Die elf in den USA zugelassenen Spot-Bitcoin-ETFs haben am Montag Zuflüsse in Höhe von insgesamt 1,18 Milliarden US-Dollar verzeichnet – der zweithöchste Tageswert seit ihrer Einführung im Januar 2024. Der Rekordtag fiel mit einem neuen Allzeithoch von Bitcoin von über 126.000 US-Dollar zusammen, wie de.cointelegraph.com berichtet.
Höhere Tageszuflüsse gab es bislang nur ein einziges Mal: am 7. November 2024, unmittelbar nach dem Wahlsieg von Donald Trump, als 1,37 Milliarden US-Dollar in die Produkte flossen. Die massive Nachfrage nach Bitcoin-ETPs unterstreicht den bedeutenden Einfluss institutioneller Anleger, während Privatanleger bislang eher außen vor bleiben.
Rekordtag für Bitcoin-ETFs: 3,47 Milliarden Dollar im Oktober
Der Montagszufluss ist Teil einer deutlich stärkeren Oktober-Dynamik. Laut Daten von CoinGlass summieren sich die Gesamtzuflüsse in Bitcoin-ETFs im laufenden Monat bereits auf 3,47 Milliarden US-Dollar – und das nach nur vier Handelstagen.
Seit ihrem Start haben die Bitcoin-ETFs insgesamt rund 60 Milliarden US-Dollar eingebracht, wie James Seyffart, ETF-Analyst bei Bloomberg, am Montag auf X mitteilte. Die Größenordnung verdeutlicht die hohen Mittelzuflüsse in diese Produkte seit ihrer Einführung.
BlackRocks IBIT vereinnahmt den Löwenanteil
Den größten Teil der Montagszuflüsse sicherte sich erneut der BlackRock iShares Bitcoin Trust (IBIT) mit 967 Millionen US-Dollar. Seit Anfang Oktober hat der Fonds damit bereits 2,6 Milliarden US-Dollar an neuem Kapital eingesammelt.
The BlackRock headquarters building located in New York City.
Die übrigen Anbieter folgen mit deutlichem Abstand: Der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) verzeichnete 112 Millionen US-Dollar, der Bitwise Bitcoin ETF (BITB) 60 Millionen US-Dollar und der Grayscale Bitcoin Mini Trust 30 Millionen US-Dollar. Bei Invesco, WisdomTree und Franklin fielen die Zuflüsse dagegen nur geringfügig aus.
IBIT auf dem Weg zur 100-Milliarden-Dollar-Marke
Der BlackRock-Fonds steht kurz davor, ein verwaltetes Vermögen von über 100 Milliarden US-Dollar zu erreichen, wie Nate Geraci, Präsident von Nova Dius, am Dienstag beobachtete. Laut der offiziellen IBIT-Website liegt das verwaltete Vermögen bereits bei fast 98,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin und Bargeld, bei einem Bestand von 783.767 BTC.
Zum Vergleich: Der weltweit größte ETF, der Vanguard S&P 500 ETF, benötigte mehr als 2.000 Tage, um diese Schwelle zu überschreiten. IBIT wird laut Geraci weniger als 450 Tage dafür brauchen. Nur 18 von über 4.500 gehandelten ETFs weltweit verfügen aktuell überhaupt über ein verwaltetes Vermögen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar.
Was der Rekordtag für den Markt bedeutet
Die Konzentration der Zuflüsse auf ein einzelnes Produkt ist bemerkenswert. Dass IBIT allein 967 der 1,18 Milliarden US-Dollar an Montagszuflüssen einsammelte, zeigt die starke Konzentration der Mittel auf diesen Fonds.
Die Daten weisen auf einen bedeutenden Einfluss institutioneller Anleger hin, während Privatanleger laut der zugrunde liegenden Einordnung weiterhin eher außen vor sind. Die täglichen Mittelzuflüsse der großen ETF-Anbieter bleiben damit ein wichtiger Faktor für die Beobachtung des Marktsegments.
The trading floor of the New York Stock Exchange featuring real-time market data displays.
Offene Fragen für die kommenden Wochen
Ob sich die Dynamik aus dem Oktober-Rekordtag fortsetzt, hängt maßgeblich davon ab, ob institutionelle Anleger ihr Engagement in den kommenden Wochen weiter ausbauen. Sollte IBIT tatsächlich in weniger als 450 Tagen die 100-Milliarden-Dollar-Marke knacken, wäre das ein historischer Meilenstein für die noch junge ETF-Kategorie.
Gleichzeitig bleibt die Frage bestehen, wann und ob Privatanleger stärker in dieses Marktsegment zurückkehren. Bis dahin dürften die täglichen Mittelflüsse großer ETF-Anbieter wie BlackRock weiter im Fokus stehen.
Zuletzt aktualisiert am 24. August 2026




