Die Genehmigungschancen für einen XRP ETF steigen auf 99 %, aber ein Experte sagt: „ETFs werden in 5 Jahren irrelevant sein“
XRP sorgt erneut für Schlagzeilen, da Investoren auf eine mögliche Genehmigung durch die SEC und die Einführung eines ETF hoffen. Auf der Prognoseplattform Polymarket schätzen Händler die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ripple ETF im Jahr 2025 genehmigt wird, mittlerweile auf über 99 Prozent. Angesichts der hohen Erwartungen hat sich nun ein Experte mit einer unerwarteten Einschätzung zu Wort gemeldet.
Krypto-ETFs werden als Zugang für traditionelle Investoren gelobt, doch eine Stimme aus der Branche meint, ihre Relevanz werde nicht von Dauer sein. Hugo Philion, Mitbegründer des Flare Network, sagte, er erwarte, dass ETFs innerhalb von fünf Jahren „irrelevant“ sein werden.
Im Paul Barron Podcast erklärte Philion, dass ältere Generationen, darunter die Babyboomer und die Generation X, heute den Großteil des Vermögens kontrollieren. Sie bevorzugen ihnen vertraute Finanzprodukte wie ETFs, was die starke Nachfrage nach Spot-Krypto-Fonds erklärt. Er argumentierte jedoch, dass jüngere Generationen sich wohler dabei fühlen, Vermögenswerte direkt auf Blockchains zu halten, und dieser Wandel werde die Geldströme in den Kryptomarkt neu gestalten.
Er fügte hinzu, dass breitere wirtschaftliche Zwänge den Abschied von ETFs beschleunigen könnten. Nicht finanzierte Pensionsverpflichtungen, wachsende Staatsschulden und finanzielle Unsicherheit könnten Investoren dazu bringen, schneller als erwartet auf blockchainbasierte Finanzlösungen umzusteigen.
Laut Philion ist die Euphorie des Marktes über ETF-Genehmigungen kurzsichtig. Er sagte, die Zukunft liege im direkten On-Chain-Besitz, nicht in traditionellen Hüllen. Sollte sich seine Sichtweise bewahrheiten, könnte die heutige Begeisterung für ETFs in wenigen Jahren veraltet erscheinen.
„Ich finde die Freude über ETFs amüsant, denn ich glaube, in fünf Jahren werden ETFs irrelevant sein“, sagte Philion.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Die „Erleuchtung“ im Ausland: Didi hat endlich seinen „Durchbruchstag“ erlebt

Das 500-Milliarden-Finanzierungsprogramm von Nvidia für KI birgt versteckte Risiken, Trump-Berater warnen vor Überangebot an "dunklen GPUs"
Trumps Technologieberater David Sacks warnte in einem Podcast, dass das größte Risiko beim 500-Milliarden-Dollar-AI-Finanzierungsplan von Nvidia eine Überkapazität an Rechenleistung sei. Er verglich dies mit der „dunklen Glasfaser“-Krise nach der Internetblase – sollten GPUs in großem Umfang ungenutzt bleiben und die Preise zusammenbrechen, würde dies die gesamte Investitionskette der AI-Infrastruktur schwer treffen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass politischer Widerstand beim Bau von Rechenzentren Überkapazitäten vielleicht verhindern könnte.
Nvidia plant, 3 Milliarden US-Dollar in SB Energy von Softbank zu investieren und setzt dabei auf das OpenAI-Datenzentrum-Projekt in Ohio.
Nvidia soll Berichten zufolge Gespräche führen, um bis zu 3 Milliarden US-Dollar in SB Energy, eine Tochtergesellschaft von SoftBank, zu investieren. Dies ist Teil einer unterstützenden Maßnahme für eine Kreditfazilität in Höhe von rund 100 Milliarden US-Dollar für das OpenAI-Datenzentrumprojekt in Ohio. Die Investition soll in zwei Schritten erfolgen: Bei Vertragsunterzeichnung werden 1,5 Milliarden US-Dollar investiert, weitere 1,5 Milliarden US-Dollar fließen bei dem Börsengang von SB Energy, der bereits nächsten Monat beginnen und mindestens 5 Milliarden US-Dollar einbringen soll.
Der „Aktienauswahl-Mythos“ an der Wall Street verblasst weiter: In den vergangenen zehn Jahren haben nur 13 % den Index übertroffen.
Laut den neuesten Daten von Morningstar haben in den zehn Jahren bis Ende Juni 2026 nur 13 % der aktiv verwalteten US-amerikanischen Large-Cap-Aktienfonds nach Abzug der Gebühren ihren Benchmark-Index übertroffen; selbst im vergangenen Jahr lag dieser Anteil nur bei 27 %. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Nettozuflüsse in passive ETF in diesem Jahr erstmals die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreiten, und das verwaltete Vermögen passiver Fonds ist inzwischen fast doppelt so groß wie das der aktiven Fonds.
