Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen Abflüsse in Höhe von 1,23 Milliarden Dollar
- Spot Bitcoin ETFs verzeichnen wöchentliche Abflüsse
- Bitcoin-Volatilität setzt Zuflüsse und Liquidität unter Druck
- Ethereum ETFs beenden die Woche ebenfalls im Minus
US-Spot-Bitcoin-ETFs beendeten die Woche mit Nettoabflüssen von etwa 1,23 Milliarden US-Dollar, was den zweithöchsten wöchentlichen Rückzug seit der Einführung der Produkte im Jahr 2024 markiert. Allein am Freitag beliefen sich die Abflüsse auf rund 366,6 Millionen US-Dollar und kehrten damit die Richtung des Nettozuflusses von etwa 2,7 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche um.
Diese Bewegung fand inmitten einer starken Bitcoin-Volatilität statt, wobei der Kurs am 10. Oktober von etwa 121 US-Dollar auf ein Tief von rund 103,7 US-Dollar am 17. Oktober fiel. Seitdem hat sich die führende Kryptowährung etwas von ihren Verlusten erholt und notierte am frühen Montagmorgen wieder über 111 US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 4 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Auch Ether hat zuletzt zugelegt, mit einem Gewinn von fast 5 % und einem Kurs von etwa 4.082 US-Dollar.
Im historischen Vergleich wird die negative Woche nur von den Spitzenabflüssen von etwa 2,6 Milliarden US-Dollar in der Woche zum 28. Februar übertroffen. Analysten weisen darauf hin, dass die Kombination aus Risikoanpassungen, Gewinnmitnahmen und makroökonomischer Unsicherheit zur Umgestaltung der Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs beigetragen hat, die in den Vorwochen noch erhebliche Käufe unterstützten.
Auch Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten einen Rückgang der Zuflüsse, mit einem wöchentlichen Nettoabfluss von fast 311,8 Millionen US-Dollar, was den Zufluss von etwa 488,3 Millionen US-Dollar in der Vorwoche umkehrte. Diese Daten unterstreichen, dass der Druck nicht nur auf Bitcoin beschränkt war, sondern auch ETH-gestützte Produkte betraf.
Auf der Makroebene haben Händler begonnen, die Möglichkeit einer Zinssenkung noch in diesem Monat einzupreisen, zusätzlich zu einem vorzeitigen Ende der quantitativen Lockerung, was die Zinsstrukturkurve und die für Risikoanlagen verfügbare Liquidität beeinflusst.
„Chairman Jerome Powell räumte ein, dass das Wachstum zwar stärker als erwartet bleibt, die Schwäche am Arbeitsmarkt jedoch weiterhin besteht.“
sagte Rachael Lucas, Krypto-Analystin bei Mercados.
„Diese Veränderung hat die Anleiherenditen gesenkt und das Liquiditätsumfeld für Risikoanlagen, einschließlich digitaler Vermögenswerte, verbessert.“
Für Investoren und Vermögensverwalter bleibt der kurzfristige Ausblick abhängig vom Gleichgewicht zwischen Volatilität, den Zuflüssen in Spot-Bitcoin-ETFs und den Erwartungen an die Geldpolitik, während aktuelle technische Niveaus weiterhin im Fokus stehen.
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