Drei nicht zu ignorierende Signale vor der Nacht von Jackson Hole: temporärer Korridor, PCE-Nachwirkungen, Super-El Niño
Huitong News, 27. August—— Am Donnerstag (27. August) diskutierten Katar und Iran über einen temporären Schiffskorridor in der Straße von Hormus, das Risikoaufschlag bei den Ölpreisen kühlte merklich ab. Nachwirkungen des PCE und die eher falkenhaften Aussagen von Fed-Vertretern sorgen für ein Tauziehen zwischen US-Staatsanleihen und Gold. Das Super-El Niño wirkt als verborgene Variable und begrenzt die Rückgänge der Renditen am langen Ende. Am Vorabend von Jackson Hole bestimmen drei Signale das Tempo des Marktes.
Am Donnerstag (27. August) diskutierten Katar und Iran über einen temporären Schiffskorridor in der Straße von Hormus, das Risikoaufschlag bei den Ölpreisen kühlte merklich ab. Nachwirkungen des PCE und die eher falkenhaften Aussagen von Fed-Vertretern sorgen für ein Tauziehen zwischen US-Staatsanleihen und Gold. Das Super-El Niño wirkt als verborgene Variable und begrenzt die Rückgänge der Renditen am langen Ende. Am Vorabend von Jackson Hole bestimmen drei Signale das Tempo des Marktes.
Signal 1: Der „temporäre Korridor“ in Hormus presst Luft aus den Ölpreisen
Der Außenminister von Katar stellte in Teheran einen stufenweisen Rahmen vor, darunter temporäre Schiffskorridore und ein gemeinsames Minenräumungsprojekt. Zuvor hatte ein Angriff auf einen Tanker den Rohölfluss durch die Straße von etwa 20 Millionen Barrel/Tag auf rund 5 Millionen Barrel/Tag reduziert. Sollte der Plan umgesetzt werden, sinkt das Risiko von Lieferunterbrechungen und Brent sowie WTI könnten weiter unter Druck geraten. Das Handelsgefühl wechselt von Panik zu Beobachtung. Die Umsetzung bleibt jedoch unsicher: US-Sanktionen, Details der Durchführung und Versicherungskosten können zu Schwankungen führen. Sinkende Ölpreise drücken die Inflationserwartungen und könnten die Renditen von US-Staatsanleihen weiter nach unten ziehen. Die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen könnte vorübergehend abflauen, dennoch ist ein einseitiger Ausverkauf unwahrscheinlich.
Signal 2: PCE-Nachwirkungen und falkenhafte Fed-Vertreter, Tauziehen bei US-Anleihen und Gold
Der PCE der vergangenen Nacht lag leicht über den Erwartungen und verstärkte die Vorsicht bezüglich des Zinsverlaufs am Markt. Fed-Vertreter Schmid sprach offen über die Hartnäckigkeit der Inflation, der Energie-Schock sickert ins Wirtschaftsgeschehen ein. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe pendelt um 4,65%, sowohl Aufwärts- als auch Abwärtspotenzial sind von Emotionen eingedämmt. Ein gedämpftes Realzinsniveau drückt auf Gold, doch Rückkaufprogramme für US-Staatsanleihen und potenzielle Risiken im Nahen Osten bieten Unterstützung auf der Unterseite. Die Rede des Fed-Vorsitzenden am Freitag ist die größere Variable. Bei falkenhafter Position leidet Gold, die Renditen könnten steigen; erkennt er Wachstumsrisiken oder signalisiert Flexibilität, könnten die Renditen sinken und Gold gestärkt werden. Zurzeit konsolidiert Gold nahe dem Dreimonatshoch, weder Bullen noch Bären wollen früh Position beziehen.
Signal 3: Super-El Niño als verborgene Variable, ein versteckter Faktor für langfristige Inflation
Derzeit gibt es keine Berichte über extreme Wetterbedingungen, aber das Super-El Niño beeinflusst weiterhin die Versorgung mit Agrarprodukten, Energienachfrage und Schifffahrtrouten. Sollten künftig ungewöhnliche Regenfälle in Südamerika oder Dürren in Asien auftreten, könnten die Preise für Getreide und Soft Commodities sprunghaft steigen und die Lebensmittelinflation wieder anheizen. Für US-Staatsanleihen ist dies ein wesentlicher Grund, warum die Renditen am langen Ende nicht stark sinken. Für Gold bietet das Szenario einer Stagflation dagegen mittelfristige Unterstützung. Bei Rohöl muss man die Auswirkungen der Hurrikansaison auf die Raffinerien im Golf von Mexiko abwarten, derzeit gibt es keine direkten Störungen. Händler sollten diese verborgene Variable nicht ignorieren.
EZB-Protokoll: Falkenhafter Ton bleibt, aber Daten sprechen für Pause
Das Protokoll der Europäischen Zentralbank zeigt, dass die Wirtschaft der Eurozone widerstandsfähiger ist, einige Mitglieder sind einer Zinserhöhung nicht abgeneigt, aber aktuelle Daten sprechen für eine Pause. Im Protokoll heißt es, eine weitere Zinserhöhung könnte notwendig werden, außer die Inflation bessert sich deutlich. Die Zinserwartungen im Euroraum bleiben stabil, der Euro könnte relativ gestützt werden. Der Dollar könnte bei aufkommender Risikobereitschaft leicht schwächer werden, aber PCE und Äußerungen der Fed begrenzen die Verluste. Die Abkühlung in Hormus ist gut für globale Risikoanlagen, Rohstoffwährungen könnten vom gesunkenen Importkosten durch fallende Ölpreise profitieren. Der Devisenmarkt fokussiert stärker auf Zinserwartungen und weniger auf einzelne Datensätze. Der Euro gegenüber dem US-Dollar könnte weiterhin in einer Range schwanken, bis Jackson Hole Orientierung bietet.
Ausblick auf Trends
Kurzfristig stehen zwei Hauptlinien im Fokus: Details der Diplomatie zu Hormus und Signale von Jackson Hole. Sollte der temporäre Korridor weiter etabliert werden, bleibt der Ölpreis eher schwach, die US-Renditen könnten fallen und Gold würde am Hoch pendeln. Brechen die Verhandlungen ab oder treten neue Angriffe auf, kehrt das Risiko-Aufgeld schnell zurück, Öl und Gold könnten gemeinsam steigen, US-Staatsanleihen kämen unter Druck. Mittelfristig ist die verspätete Wirkung des Super-El Niño auf die Nachfrage nach Lebensmitteln und Energie zu beachten. Die Volatilität am Markt könnte zunehmen, ein Abwarten auf Signalbestätigung ist ratsamer als frühe Positionsbeziehung.
【Fragen und weiterführende Lektüre】
Frage 1: Warum ist der temporäre Korridor in Hormus so wichtig?
Rund 20% des globalen Rohöls und der raffinierten Produkte passieren die Meerenge, ein starker Rückgang des Durchflusses verändert das Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht drastisch. Wird der temporäre Korridor eingeführt, wird das Risiko-Aufgeld durch die Lieferunterbrechung schnell eliminiert, der Ölpreis und die Inflationserwartungen kühlen parallel ab.
Frage 2: Wie beeinflusst der fallende Ölpreis US-Staatsanleihen?
Energie ist ein wichtiger Teilfaktor der Inflation. Ein schwacher Ölpreis senkt die künftigen Inflationserwartungen, die nominalen Renditen könnten abwärts folgen. Wenn die Fed den Fokus aber stärker auf die Kerninflation legt, könnte sich die Wirkung abschwächen.
Frage 3: Warum fällt Gold nicht stark, obwohl die Flucht in sichere Häfen abflaut?
Das Risiko im Nahen Osten ist nur einer der jüngsten Unterstützungsfaktoren für Gold; Rückkaufprogramme für US-Anleihen, Realzins-Erwartungen und Käufe durch Zentralbanken wirken weiterhin. Das Nachlassen der Nachfrage aus Sicherheitsgründen bedeutet daher eher Gewinnmitnahmen und keinen Trendwechsel.
Frage 4: Was bedeutet das Super-El Niño für Händler?
Es beeinflusst Niederschlag und Temperatur in landwirtschaftlichen Produktionsgebieten, kann die Preise für Lebensmittel und Soft Commodities erhöhen und indirekt die Energienachfrage verändern. Der Markt sieht dies als verborgene Variable für langfristige Inflation, die meist nach Bestätigung von Extremwetterereignissen schnell eingepreist wird.
Frage 5: Warum ist Jackson Hole besonders im Blick?
Die Rede des Fed-Vorsitzenden könnte den Weg für die künftige Zinspolitik ebnen. Wird die Hartnäckigkeit der Inflation betont, geraten US-Staatsanleihen unter Druck, Gold bleibt begrenzt; werden Wachstums- und Arbeitsmarktrisiken anerkannt, könnten sinkende Renditen den Druck auf Gold und Aktien lindern.
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