Nach einem starken Start ins Jahr ist XRP weiter gefallen, was Bedenken hinsichtlich der 1-Dollar-Marke aufkommen lässt – hier sind die Faktoren, die den Preis unter Druck setzen.
- XRP ist seit seinem Höchststand im Jahr 2024 stark gefallen, und die Sorge wächst, dass er erneut auf 1 US-Dollar fallen könnte.
- Walverkäufe und eine schwache Nachfrage in der Nähe von 2 US-Dollar verstärken den Abwärtsdruck.
- Die ETF-Zuflüsse bleiben zwar stark, aber makroökonomische Unsicherheiten begrenzen weiterhin das Aufwärtspotenzial.
XRP zeigte zu Beginn des Jahres eine starke Dynamik, doch die anfängliche optimistische Stimmung verflog schnell. Im Januar überschritt der Token zum ersten Mal seit sieben Jahren die Marke von 3 US-Dollar und erreichte im Juli ein Allzeithoch von 3,65 US-Dollar. Seitdem hat sich der Preistrend jedoch umgekehrt. Laut CoinGecko ist XRP in der vergangenen Woche um 8,5 % gefallen, in den letzten 14 Tagen um 12,5 %, im laufenden Monat um fast 16 % und seit Dezember 2024 um etwa 26 %. Mit dem zunehmenden Verkaufsdruck wächst das Risiko, dass XRP wieder auf die 1-Dollar-Marke zurückfällt.
Walverkäufe verstärken den Abwärtsdruck
Eine der größten Sorgen ist derzeit die Aktivität großer Inhaber. Laut Krypto-Analyst Ali Martinez haben Wal-Wallets in den letzten vier Wochen etwa 1,18 Milliarden XRP verkauft. Solch umfangreiche Verkäufe erhöhen das Abwärtsrisiko erheblich, insbesondere in einem ohnehin bärischen Marktumfeld. Wenn Großanleger bei schwachen Preisen verkaufen, beschleunigt dies in der Regel den Abwärtstrend, anstatt die Preisentwicklung zu stabilisieren.
Schwache Nachfrage in der Nähe wichtiger Preisniveaus
Ein weiteres Problem ist das offensichtliche Fehlen einer starken Nachfrage nach XRP in der Nähe von 2 US-Dollar. Da es an klaren Unterstützungszonen mangelt, suchen Händler nach niedrigeren Einstiegspunkten, was den Verkaufsdruck schnell erhöhen kann. Das Fehlen von Kaufinteresse macht den Preis anfälliger für Rückgänge, selbst ohne größere negative Auslöser.
ETF-Zuflüsse zeigen bislang keine signifikante Wirkung
Interessanterweise ziehen XRP ETF trotz des Preisrückgangs weiterhin Kapital an. Kürzlich überschritten die gesamten Zuflüsse die Marke von 1.1 billions US-Dollar, was auf ein anhaltend starkes Interesse institutioneller Investoren hindeutet. Diese Zuflüsse haben sich jedoch nicht in einen Preisanstieg übersetzt. Wie bei anderen Krypto-ETFs führt die Ausgabe neuer Anteile nicht immer sofort zu Spot-Käufen, was die Diskrepanz zwischen Kapitalflüssen und Preisentwicklung erklärt.
Makroökonomische Bedingungen könnten die weitere Entwicklung bestimmen
Die kurzfristigen Aussichten für XRP könnten von den allgemeinen Marktbedingungen abhängen. Anhaltende makroökonomische Unsicherheiten und eine Flucht in sichere Anlagen haben zu umfangreichen Verkäufen geführt. Kryptowährungen zeigen derzeit einige potenzielle Anzeichen für eine Entspannung – die britische Inflationsrate fiel im November auf 3,2 %, den niedrigsten Stand seit acht Monaten, was die Erwartungen auf Zinssenkungen erhöht hat. Sollte sich die globale Wirtschaftslage verbessern und die Risikobereitschaft zurückkehren, könnten XRP und andere digitale Vermögenswerte etwas Erholungsspielraum erhalten. Bis dahin bleibt der Abwärtsdruck das dominierende Thema.
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