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Einseitiger Bullenmarkt für Gold kehrt nicht so schnell zurück? Prognosemärkte wagen nur auf eine Stabilisierung und Erholung zu setzen

Einseitiger Bullenmarkt für Gold kehrt nicht so schnell zurück? Prognosemärkte wagen nur auf eine Stabilisierung und Erholung zu setzen

金十数据金十数据2026/07/07 12:58
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Von:金十数据

Laut einem Bericht von Proactive Research erwarten die Händler auf der Prognosemarkt-Plattform Polymarket eine fortgesetzte Erholung des Goldpreises im Juli, gehen jedoch davon aus, dass das Preisniveau aus dem Januar nicht wieder erreicht werden kann. Die Mehrzahl der Wetten konzentriert sich auf das Monatshoch von etwa 4300 US-Dollar je Unze.

Vor US-Handelsbeginn am Dienstag zog der internationale Spot-Goldpreis kurzfristig an und machte sämtliche Tagesverluste wett, womit sich der Markt nach dem heftigen Einbruch im ersten Halbjahr stabilisierte. Der US-Dollar bleibt auf hohem Niveau und setzt somit den in US-Dollar abgerechneten Edelmetallen weiter unter Druck.

Einseitiger Bullenmarkt für Gold kehrt nicht so schnell zurück? Prognosemärkte wagen nur auf eine Stabilisierung und Erholung zu setzen image 0

Die Handelsdaten auf Polymarket zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Goldpreises von 4300 US-Dollar (UTC+8) im Juli bei 54% liegt. Nach einem Überschreiten dieses Preises sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Anstieg rapide: Die Chancen auf 4400 US-Dollar (UTC+8) beziehungsweise 4500 US-Dollar (UTC+8) liegen nur bei 31% bzw. 18%, die Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr über 4600 US-Dollar ist sogar auf 6% begrenzt. Die unterschiedlichen Wetten spiegeln den Marktkonsens wider: Derzeit befindet sich der Goldpreis lediglich in einer Phase der Stabilisierung und Erholung, eine starke, einseitige Trendwende hat noch nicht begonnen.

Im Januar dieses Jahres erreichte Gold zeitweise ein historisches Hoch von über 5500 US-Dollar. Anschließend fiel der Preis um über 25%, durchbrach Ende Juni kurzfristig die 4000-Dollar-Marke und erzielte damit eines der schlechtesten Quartalsergebnisse seit über zehn Jahren.

Der aktuelle Preisverfall wurde durch eine Vielzahl negativer Faktoren ausgelöst: Steigende US-Staatsanleiherenditen, anhaltende Stärke des US-Dollar und massive Umschichtung der Kapitalströme in Technologie-Wachstumswerte führten zum Verkauf von Edelmetallen als Sicherheitsinstrument. Gold generiert selbst keinen Zins, sodass die Opportunitätskosten des Haltens von Gold in einer Periode steigender Realzinsen deutlich steigen – was den Preis zusätzlich belastet.

Im ersten Halbjahr hielt die US-Notenbank den Leitzins zwischen 3,50% und 3,75%. Mehrere Beamte signalisierten weitere Zinserhöhungen. Doch da die US-Arbeitsmarktdaten hinter den Erwartungen zurückblieben, kühlten die Zinserwartungen ab und boten dem Goldpreis eine vorübergehende Unterstützung.

Aus mittel- und langfristiger Perspektive bleiben zahlreiche große Investmentbanken weiterhin optimistisch. JPMorgan prognostiziert einen Goldpreis von nahezu 6300 US-Dollar bis Ende 2026. UBS bewertet den Absturz im ersten Halbjahr als Gelegenheit für strategische Investitionen, wobei beide Institute die fortdauernden Goldkäufe der Zentralbanken als zentrale Argumente nennen; allein im vergangenen Jahr stiegen die Netto-Goldreserven der Zentralbanken weltweit um über 1000 Tonnen.

Eine aktuelle Umfrage des World Gold Council von Juni zeigt, dass die Zahl der Zentralbanken, die ihre Goldreserven im kommenden Jahr aufstocken wollen, ein Rekordhoch erreicht hat. Globale Staatsfonds sorgen weiterhin für eine solide Unterstützung des Goldpreises.

Am Dienstag zeigten die offiziellen Zahlen, dass China im Juni bereits den 20. Monat in Folge seine Goldreserven aufgestockt hat. Am Monatsende beliefen sich die Reserven auf 75,44 Millionen Unzen (etwa 2346,446 Tonnen), ein Anstieg um 480.000 Unzen (etwa 14,93 Tonnen). Das Aufstockungsvolumen markiert den höchsten Wert seit Oktober 2023.

Am selben Tag ist das zentrale Clearing- und Abrechnungs-System für Gold in Hongkong offiziell in die Testphase übergegangen, und der von der Hong Kong Stock Exchange neu eingeführte, in US-Dollar denominierte Gold-Futures-Kontrakt wurde am 6. Juli (UTC+8) gelistet und erreichte ein neues Tageshandelsrekordhoch.

Ricardo Evangelista, Analyst bei ActivTrades, erklärte, dass der jüngste Preisrückgang von Gold eher eine technische Konsolidierung nach dem Anstieg sei – keine vollständige Trendwende wie beim letzten Bullenmarkt. Der Markt wartet gespannt auf die Veröffentlichung des Protokolls der FOMC-Sitzung vom Juni in den frühen Morgenstunden des Donnerstags, um auf Basis klarer politischer Signale größere Handelsentscheidungen zu treffen.

Händler werden vor allem die Aussagen der US-Notenbank zu Inflation und Arbeitsmarkt analysieren und gleichzeitig die inneren Meinungsunterschiede zwischen den Ausschussmitgliedern beobachten. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Marktpreise derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 58% für eine Zinserhöhung im September einpreisen.

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