DraftKings arbeitet mit Polymarket zusammen, um Prognosemärkte anzubieten
DraftKings betritt den Prognosemarkt durch die Übernahme von Railbird und eine Partnerschaft mit Polymarket. Während dies einen bedeutenden Schritt zur Verschmelzung von Glücksspiel und Web3-Finanzwesen darstellt, warnen Experten, dass eine solche Überschneidung Spekulationen und gesellschaftlichen Schaden fördern könnte.
DraftKings hat Railbird, eine von der CFTC lizenzierte Börse, übernommen, um seinen eigenen Prognosemarkt aufzubauen. Offenbar arbeitet Polymarket als Clearingstelle für diesen neuen Service zusammen.
Bisher hat diese Ankündigung kaum Reibungen zwischen traditionellem Glücksspiel und riskantem Web3-Wetten verursacht. Dennoch äußern Experten Bedenken hinsichtlich gefährlicher Folgen für die Wirtschaft und die Gesellschaft selbst.
DraftKings startet Prognosemarkt
Prognosemärkte wie Kalshi und Polymarket haben in letzter Zeit große Erfolge beim Einstieg in die Welt des Sportwettens erzielt, und andere Web3-Unternehmen wie Robinhood tun dasselbe. Es ist daher nur logisch, dass dieser Prozess auch umgekehrt stattfindet, da DraftKings einen Prognosemarkt startet.
DraftKings, eine beliebte Sportwetten-App, hat bereits vor vier Jahren Web3 erkundet, sodass ein Prognosemarkt als nächster logischer Schritt erscheint.
Laut der Pressemitteilung des Unternehmens hat es Railbird, eine von der CFTC lizenzierte Börse, übernommen, um dies zu ermöglichen. Das Team und die Infrastruktur von Railbird werden dazu beitragen, diesen neuen Markt in Betrieb zu nehmen.
Polymarket begrüßt neuen Deal
Auf den ersten Blick könnte es so aussehen, als würden etablierte, Web3-native Prognosemärkte den neuen Vorstoß von DraftKings missbilligen, insbesondere weil Sportwetten so lukrativ sind. Allerdings ist dieser Sektor bereits ein Testfeld für Interaktionen zwischen TradFi und Krypto.
Darüber hinaus geht diese neue Expansion mit mindestens einer expliziten Partnerschaft einher. Shayne Coplan, CEO von Polymarket, lobte den Railbird-Deal und erklärte, dass sein eigenes Unternehmen als Clearingstelle für den neuen Prognosemarkt von DraftKings fungieren wird:
Glückwunsch an @DraftKings zur Übernahme von @RailbirdHQ. Wir sind stolz darauf, dass Polymarket Clearing als designierte Clearingstelle fungiert, während sie in den Prognosemarkt einsteigen.
— Shayne Coplan 🦅 (@shayne_coplan) 22. Oktober 2025
Außerdem expandiert Polymarket derzeit stark, wobei massive institutionelle Zuflüsse neue Produktangebote in mehreren Bereichen ermöglichen. Der Prognosemarkt hat keinen triftigen Grund, die Expansion von DraftKings zu missgönnen, zumal Polymarket selbst direkt davon profitieren wird.
Mögliche Folgewirkungen
Trotzdem könnte DraftKings die Bedenken verstärken, dass Prognosemärkte für den Finanzsektor gefährlich sind. Der Tech-Journalist Jason Mikula bezeichnete den Railbird-Deal als eine „Konvergenz zwischen Finanzen/Investieren und buchstäblichem Glücksspiel“ und warnte vor möglichen Gefahren.
Da die Grenze zwischen institutionellen Investitionen und legalisiertem Sportwetten immer verschwommener wird, könnten unzählige neue Probleme entstehen. Selbst wenn wilde Spekulationen nicht zu einem finanziellen Zusammenbruch führen – was durchaus plausibel ist – bleibt Glücksspiel äußerst süchtig machend und gefährlich.
Mit anderen Worten: Das fortgesetzte Eindringen von Glücksspiel in die TradFi-Wirtschaft könnte an sich schon problematisch sein. Da diese Plattformen immer mehr zur Normalität werden, wird es für gewöhnliche Fans immer einfacher, sich selbst in den Bankrott zu treiben.
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