellen Bericht die verbreitete Ansicht, dass der Preisdruck in den letzten Monaten bereits nachgelassen habe und temporäre Inflationsfaktoren wie Zölle und Energie allmählich nachgeben könnten. Sollte die Datenlage jedoch überraschend stark ausfallen, könnte dies die Spekulation um eine Zinserhöhung im September erneut anschüren. Zusätzlich werden die Investoren beim Jackson Hole Jahrestreffen mehr Hinweise zur Fed-Politik erhalten.

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