Die Besense-Rückkäufe können die Marktbedenken nicht ausräumen, die 30-jährigen US-Staatsanleihen bleiben stabil bei 5,24 %, der Dollar schwächelt, Gold steigt, Öl fällt
Die Dow-Futures steigen um 0,16 %, die S&P 500-Futures um 0,2 % und die Nasdaq 100-Futures um 0,4 %. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen bleibt auf dem hohen Niveau von 5,24 %, während die 10-jährige Rendite bei 4,70 % stabil ist. Der Spot-Goldpreis steigt im Tagesverlauf um 1,0 % und liegt bei 4.562 US-Dollar pro Unze. Der Fokus des Marktes richtet sich nun auf den Quartalsbericht von Nvidia, der nächste Woche veröffentlicht wird, sowie auf das jährliche Zentralbankertreffen in Jackson Hole.
Nach zwei Tagen heftiger Turbulenzen hat sich der US-Staatsanleihenmarkt vorübergehend beruhigt, doch Investoren zweifeln weiterhin an der Wirksamkeit der Strategie des Finanzministeriums, mit Anleiherückkäufen die langfristigen Kreditkosten zu kontrollieren. Der US-Dollar zeigt gleichzeitig Schwäche.
Am Freitag steigen die US-Aktienfutures leicht: Dow-Jones-Futures legen um 0,16% zu, S&P-500-Futures gewinnen 0,2%, Nasdaq-100-Futures steigen um 0,4%. Im Anleihemarkt verbleibt die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf dem hohen Niveau von 5,24%, die 10-jährige Rendite bleibt stabil bei 4,70%.
Die heftigen Schwankungen dieser Runde am Anleihemarkt verstärken die Unsicherheit im Markt. Eine Reihe von Aktionen des Finanzministeriums machen deutlich, dass die Sorge über dauerhaft hohe langfristige Renditen groß ist. Die seit Jahren hohe Inflation gepaart mit kontinuierlichen Staatsausgaben haben die Finanzierungskosten der Regierung steigen lassen, und dieser Druck überträgt sich allmählich auf die Gesamtwirtschaft. Gleichzeitig schwächen die hohen langfristigen Zinsen die Attraktivität von Risikoanlagen, während sichere Anlagen wie Gold zulegen – Spot-Gold überschreitet die Marke von 4550 US-Dollar pro Feinunze.
Fabien Yip, Marktanalyst bei IG Australia, merkt an: „Der erweiterte Rückkaufplan des Finanzministeriums unter Besenerts Führung konnte den Markt nicht davon überzeugen, dass die langfristigen Kreditkosten damit dauerhaft kontrolliert werden können. Zudem bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt und Wachstumstreiber bei Tech-Aktien fehlen – all dies erhöht den Druck zusätzlich.“
Der Fokus des Marktes richtet sich nun auf die Quartalszahlen von Nvidia, die nächste Woche veröffentlicht werden, sowie auf das anstehende globale Zentralbanktreffen in Jackson Hole.
Die wichtigsten Marktbewegungen im Überblick:
Dow-Jones-Futures steigen um 0,16%, S&P-500-Futures um 0,2%, Nasdaq-100-Futures um 0,4%.
Der EuroStoxx-50 startet mit einem Plus von 0,1%, der deutsche DAX eröffnet unverändert, der britische FTSE-100 bleibt stabil, der französische CAC 40 verliert 0,1%.
Der Nikkei 225 schließt mit einem Minus von 0,3% auf 66016,36 Punkten. Der japanische Topix schließt mit einem Plus von 0,2% auf 4067,29 Punkten. Der südkoreanische KOSPI gewinnt 0,9% und schließt bei 6912,95 Punkten.
Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen hält sich auf hohem Niveau bei 5,24%, die 10-jährige Rendite bleibt stabil bei 4,70%.
Die Rendite japanischer 40-jähriger Staatsanleihen steigt um 7 Basispunkte auf 4,145%.
Der Bloomberg US-Dollar Spot Index fällt um 0,2%.
Spot-Gold steigt intraday um 1,0% auf 4562 US-Dollar pro Feinunze.
Brent-Rohöl fällt um 0,5% auf etwa 93,31 US-Dollar pro Barrel, WTI-Rohöl sinkt um 0,7% auf 86,22 US-Dollar pro Barrel.
Bitcoin steigt um 3,7% auf 75356 US-Dollar.
US-Staatsanleiherenditen bleiben auf hohem Niveau, Strategie-Unsicherheit verstärkt Sorgen über Laufzeitprämien
Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen verharrt weiterhin auf dem hohen Niveau von 5,24%, die der 10-jährigen bleibt stabil bei 4,70%.

Im Angesicht der Marktturbulenzen am Donnerstag spielte Besenert diese herunter und sagte: „Alles, was innerhalb von 24 Stunden passiert ist, ist lediglich Hintergrundrauschen.“ Zudem verriet er, dass das erweiterte Rückkaufprogramm „vielleicht die“ ursprünglich für nächsten Monat geplanten 4 Milliarden US-Dollar „überschreiten“ könnte.
Marktbeobachter warnen jedoch: Das US-Finanzministerium mangelt es an Vorhersehbarkeit bei der Schuldenmanagementstrategie, was letztlich die Kreditkosten der Regierung erhöhen könnte. Investoren und Analysten von JP Morgan, Jefferies und PGIM betonen, diese Unsicherheit könnte die Laufzeitprämie von US-Staatsanleihen erhöhen, also den zusätzlichen Ausgleich, den Investoren für das Absichern potenzieller Risiken verlangen.
Hardika Singh von Fundstrat Global Advisors meint: „Meiner Ansicht nach kann die ‚Besenert-Put‘ die langjährigen hohen Renditen nicht dauerhaft drücken. Um nachhaltige Rückgänge bei den Renditen zu erreichen, bedarf es konkreter Anstrengungen zur Senkung der Schuldenlast, was definitiv nicht einfach wird.“
Schwacher US-Dollar und gestiegene Risikovermeidung lassen Gold steigen, Öl unter Druck
Profitierend von der Schwäche des US-Dollar nach Bekanntgabe des Rückkaufplans des US-Finanzministeriums und der gestiegenen Risikovermeidung im Markt, steigen Preise für Edel- und Industriemetalle auf breiter Front.
Beim Gold legt Spot-Gold um 1% auf 4562 US-Dollar pro Feinunze zu und steuert auf die dritte Woche in Folge mit Kursgewinnen zu.

Geopolitisch berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua, dass US-Finanzminister Besenert am 20. verkündete, die Trump-Regierung werde den wirtschaftlichen Druck auf Iran erhöhen und drohte mit „beispiellosen Maßnahmen zur wirtschaftlichen Isolierung“.
Im Ölmarkt verliert Brent-Rohöl 0,3% auf rund 93,45 US-Dollar pro Barrel und beendet damit seine fünf Tage währende Aufwärtsbewegung. Mohit Kumar von Jefferies sagt, die Ölpreise könnten weiter auf hohem Niveau bleiben, was zu zusätzlichem Aufwärtsdruck bei den langfristigen Staatsanleiherenditen führt.

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