Broadcom stürzt um 20 % ab – Wovor fürchtet sich der Markt?
Am 11. August veröffentlichte der Kredit-Analyst der Bank of America, Tom Curcuruto, einen kurzen Downgrade-Bericht. Er stufte die Anleihenbewertung von Broadcom von „Übergewichten“ auf „Marktgewicht“ herab.
Beachte, dies ist keine Aktienbewertung, sondern eine Bewertung am Kreditmarkt – das heißt, seine Sorge ist nicht, ob Broadcom profitabel ist, sondern ob die Bilanz von Broadcom das, was sie gerade tun, aushalten kann.
Im Bericht gibt es eine Zahl: 370 Milliarden US-Dollar.
Das ist laut seiner Berechnung der maximal mögliche verbleibende Wertgarantie (Residual Value Guarantee, RVG), für die Broadcom bis Mitte 2029 im Rahmen einer Finanzierung namens „AI XPV Platform“ haften könnte. Falls alle Kunden gleichzeitig zahlungsunfähig werden und alle Chips völlig wertlos sind, läge der theoretisch maximale Verlust von Broadcom bei 42 Milliarden US-Dollar.
Drei Tage nach Veröffentlichung der Nachricht fiel der Aktienkurs von Broadcom um fast 6 %, unter die Marke von 400 US-Dollar, und ist damit seit dem historischen Hoch im Juni bereits um mehr als 20 % zurückgegangen.
Was bedeutet 370 Milliarden US-Dollar? Die gesamte Marktkapitalisierung von Broadcom beträgt etwa 2 Billionen US-Dollar, die Gesamtverschuldung auf der Bilanz liegt bei 64,9 Milliarden US-Dollar. Ein außerbilanzielles Eventualgarantie-Risiko kann tatsächlich auf fast ein Fünftel der Marktkapitalisierung anwachsen!?
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