Der digitale Zahlungsriese Klarna startet seinen US-Börsengang und führt den „explosiven“ Börsengang-Boom im September an.
Mehrere Unternehmen, angeführt von Klarna Group, haben im August Anträge für einen US-Börsengang (IPO) eingereicht. Dies ebnet sechs Unternehmen den Weg, bereits ab nächster Woche mit ihren US-Börsengang-Roadshows zu beginnen und steigert die Erwartungen des Marktes an den US-IPO-Markt in den kommenden Monaten.
Das digitale Zahlungsunternehmen hat am 15. August die bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen aktualisiert und die neuesten Finanzergebnisse aufgenommen, was ein klares Signal für die Fortsetzung des Börsengangs ist. Laut einem Bericht vom Juli bereitet Klarna sich intensiv vor und plant, das zuvor ausgesetzte IPO-Programm frühestens im September wieder aufzunehmen.
Neben Klarna haben auch die von den Milliardärsbrüdern Winklevoss geführte Krypto-Börse Gemini Space Station Inc. sowie das Blockchain-Finanzunternehmen Figure Technologies ihre Börsengangsdokumente aktualisiert. Nach den Vorschriften der US-SEC müssen Unternehmen nach der erstmaligen Einreichung ihrer IPO-Unterlagen 15 Tage warten, bevor sie offiziell mit der Roadshow beginnen können. Das bedeutet, dass Unternehmen wie Gemini und Figure voraussichtlich nach dem Labor Day mit dem Börsengang beginnen können.
Darüber hinaus haben der von Blackstone unterstützte HLK-Dienstleister Legence Corp., die Kaffeekettenmarke Black Rock Coffee Bar Inc. und das öffentliche Verkehrssoftwareunternehmen Via Transportation Inc. im August ebenfalls potenzielle IPO-Anträge eingereicht.
Laut von Bloomberg zusammengestellten Daten würde, falls alle sechs Unternehmen in der zweiten Septemberwoche ihren IPO-Preis festlegen, dies eine der intensivsten Perioden für große IPO-Transaktionen seit dem Boom Ende 2021 darstellen. Die Daten zeigen zudem, dass das letzte Mal, dass fünf US-Unternehmen in einer Woche durch IPOs mehr als 100 Millionen Dollar einnahmen, im Januar dieses Jahres war. Damals führte der Fleischriese Smithfield Foods Inc. mit einem Emissionsvolumen von 572 Millionen Dollar den IPO-Markt des Monats an.
Ein enges Zeitfenster für Börsengänge
Die Zahl der potenziellen US-IPO-Kandidaten bleibt hoch, und das enge Zeitfenster könnte Unternehmen dazu zwingen, ihre Börsengangspläne vorzuziehen. Laut Bloomberg News betreut JPMorgan derzeit bis zu 30 Unternehmen, die entweder bereits IPO-Unterlagen eingereicht haben oder aktiv das Interesse von Investoren testen. Da Faktoren wie die Feiertage zum Jahresende den Börsengangstakt stören könnten, gelten September und Oktober für die meisten Unternehmen als die beste Zeit für einen IPO.
Das Cybersicherheitsunternehmen Netskope Inc., das E-Commerce-Unternehmen Pattern Group Inc. und das von Five Point unterstützte Wasserinfrastrukturunternehmen WaterBridge Infrastructure haben letzte Woche IPO-Anträge eingereicht und könnten frühestens in der Woche ab dem 8. September mit der Roadshow beginnen; die Ticketplattform StubHub Holdings hat diesen Monat ebenfalls ihre IPO-Unterlagen aktualisiert.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Die „Erleuchtung“ im Ausland: Didi hat endlich seinen „Durchbruchstag“ erlebt

Das 500-Milliarden-Finanzierungsprogramm von Nvidia für KI birgt versteckte Risiken, Trump-Berater warnen vor Überangebot an "dunklen GPUs"
Trumps Technologieberater David Sacks warnte in einem Podcast, dass das größte Risiko beim 500-Milliarden-Dollar-AI-Finanzierungsplan von Nvidia eine Überkapazität an Rechenleistung sei. Er verglich dies mit der „dunklen Glasfaser“-Krise nach der Internetblase – sollten GPUs in großem Umfang ungenutzt bleiben und die Preise zusammenbrechen, würde dies die gesamte Investitionskette der AI-Infrastruktur schwer treffen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass politischer Widerstand beim Bau von Rechenzentren Überkapazitäten vielleicht verhindern könnte.
Nvidia plant, 3 Milliarden US-Dollar in SB Energy von Softbank zu investieren und setzt dabei auf das OpenAI-Datenzentrum-Projekt in Ohio.
Nvidia soll Berichten zufolge Gespräche führen, um bis zu 3 Milliarden US-Dollar in SB Energy, eine Tochtergesellschaft von SoftBank, zu investieren. Dies ist Teil einer unterstützenden Maßnahme für eine Kreditfazilität in Höhe von rund 100 Milliarden US-Dollar für das OpenAI-Datenzentrumprojekt in Ohio. Die Investition soll in zwei Schritten erfolgen: Bei Vertragsunterzeichnung werden 1,5 Milliarden US-Dollar investiert, weitere 1,5 Milliarden US-Dollar fließen bei dem Börsengang von SB Energy, der bereits nächsten Monat beginnen und mindestens 5 Milliarden US-Dollar einbringen soll.
Der „Aktienauswahl-Mythos“ an der Wall Street verblasst weiter: In den vergangenen zehn Jahren haben nur 13 % den Index übertroffen.
Laut den neuesten Daten von Morningstar haben in den zehn Jahren bis Ende Juni 2026 nur 13 % der aktiv verwalteten US-amerikanischen Large-Cap-Aktienfonds nach Abzug der Gebühren ihren Benchmark-Index übertroffen; selbst im vergangenen Jahr lag dieser Anteil nur bei 27 %. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Nettozuflüsse in passive ETF in diesem Jahr erstmals die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreiten, und das verwaltete Vermögen passiver Fonds ist inzwischen fast doppelt so groß wie das der aktiven Fonds.
