Die Entspannung der Verhandlungen zwischen den USA und Iran führt zu einer steileren US-Zinskurve, fallende Ölpreise könnten die Erholung der US-Konsum- und Industriebranche fördern, Chinas Zentralbank stabilisiert mit 2 Milliarden Yuan Reverse Repo die Erwartungen – 0602 Makro-Überblick
- Positive Signale aus den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran führen zu einer Entspannung der geopolitischen Lage, die Ölpreise fallen stark, die US-Zinskurve wird steiler und die Federal Reserve bleibt zwar tendenziell restriktiv, aber die Zinserwartungen gleichen sich an. Hochfrequenzdaten zeigen einen rückläufigen Inflationsdruck und eine robuste Beschäftigung in den USA. Sollte eine Einigung erzielt werden, könnte die 2Y-Rendite auf 3,8% sinken, während das lange Ende aufgrund von Angebot und wieder aufkommender Inflation nur begrenzt nachgeben dürfte.
- Im ersten Quartal zeigten die US-Aktienmärkte eine differenzierte Entwicklung: Technologieunternehmen liegen vorne, der Finanz- und Konsumbereich verbessert sich, das Gesundheitswesen steht unter Druck und die Industrie geht zurück, jedoch herrscht im Bereich elektronische Geräte und Metalle gute Stimmung. Der Markt konzentriert sich darauf, ob hohe Investitionen in AI auch zu Gewinnen führen und ob ein Rückgang der Ölpreise Chancen für eine Erholung im Konsum- bzw. Industriesektor bietet.
- Am 2. Juni hat die chinesische Zentralbank Reverse-Repo-Geschäfte im Umfang von 200 Millionen Yuan durchgeführt. Das sehr geringe Volumen signalisiert eine ausreichende Liquidität der Banken und soll Erwartungen stabilisieren. Die Reduzierung von 500 Millionen auf 200 Millionen Yuan ist nicht ausreichend, um einen Politikwechsel auszumachen. Falls die Zinsen weiterhin zu schnell fallen, könnte die Notenbank über Staatsmedien gegensätzliche Signale senden.
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