Krypto-Karten haben im Juli 2026 erstmals die Marke von 1 Milliarde Dollar an monatlichem Aufladevolumen überschritten. Getrieben wurde der Sprung von USDC, das laut einer Analyse von CryptoRank um 46 Prozent zulegte, während USDT nur um 7 Prozent wuchs.
Kumulativ summierten sich die Kartenaufladungen mit Stablecoins bis August 2026 auf 13,8 Milliarden Dollar – ein Plus von fast 10 Milliarden Dollar innerhalb von zwölf Monaten, wie eine separate CryptoRank-Studie zeigt. Gleichzeitig blieb die Stablecoin-Marktkapitalisierung über zehn Monate weitgehend in einer Spanne von rund 300 bis 320 Milliarden Dollar, während von Mai bis Juli Nettoabflüsse verzeichnet wurden.
Kartenaufladungen knacken erstmals die Milliarden-Marke
Im Juli erreichte das monatliche Aufladevolumen von Stablecoin-Karten laut CryptoRank rund 1,084 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 15,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. USDC legte dabei allein mehr an Volumen zu als alle anderen Stablecoins zusammen und macht inzwischen deutlich über die Hälfte des erfassten Aufladevolumens aus – eine Umkehrung der Verhältnisse gemessen am Gesamtangebot, wo USDT klar dominiert.
Die Abwicklung konzentriert sich weiterhin auf günstige, durchsatzstarke Chains statt auf die führenden DeFi-Netzwerke. Allein TRON verarbeitete 311,2 Millionen Dollar, fast 30 Prozent des erfassten Volumens, und kam zusammen mit BSC (140,9 Millionen Dollar) auf über 40 Prozent des Gesamtvolumens.
USDT dominiert das Angebot, USDC gewinnt bei Zahlungen
Die Kluft zwischen den beiden größten Stablecoins zeigt sich auch abseits der Kartenwelt. USDT erreichte im Juli mit 861,4 Millionen Transaktionen ein Allzeithoch, während USDC von seinem Höchststand im März mit rund 1,1 Milliarden Transfers auf 656,7 Millionen zurückfiel – ein Rückgang von etwa 40 Prozent.
Beim übertragenen Wert liegt USDC jedoch klar vorn: Im Juli bewegte USDC laut CryptoRank rund 3,6 Billionen Dollar on-chain, USDT kam auf 1,4 Billionen Dollar. Circle hält eine MiCA-E-Geld-Lizenz in der EU, während USDC in Visa- und Mastercard-Abwicklungsprogramme integriert ist. Laut CryptoRank könnten diese Faktoren die größere Rolle von USDC bei institutionellen und On-Chain-Abwicklungen teilweise erklären.
Was das für Anleger bedeutet
Für Anleger ist die Entwicklung zwischen weitgehend stabilem Stablecoin-Angebot und steigender Kartennutzung ein relevantes Signal. Die Marktkapitalisierung von Stablecoins lag im Juli bei rund 308,3 Milliarden Dollar und damit etwa 1 Prozent unter dem Wert von Juni. Von Mai bis Juli beliefen sich die Nettoabflüsse auf rund 13,3 Milliarden Dollar – die längste Abflussphase seit dem Rückgang 2022 bis 2023 nach dem Terra-Kollaps.
Gleichzeitig nahm die Nutzung vorhandener Dollar-Bestände über Karten, Abwicklung und Zahlungsschienen zu. Bei der Beobachtung von USDC und USDT bleibt insbesondere relevant, ob das Kartenwachstum auch ohne Cashback-Anreize der Anbieter anhält. Das könnte zeigen, ob sich Stablecoins im Verbraucherzahlungsverkehr dauerhaft etablieren.
Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026




