Die Wall-Street-Tycoons verdienen kräftig! Das „Halbjahreszeugnis“ der Hedgefonds ist da: Pinpoint belegt Platz eins, ein asiatischer Fonds landet auf Platz zwei
Die starke Erholung der US-Aktienmärkte im zweiten Quartal hat mehreren bekannten Hedgefonds zu beeindruckenden Ergebnissen verholfen. Laut Business Insider zeigten große, branchenweit beachtete Multi-Strategie-Fonds – darunter Millennium, Point72 und Schonfeld – insgesamt eine starke Performance bis zur ersten Hälfte des Jahres 2026.
Dem Bericht zufolge stieg der von Milliardär Steve Cohen geführte Point72 im Juni um 3,4 %, was die Rendite für das erste Halbjahr auf 14,5 % anhob. Millennium legte in den ersten sechs Monaten des Jahres um 10,5 % zu, wobei allein der Juni einen Zuwachs von 4,1 % brachte. Der Flaggschiff-Fonds von Schonfeld erzielte im Juni ein Plus von 2,5 % und kam in der ersten Jahreshälfte auf eine Gesamtrendite von 8,4 %.
Der aktuelle Anstieg der Hedgefonds-Gewinne ist zu einem großen Teil der starken Performance der US-Börsen im zweiten Quartal zu verdanken. Ende März begannen Investoren darauf zu wetten, dass das Kriegsrisiko mit Iran gelöst werden würde. Der Markt erlebte anschließend eine Bodenbildung und einen Rebound, der mit dem Beginn des neuen Quartals zusammenfiel. Im zweiten Quartal stieg der S&P-500-Index um 15 %, und der vorwiegend technologieorientierte Nasdaq 100 schoss sogar um 28 % nach oben. Gleichzeitig begann SpaceX nach dem bislang größten Börsengang der Geschichte mit dem öffentlichen Handel, was die Risikobereitschaft der Märkte zusätzlich befeuerte.
Betrachtet man das gesamte erste Halbjahr, so legte der S&P 500 insgesamt um fast 10 % zu. Diese Entwicklung übertraf nach wie vor die Mehrzahl der Hedgefonds, doch einige Fonds mit Long-Aktien-Strategien schnitten besser ab als der Gesamtmarkt. So heißt es beispielsweise, dass der Fundamental Equities Fund von Schonfeld im Juni um 3,6 % zulegte und im gesamten ersten Halbjahr einen Zuwachs von 12,3 % verzeichnete.
Gemäß den derzeit öffentlich verfügbaren Daten rangiert Pinpoint Asset Management zur Jahresmitte an der Spitze der Performance-Tabelle. Der Fonds stieg im Juni um 4,4 % und erzielte seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 16,9 %. Dymon Asia folgt dicht dahinter mit einem Anstieg von 3,7 % im Juni und insgesamt 15 % im ersten Halbjahr. Point72 verbuchte mit einer Halbjahresrendite von 14,5 % den dritten Platz.
Dymon Asia Capital ist ein in Singapur ansässiger asiatischer Anbieter alternativer Investmentlösungen, gegründet 2008 mit Danny Yong als Gründer und Chief Investment Officer. Das Unternehmen gibt an, sich auf den asiatischen Markt zu konzentrieren und zählt zu den meistbeachteten einheimischen Hedgefonds-Plattformen Asiens.
Sein Fokus liegt nicht auf traditionellen Single-Strategy-Fonds, sondern entspricht eher einer Multi-Strategie-Hedgefonds-Plattform asiatischer Prägung: Unterschiedliche Investmentteams und Portfoliomanager suchen in diversen Anlageklassen wie Aktien Long/Short, Makro, Devisen, Zinsen, Kredit und Rohstoffen nach Chancen.
Konkret stellt sich die Zwischenbilanz der Multi-Strategie-Fonds im ersten Halbjahr wie folgt dar:

Diese Bilanz zeigt, dass die großen Multi-Strategie-Fonds im Zuge der Risikoasset-Rally im ersten Halbjahr 2026 insgesamt solide positive Erträge erzielten – mit jedoch deutlichen Unterschieden. Im Vergleich zum passiven Investieren in US-Aktienindizes konnten manche Hedgefonds den S&P 500 nicht vollständig hinter sich lassen; für Multi-Strategie-Plattformen, die Wert auf Risikokontrolle, übergreifende Allokation und niedrige Volatilität legen, unterstreichen zweistellige Renditen jedoch dennoch die starke Ertragskraft.
Für Investoren hebt dies ein zentrales Merkmal des Marktes im ersten Halbjahr 2026 hervor: Die Erholung der US-Börsen war die wichtigste Einkommensquelle, Technologieaktien und Risiko-Assets standen wieder hoch im Kurs, und die Fonds, die ihr Portfolio rasch anpassen konnten und das Rebound-Fenster im zweiten Quartal nutzten, wurden zu den größten Gewinnern dieser Marktphase.
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