Der World Gold Council: Im Mai kauften die globalen Zentralbanken netto 41 Tonnen Gold, mehrere Länder erhöhen weiterhin ihre Reserven.
Huitong News, 6. Juli—— Daten des World Gold Council zeigen, dass die weltweiten Zentralbanken im Mai trotz fallender Goldpreise netto 41 Tonnen Gold gekauft haben, der zweithöchste Wert in diesem Jahr. Polen, asiatische Großstaaten und mehrere zentrale asiatische Länder haben ihre Bestände weiter aufgestockt, während Singapur nach mehreren Jahren erstmals wieder als Käufer zurückgekehrt ist; Russland und die Türkei reduzieren weiterhin ihre Bestände. Über 80 % der Zentralbanken sind hinsichtlich der Goldreserven optimistisch, Südkorea bereitet die Einführung eines Gold-ETF vor, die Goldnachfrage in Lateinamerika wächst, und langfristige offizielle Käufe sichern weiterhin die Goldpreise nach unten ab.
Beeinflusst durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten ist der internationale Goldpreis seit dem Jahreshoch deutlich zurückgegangen, doch die Strategie der weltweiten Zentralbanken, Gold in ihren Portfolios zu halten, bleibt unverändert.
Der World Gold Council veröffentlichte die offiziellen Reservestatistiken für Mai und zeigte, dass die weltweiten Zentralbanken im Berichtsmonat netto 41 Tonnen Gold gekauft haben – das zweitgrößte Einkaufsvolumen in diesem Jahr nach Februar. Die Hauptkäufer waren weiterhin Polen, ein asiatischer Großstaat sowie Usbekistan und andere Länder mit anhaltenden Zukäufen, Singapur kehrt nach über einem Jahr wieder auf die Käuferseite zurück; gleichzeitig verkaufen Russland und die Türkei weiterhin Gold, um Liquidität zu erhalten.
Umfragen zeigen, dass über 80 % der Zentralbanken langfristig optimistisch hinsichtlich ihrer Goldreserven sind; zahlreiche Länder in Asien und Lateinamerika erweitern parallel die Möglichkeiten der Goldanlage. Die langfristige Unterstützung des Goldpreises durch offizielle Käufe bleibt damit fest verankert.
Der Goldmarkt erholt sich im Mai insgesamt, deutliche Unterschiede zwischen den Ländern bei Käufen und Verkäufen
Die Senior Researcherin für Asien-Pazifik beim World Gold Council, Marissa Salim, veröffentlichte am vergangenen Donnerstag (2. Juli) den monatlichen Reservenbericht. Sie erklärte, dass die weltweiten Zentralbanken im Mai wieder große Mengen an Gold kauften und die Kauflust deutlich gestiegen ist.
Polen lag mit einem Nettozukauf von 18 Tonnen weltweit an erster Stelle, der asiatische Großstaat folgte mit einer Aufstockung von 10 Tonnen, Usbekistan und Kasachstan setzten ihre kontinuierlichen Zukäufe fort.
Singapur kaufte im Berichtsmonat netto 4 Tonnen Gold, der erste monatliche Nettozukauf seit September 2025, die gesamte Goldreserve stieg damit auf 197 Tonnen. Die lokale Finanzaufsicht plant darüber hinaus, ab Oktober 2026 das Goldlagergeschäft für Zentralbanken aufzubauen und Singapur zu einem regionalen Goldhandelszentrum zu entwickeln.
Die Zentralbanken von Tschechien und Jordanien kauften 2 bzw. 1 Tonne Gold als zusätzliche Käufer.
Demgegenüber gab es auf der Verkaufsseite einen deutlichen Kontrast: Russland und die Türkei reduzierten weiterhin ihre Bestände und verkauften im Mai netto 6 bzw. 3 Tonnen Gold. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verkäufe auf 34 Tonnen bei Russland und 81 Tonnen bei der Türkei – ein kurzfristiger Goldverkauf zur Erhöhung der Währungsliquidität.
Die wichtigsten Käuferländer bauen ihre Reserven stetig aus, langfristige Ziele sind klar definiert
Laut den Gesamtdaten für das Jahr 2026 ist Polen aktuell der weltweit größte staatliche Goldkäufer mit einer bisherigen Steigerung um 64 Tonnen, bereits vier Monate in Folge lag der monatliche Nettozukauf über zehn Tonnen, insgesamt wurden von Februar bis heute 64 Tonnen gekauft. Die offiziellen Goldreserven liegen derzeit bei 614 Tonnen und nähern sich dem Ziel von 700 Tonnen an.
Der asiatische Großstaat stockte im Mai 10 Tonnen Gold auf, der größte Monatszukauf seit Dezember 2024, und verzeichnet damit den 20. Monat in Folge mit Nettozukäufen. Im laufenden Jahr stieg der Bestand um 25 Tonnen auf insgesamt etwa 2.331 Tonnen Gold, das 9 % der gesamten Reserven des Landes ausmacht.
Auch Usbekistan hat im laufenden Jahr bereits 33 Tonnen gekauft, die Goldquote an den Reserven liegt bei beachtlichen 87 %. Kasachstan verzeichnete im Mai einen Zukauf von 7 Tonnen, seit Jahresbeginn einen Nettozuwachs von 20 Tonnen und hält nun 361 Tonnen Gold, was 78 % der gesamten Devisenreserven entspricht – in beiden Ländern dient Gold als zentrales Absicherungsinstrument.
Zentralbanken bleiben langfristig bullisch für Gold, Investitionsmöglichkeiten werden erweitert
Salim bezog sich auf die neunte Umfrage des World Gold Council zu Zentralbankreserven 2026,
Die Konfigurationsformen verändern sich: Die koreanische Zentralbank hat die Vorbereitungen für Investitionen in ausländische Gold-ETF abgeschlossen, um durch die hohe Liquidität und geringen Lagerkosten die Devisenreserven breiter aufzusetzen – bislang machen Goldreserven dort lediglich 3 % der Gesamtreserven aus, was deutlich unter dem Niveau vergleichbarer Schwellenländer liegt. Umfragen zeigen, dass nur 4 % der Zentralbanken Gold über ETF kaufen – hier besteht weiteres Wachstumspotenzial.
Auch in Lateinamerika steigt die Goldnachfrage allmählich: Chile hat in diesem Jahr insgesamt 8 Tonnen zugekauft, und auch Guatemala, Bolivien und Uruguay haben jeweils kleinere Mengen erworben, sodass ein regionaler Trend zum Goldankauf erkennbar wird.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich anhand der monatlichen Reservestadistiken und Umfrageergebnisse feststellen, dass kurzfristige Goldpreisschwankungen die langfristige globale Diversifizierungsstrategie der Zentralbanken nicht infrage stellen. Die Nettoankäufe im Mai belegen die Robustheit der offiziellen Nachfrage. Polen, asiatische Großstaaten und mehrere zentralasiatische Länder bauen ihre Positionen stetig aus; Singapur und mehrere lateinamerikanische Länder sind neu als Käufer dabei, nur wenige Länder veräußern vorübergehend Gold zur Liquiditätsbeschaffung.
Die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbanken sorgen für eine stabile, langfristige Nachfragebasis und stützen die Goldpreise nachhaltig. Auch künftig bleibt die Geschwindigkeit der Reserveausweitung in den einzelnen Ländern ein entscheidender Faktor für die mittelfristige und langfristige Entwicklung des Goldmarkts.
Monatschart des Kassapreises für Gold, Quelle: Yihuitong
Ostasiatische Zeitzone, 6. Juli, 12:13 Uhr, Kassagold bei 4.162,57 US-Dollar pro Feinunze
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