Die Abschwächung der Inflation in den USA gewinnt an Dynamik, doch der Anleihemarkt glaubt nicht daran.
Huizhongnet, 13. August —— Bevor der Anleihemarkt überzeugt ist, dass die schlimmste Phase der kriegsbedingten Inflationsbedrohung vorbei ist und die abnehmende Inflation der Weg des geringsten Widerstands ist, bleibt die Aussicht auf Zinserhöhungen durch die Federal Reserve weiterhin unsicher. Obwohl die gestrigen CPI-Daten ermutigend erscheinen (selbst wenn es sich nur um eine marginale Verbesserung handelt), agiert die Federal Reserve nicht im luftleeren Raum und befindet sich bei der Festlegung der Geldpolitik weiterhin in einem Tauziehen mit den Anleiherenditen.
Die Verbraucherpreise sind im Juli zurückgegangen und bieten der Federal Reserve neue Datenunterstützung, um bei der Entscheidung über eine Zinserhöhung geduldig zu bleiben. Der Anleihemarkt bleibt skeptisch, aber der gestern veröffentlichte Verbraucherpreisindex (CPI) des letzten Monats, zusammen mit anderen alternativen CPI-Benchmark-Indikatoren, zeigen, dass der Preisdruck, selbst wenn er nicht spürbar abnimmt, zumindest stabilisiert ist. Mit Blick auf die nächste Datenveröffentlichung weisen beide Echtzeit-CPI-Prognosen für August darauf hin, dass die Inflation diesen Monat weiter nachlässt.
Der Haupt-Risikofaktor bleibt der Iran, doch sollte der Konflikt relativ ruhig bleiben, scheint die Basis für einen Rückgang der Preistrends gelegt.
Betrachten wir die rollierenden Jahresdaten des Standard-CPI. Sowohl der Gesamt-CPI als auch der Kern-CPI sind im Juli zurückgegangen und weisen darauf hin, dass der durch den Krieg ausgelöste Inflationsanstieg seinen Höhepunkt erreicht hat. Bemerkenswert ist, dass der Kern-CPI weiter sinkt, das Jahreswachstum liegt jetzt bei 2,5% – damit ist es auf dem Niveau von Januar vor dem Krieg und nähert sich dem 2%-Ziel der Federal Reserve.
2. Alternative CPI-Indikatoren: Signal bleibt nach Rauschfilter gleich
Drei alternative CPI-Indikatoren, veröffentlicht von ClevelandFed und AtlantaFed, sollen Störgeräusche minimieren und den Inflationssignal herausstellen. Auch diese Indikatoren zeigen für Juli eine weiter sinkende Inflation.
Auch der Jahrestrend der Löhne weist auf eine sinkende Inflation hin. In Kombination mit dem jüngsten schwachen Stellenzuwachs im privaten Non-Farm-Sektor zeigt diese Gruppe von Daten, dass der Arbeitsmarkt weniger Einfluss auf die kurzfristige Inflation hat.
Das Echtzeitprognosemodell von ClevelandFed für den CPI zeigt, dass der abnehmende Inflationstrend auch bei der nächsten Datenveröffentlichung anhält.
Das Echtzeitprognosemodell für den Kern-CPI von Capital Spectator deutet ebenfalls darauf hin, dass die Inflation in Kürze weiter sinken wird. In den letzten Monaten zeigte das Modell insgesamt eine hohe Genauigkeit bei der Vorhersagerichtung. Die Aussichten für August bestätigen die Echtzeitprognosen von ClevelandFed und stärken die Erwartung, dass der Inflationsdruck weiter nachlässt.
Ein weiteres proprietäres Modell, das von Capital Spectator betrieben wird, weist ebenfalls darauf hin, dass der Inflationsdruck nach dem Anstieg zu Beginn des Krieges zurückgeht. Der InflationPulseIndex fasst die prozentuale Veränderung aller 32 CPI-Komponenten über 12 Monate zusammen und bewertet jeden Index. Der Gesamtwert – der InflationPulseIndex – spiegelt die Gesamtabweichung bei der Inflation wider; die Werte reichen von 0 (starke Deflation/Anti-Inflationstendenz) bis 1,0 (starke Inflationstendenz).
Es gibt mehrere Faktoren, die das „Abklingen der Inflation“ gefährden können. Neben der Unsicherheit im Nahen Osten bleibt der Anleihemarkt skeptisch, dass der Inflationsdruck wirklich abnimmt. Beispielsweise stieg die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen gestern auf 4,70 % und liegt nahe dem höchsten Niveau seit Anfang 2025.
Bevor der Anleihemarkt überzeugt ist, dass die schlimmste Phase der kriegsbedingten Inflationsbedrohung vorbei ist und die abnehmende Inflation der Weg des geringsten Widerstands ist, bleibt die Aussicht auf Zinserhöhungen durch die Federal Reserve weiterhin unsicher. Obwohl die gestrigen CPI-Daten ermutigend erscheinen (selbst wenn es sich nur um eine marginale Verbesserung handelt), agiert die Federal Reserve nicht im luftleeren Raum und befindet sich bei der Festlegung der Geldpolitik weiterhin in einem Tauziehen mit den Anleiherenditen.
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