Die KI-Werbeplattform Liftoff Mobile (LFTO.US) kehrt mit einer Kapitalaufnahme von 399 Millionen US-Dollar an die Börse zurück und strebt eine Bewertung von fast 4 Milliarden US-Dollar für den Nasdaq-Start an.
Nach Informationen von Zhihui Finance hat das auf KI-gestützte Werbeschaltungen spezialisierte mobile App-Unternehmen Liftoff Mobile die Bedingungen für seinen Börsengang (IPO) am US-Aktienmarkt mit einem Volumen von 399 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Dieses Software-Technologieunternehmen bietet eine KI-basierte Werbe- und Monetarisierungsplattform für mobile Apps an. Das Unternehmen plant, unter dem vorgesehenen Aktiensymbol „LFTO“ an der Nasdaq gehandelt zu werden.
Berichten zufolge plant Liftoff Mobile mit Hauptsitz in Redwood City, Kalifornien, durch die Ausgabe von 19 Millionen Stammaktien im Preisbereich von 20 bis 22 US-Dollar pro Aktie insgesamt 399 Millionen US-Dollar einzunehmen. Auf Grundlage des Mittelwerts dieser Preisspanne würde das Unternehmen eine vollständig verwässerte Marktkapitalisierung von voraussichtlich über 3,9 Milliarden US-Dollar erreichen.
Liftoff Mobile entstand 2021 durch die Fusion von Liftoff und Vungle. Die eigens entwickelte KI-Plattform unterstützt App-Werbetreibende und -Publisher dabei, Nutzer effizient zu gewinnen und Werbung zu monetarisieren. Die Plattform deckt verschiedene Bereiche wie soziale Medien, Finanzen, Unterhaltung und Spiele ab. Bis zum 30. September 2025 war das Softwareentwicklungs-Kit des Unternehmens in über 140.000 großen Apps integriert, verband etwa 1,4 Milliarden täglich aktive Nutzer und bediente weltweit mehr als 1.000 Werbekunden.
Die Haupteinnahmequellen von Liftoff Mobile sind der Handel mit mobiler Werbung und das Performance Advertising: Auf der einen Seite hilft das Unternehmen Werbetreibenden mit KI-Modellen, hochkonvertierende Nutzer zu finden und die Werberendite zu steigern; auf der anderen Seite unterstützt es App-Publisher dabei, Werbeplätze effizienter zu verkaufen und zu monetarisieren. Daher sind KI-gestützte Werbeschaltung und -monetarisierung der Kernerlös von Liftoff, nicht etwa ein Nebenprodukt. Den IPO-Unterlagen zufolge erzielte das Unternehmen in den zwölf Monaten bis zum 31. März 2026 einen Umsatz von rund 741 Millionen US-Dollar. Der geschäftliche Mehrwert ergibt sich hauptsächlich durch „KI-Large-Model-Token-basierte Preisgestaltung + großes mobiles Werbeinventar + geschlossenes Werbe-Konversionsdaten-Ökosystem“: Das bedeutet, dass Algorithmen zur Wertvorhersage von Nutzern, für automatisiertes Bieten sowie zur Optimierung von Werbematerialien und -kanälen eingesetzt werden. So erwirtschaftet das Unternehmen plattformbasierte Werbetechnologie-Einnahmen in den vertikalen Bereichen Mobile Games, Social Media, Finanzen und Unterhaltung.
Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und, wie oben erwähnt, erzielte es in den zwölf Monaten bis zum 31. März 2026 einen Gesamtumsatz von 741 Millionen US-Dollar. Ursprünglich plante Liftoff Mobile im Januar dieses Jahres mit einem Emissionsvolumen von 711 Millionen US-Dollar und einer Bewertung von 5,5 Milliarden US-Dollar an die US-Börse zu gehen, verschob den Börsengang jedoch erheblich, nachdem es im Februar nach dem globalen Hype um Anthropic und den massiven Ausverkauf von Softwarewerten im KI-Agenten-Bereich zu starken Marktturbulenzen kam. Das Unternehmen zog den Antrag zunächst zurück, reichte aber Ende April den Prospekt erneut ein und legte neue Emissionsbedingungen fest.
Das IPO-Konsortium des Unternehmens ist äußerst renommiert: Goldman Sachs, Jefferies, Morgan Stanley, Barclays, RBC Capital Markets, UBS Investment Bank, Wells Fargo Securities, William Blair, Cantor Fitzgerald, Deutsche Bank, PJT Partners, WR Securities, Nomura, BTIG, Needham & Co. sowie Raymond James fungieren allesamt als Joint Bookrunner und gemeinsame Konsortialführer. Die Preisfindung soll voraussichtlich in der ersten Juniwoche 2026 beginnen.
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