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Ist die "Preisspitze" für Speicher bald erreicht?

Ist die "Preisspitze" für Speicher bald erreicht?

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/07 13:44
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Von:华尔街见闻

Der Aufwärtstrend bei den Preisen für Speicherchips verlangsamt sich deutlich. Die neuesten Daten von Bernstein zeigen, dass im dritten Quartal 2026 die Vertragspreise für DRAM und NAND jeweils um etwa 20% gegenüber dem Vorquartal gestiegen sind, was eine erhebliche Abschwächung gegenüber dem zweiten Quartal darstellt und möglicherweise unter den jüngsten Markterwartungen liegt. Obwohl die Angebotsknappheit voraussichtlich bis 2027 anhält, wird der Spielraum für Preissteigerungen durch Widerstand auf der Nachfrageseite und Preisobergrenzen in langfristigen Verträgen doppelt eingeschränkt.

Nach Angaben von Trend Trading Desk zeigt der Bernstein-Speicherpreis-Tracking-Bericht vom Juli, dass die Vertragspreise im Juli für traditionelles DRAM im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um etwa 17% gestiegen sind, was leicht über der eigenen Modellprognose des Instituts liegt, aber möglicherweise unter den neuesten Markterwartungen. Im Bereich NAND, unter Einbeziehung von SSDs, beträgt der Gesamtanstieg fast 20%, was weitgehend dem Modell entspricht, aber ebenfalls unter den optimistischsten Erwartungen liegen könnte.

Bernstein-Analyst Mark Li weist im Bericht darauf hin, dass Speicher zunehmend sowohl für KI- als auch Nicht-KI-Anwendungen eine Kostenbelastung darstellt und Preisobergrenzen in einigen langfristigen Vereinbarungen (LTA) den Spielraum für weitere Preissteigerungen begrenzen. Er ist der Auffassung, dass die jüngste Kurskorrektur kurzfristige technische Gegenbewegungen ermöglicht, der Preissteigerungsspielraum jedoch zunehmend begrenzt ist.

DRAM: Starke Server-Nachfrage, aber zunehmende Widerstände bei PCs und Smartphones

Der DRAM-Markt ist intern stark differenziert.

Die Server-Nachfrage bleibt robust, Kunden erwarten eine weitere Verknappung der Versorgung im Jahr 2027 und sind stark daran interessiert, Vorräte anzulegen. Nach Angaben von TrendForce sind die Vertragspreise für Server-DRAM im Juli gegenüber dem Vormonat um 8% bis 15% gestiegen, im dritten Quartal wird ein Anstieg von insgesamt 13% bis 18% erwartet. Allerdings haben bei Kunden mit LTAs und Preisobergrenze die Juli-Preise fast das vertragliche Maximum erreicht, sodass sich die Angebote deutlich von denen für Nicht-LTA-Kunden unterscheiden.

Im PC- und Smartphone-Segment zeigt sich ein völlig anderes Bild. Die Vertragspreise für PC-DRAM stiegen im Juli gegenüber dem Vormonat um 13% bis 16%, für das dritte Quartal wird eine Steigerung von ca. 17% erwartet. OEM-Hersteller haben jedoch die Gerätepreise aufgrund gestiegener Speicherpreise erhöht, was dazu führte, dass die PC-Auslieferungen im dritten Quartal voraussichtlich über 10% zurückgehen und damit die Bereitschaft zum Einkauf deutlich sinkt.

Im Bereich Smartphone-DRAM erwartet TrendForce im dritten Quartal einen Anstieg der Vertragspreise gegenüber dem Vorquartal um etwa 10%, was eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem zweiten Quartal darstellt. Nach Kürzungen der Produktionspläne durch Smartphone-OEM-Kunden hat deren Ablehnung gegenüber Preissteigerungen deutlich zugenommen. Für das vierte Quartal erwartet TrendForce, dass der Anstieg der Smartphone-DRAM-Preise weiter auf einstellige Werte zurückgeht.

Konsumenten-DRAM zeigt mit einem Anstieg der Vertragspreise im Juli gegenüber dem Vormonat um 12% bis 16% eine relativ starke Entwicklung. Im dritten Quartal wird eine Steigerung von 24% bis 30% erwartet. TrendForce beobachtet jedoch, dass die Spotpreise bereits den Vertragspreisen hinterherhinken, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage ihren Höhepunkt erreichen könnte.

NAND: Preisauftrieb bei Wafern erlahmt, SSDs als Hauptstütze

Die Differenzierung im NAND-Markt ist noch ausgeprägter.

Die Vertragspreise für Wafer blieben im Juli nahezu unverändert, da Modulhersteller aufgrund schwacher Verbrauchernachfrage weitere Preissteigerungen ablehnten und das Handelsvolumen stark zurückging. TrendForce weist darauf hin, dass Modulhersteller die NAND-Waferpreise angesichts der aktuellen Konsumflaute als überhöht empfinden und daher bestrebt sind, zunächst ihre eigenen Bestände abzubauen.

Smartphone-NAND (eMMC/UFS) zeigt eine relativ starke Entwicklung; TrendForce erwartet im dritten Quartal eine Preissteigerung von etwa 20% gegenüber dem Vorquartal, getrieben durch die Nachholung im Vergleich zum Ertragsniveau von eSSD. Bemerkenswert ist, dass chinesische Anbieter bei dieser Preisrunde niedrigere Forderungen stellen und somit größere Marktanteile gewinnen.

SSD ist das zentrale Standbein im NAND-Segment. Bernstein geht davon aus, dass Vertragspreise für Client- und Enterprise-SSDs im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um etwa 20% steigen und damit den Gesamtniveauanstieg von NAND auf etwa 20% heben. Das Institut weist zugleich darauf hin, dass das Wachstum der NAND-Preise weiter nachlässt und der Höhepunkt voraussichtlich irgendwann 2027 erreicht wird, wobei der verstärkte Wettbewerb durch chinesische Anbieter strukturellen Druck erzeugt.

Kurzfristiges Erholungspotenzial, aber beschränkter Aufwärtstrend

Bernstein hält an der Bewertung "Outperform" für Samsung Electronics, SK Hynix, Micron und SanDisk fest, mit Kurszielen von jeweils 440.000 Won, 3.300.000 Won, 1.300 US-Dollar und 3.000 US-Dollar; für KIOXIA bleibt die Bewertung "Underperform" mit einem Kursziel von 40.000 Yen.

Das Institut erwartet, dass die Angebotsknappheit bei Speicherlösungen bis 2027 anhält und die Preise auf hohem Niveau bleiben, der Raum für weitere Preissteigerungen aber deutlich eingeschränkt ist.

Zum einen sind die Lagerbestände bei PC- und Smartphone-Kunden stabil oder sogar zunehmend, wodurch die Bereitschaft, Preissteigerungen zu akzeptieren, nach erheblichen Kürzungen der Auslieferungspläne stark gesunken ist; zum anderen limitieren Preisobergrenzen in manchen LTA-Verträgen die Anstiege bei Server-DRAM. Darüber hinaus belasten die steigenden Speicherpreise zunehmend sowohl KI- als auch Nicht-KI-Anwendungen, was erkennbaren Druck auf der Nachfrageseite erzeugt.

Bernstein betont, dass die jüngste Korrektur bei Speicheraktien kurzfristige technische Erholungsmöglichkeiten bietet, Investoren jedoch auf das Risiko achten sollten, dass der Zyklus der Preisanstiege an sein Ende gelangt – hohe Preise sind möglicherweise bereits sichtbar und nicht mehr in weiter Ferne.

 

 

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