Die britische FCA startet eine Konsultation zu Krypto-Standards angesichts von Kritik an uneinheitlicher Regulierung
Die neue Konsultation der FCA zu Krypto-Standards zielt darauf ab, Vertrauen und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, doch Kritiker sagen, dass uneinheitliche Regulierung das Wachstum im Vereinigten Königreich weiterhin behindert.
Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat eine Konsultation zu neuen Mindeststandards für Kryptofirmen gestartet. Die Regulierungsbehörde beabsichtigt, Regeln aus dem traditionellen Finanzwesen anzuwenden, um einen gut regulierten Sektor zu fördern.
Während die FCA mit diesen Vorschlägen beabsichtigt, den Verbraucherschutz und die Marktintegrität zu stärken, wurde der allgemeine Regulierungsansatz des Vereinigten Königreichs als langsam, restriktiv und uneinheitlich kritisiert.
FCA bittet um Feedback zum Kryptosektor
Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA bittet die Öffentlichkeit um Rückmeldung zu einem neuen Satz vorgeschlagener Mindeststandards für Kryptowährungsunternehmen, um ihren Einfluss auf den Kryptosektor zu verstärken.
Die Vorschläge im Konsultationspapier zielen darauf ab, viele der gleichen Regeln aus dem traditionellen Finanzwesen auf Kryptofirmen anzuwenden. Die Vorschriften konzentrieren sich insbesondere auf operative Widerstandsfähigkeit und effektive Systeme zur Bekämpfung von Finanzkriminalität.
Heute hat die FCA ein neues Konsultationspapier veröffentlicht — CP25/25: Application of the FCA Handbook for Regulated Cryptoasset Activities — das sich mit der vorgeschlagenen Anwendung bestehender FCA Handbook-Regeln auf Unternehmen befasst, die regulierte Kryptoasset-Aktivitäten durchführen 👉…
— CryptoUK 🇬🇧 (@CryptoUKAssoc) September 17, 2025
Diese Maßnahmen sollen britischen Unternehmen helfen, auf der globalen Bühne wettbewerbsfähig zu sein. In Anerkennung der einzigartigen Merkmale des Kryptomarktes beginnt die FCA außerdem eine Diskussion über die Anwendung eines neuen Prinzips, um sicherzustellen, dass Unternehmen im besten Interesse ihrer Kunden handeln.
„Wir wollen einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Kryptosektor entwickeln – mit einem Gleichgewicht zwischen Innovation, Marktintegrität und Vertrauen. Unsere Vorschläge werden die Risiken von Investitionen in Krypto nicht beseitigen, aber sie werden Unternehmen helfen, gemeinsame Standards zu erfüllen, sodass Verbraucher besser wissen, was sie erwarten können“, sagte David Geale, Executive Director of Payments and Digital Finance der FCA, in einer Pressemitteilung.
Die FCA hat eine Frist bis zum 15. Oktober für Rückmeldungen zum Diskussionspapier und eine Frist bis zum 12. November für das Konsultationspapier gesetzt.
Kritiker haben jedoch den allgemeinen Regulierungsansatz des Vereinigten Königreichs wiederholt als verworren und übermäßig restriktiv kritisiert, auch wenn diese Konsultation einen Schritt in Richtung notwendiger Schutzmaßnahmen für den Kryptosektor darstellt.
Kritik an der bestehenden britischen Kryptoregulierung
Viele in der Kryptogemeinschaft sind der Meinung, dass der gesetzgeberische Fortschritt im Vereinigten Königreich zu langsam ist, was dazu führt, dass Unternehmen ins Ausland abwandern.
Eine Regulierungsstrategie, die Regeln durch Maßnahmen statt durch klare Leitlinien durchsetzt, hat zu einem erheblichen „Debanking“-Problem geführt. Aus Sorge um die Standards der FCA haben einige traditionelle Finanzinstitute die Beziehungen zu Kryptofirmen abgebrochen.
Ein zentraler Streitpunkt ist das Prinzip der FCA, für ähnliche Risiken das gleiche Maß an Regulierung anzuwenden. Die Regulierungsbehörde wurde beschuldigt, alle digitalen Vermögenswerte pauschal als hochriskante spekulative Anlagen einzustufen und dabei deren grundlegende Unterschiede zu ignorieren.
Darüber hinaus ist das britische Steuersystem eine Quelle der Frustration. Das kommende Cryptoasset Reporting Framework (CARF), das im Januar 2026 in Kraft tritt, wird eine detaillierte Transaktionsberichterstattung erfordern.
Obwohl es darauf abzielt, Steuerhinterziehung zu bekämpfen, argumentieren Kritiker, dass das Rahmenwerk für Händler belastend ist und Datenschutzbedenken aufwirft. Gleichzeitig führt der deutlich reduzierte steuerfreie Freibetrag für Kapitalgewinne dazu, dass mehr Kleinanleger steuerpflichtig werden.
Das Ergebnis der jüngsten Konsultation der FCA wird beeinflussen, ob das Vereinigte Königreich seinen angeschlagenen Ruf überwinden kann.
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