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Nach vier Wochen Kursrückgang nach dem IPO und bevorstehenden Freigaben von 1,2 Milliarden Aktien – Kann der erste Quartalsbericht von SpaceX den Aktienkurs retten?

Nach vier Wochen Kursrückgang nach dem IPO und bevorstehenden Freigaben von 1,2 Milliarden Aktien – Kann der erste Quartalsbericht von SpaceX den Aktienkurs retten?

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/03 06:21
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Von:华尔街见闻

SpaceX wird am 4. August seinen ersten Quartalsbericht nach dem Börsengang veröffentlichen. Obwohl der Aktienkurs seit dem Höchststand um 46 % gefallen ist und über 1,2 Milliarden Aktien zur Freigabe stehen, konzentriert sich der Markt auf die Umsatzflexibilität durch KI-Rechenzentrumvermietung, das Wachstum der Starlink-Abonnenten und den Fortschritt des 14. Starship-Testflugs. Wall Street schätzt die Umsätze des zweiten Quartals auf etwa 6,9 Milliarden US-Dollar. Dieser Finanzbericht wird als entscheidend dafür angesehen, ob die negative Kursentwicklung umgekehrt werden kann.

SpaceX wird bald den ersten Quartalsbericht seit Börsengang veröffentlichen, der Markt steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe.

SpaceX wird seine Ergebnisse für das zweite Quartal am 4. August (Mittwoch) nach US-Börsenschluss bekannt geben. Bis zum Handelsbeginn am Montag fiel der Aktienkurs vier Wochen in Folge und lag etwa 20 % unter dem IPO-Ausgabepreis von 135 US-Dollar. Vom historischen Höchststand am 16. Juni von 201,80 US-Dollar beträgt der kumulierte Rückgang sogar 46 %.

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Colin Canfield, Analyst von Cantor Fitzgerald, bemerkte in der Vorschau des Berichts, dass "die Gewinnschätzungen für das Anfangsquartal extrem schwanken könnten", was darauf hindeutet, dass die Entwicklung der Performance kaum vorherzusagen ist.

Gleichzeitig lastet der Druck der bevorstehenden Entsperrung auf dem Aktienkurs. Ungefähr 912 Millionen Aktien werden am 6. August zur Notierung und zum Handel freigegeben, weitere rund 319 Millionen Aktien folgen etwa eine Woche später. Dies bedeutet, dass das potenzielle Verkaufsdruck durch frühe Investoren nicht zu unterschätzen ist und das Augenmerk des Marktes auf die Kursreaktion am Donnerstag und Freitag gerichtet ist – ein starker Quartalsbericht könnte der einzige Katalysator sein, um die Verlustserie zu durchbrechen.

AI-Geschäft: Enormes Umsatzpotenzial, größte Unsicherheit

SpaceX legt seinen Quartalsbericht nach drei Hauptgeschäftsfeldern offen: Weltraum (Space), Konnektivität (Connectivity) und Künstliche Intelligenz (AI). Dabei stellt das AI-Segment die größte Unbekannte dieses Quartals dar.

Kernasset des AI-Geschäfts ist xAI – SpaceX vollzog im Februar dieses Jahres die Fusion mit xAI. Momentan betreibt xAI zwei landbasierte Datenzentren: Colossus I in Tennessee und Colossus II in Mississippi. Im ersten Quartal erzielte das AI-Geschäft 818 Millionen US-Dollar Umsatz, wies aber gleichzeitig 2,5 Milliarden US-Dollar operativen Verlust und einen Kapitalaufwand von 7,7 Milliarden US-Dollar aus.

Im zweiten Quartal gab es einen wichtigen Umsatzträger: SpaceX hat mit Anthropic und Google Vereinbarungen über die Vermietung von AI-Datenzentren geschlossen, wobei die Vereinbarung mit Anthropic monatlich bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar umfassen kann, und ab Mai/Juni schrittweise erweitert wird; die Google-Vereinbarung ist noch nicht angelaufen. Damit gibt es beim tatsächlichen Umsatz des AI-Geschäfts in diesem Quartal große Schwankungen, und auch die Entwicklung der Gewinnspanne sowie das Tempo neuer Investitionen sind schwer vorhersehbar.

Investoren erwarten besonders Ausblicke: Die Prognosen des Unternehmens für das zweite Halbjahr und für 2027 im AI-Bereich sowie den Zeitplan für den geplanten Einsatz von Starship zum Start von kostengünstigen AI-Computing-Satelliten.

Starlink: Nutzerwachstum als Kernindikator

Das Konnektivitätsgeschäft Starlink ist das stabilste Gewinnmodell von SpaceX. Am Ende des ersten Quartals zählte Starlink 10,3 Millionen Abonnenten – doppelt so viele wie die 5 Millionen vor zwölf Monaten – und erwirtschaftete 11,4 Milliarden US-Dollar Umsatz sowie einen operativen Gewinn von 4,4 Milliarden US-Dollar.

Im aktuellen Quartalsbericht wird das Nutzerwachstum zu den Markt-Highlights zählen. Colin Canfield erwartet, dass das Unternehmen den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer (ARPU) sowie den Auftragsrückstand im Enterprise- und Regierungsbereich offenlegt; diese Kennzahlen geben Investoren wichtige Hinweise auf die Tiefe der Kommerzialisierung und das Wachstumspotenzial von Starlink.

Weltraumgeschäft: Fortschritt bei Starship im Fokus

Das Segment Weltraum trägt die technologische Kernstory von SpaceX. Im ersten Quartal erzielte dieses Segment einen Umsatz von 4,1 Milliarden US-Dollar, einen operativen Verlust von 657 Millionen US-Dollar und investierte 1,1 Milliarden US-Dollar in neue Anlagen. Im zweiten Quartal absolvierte Falcon 9 etwa 36 Starts, die meisten davon für das eigene Starlink-System – solche Starts zählen nicht zum Segmentumsatz Weltraum.

Auch der Fortschritt bei Starship wird genau beobachtet. Im Juli absolvierte Starship den 13. Flugtest, Investoren erwarten Updates zum 14. Test sowie zum Umfang der Investitionen in diese Rakete – Starship ist das Schlüsselvehikel für künftige kommerzielle Ladungsstarts und den Einsatz von AI-Satelliten.

Erwartungen und Marktausblick

Wall Street erwartet aktuell für SpaceX einen Gesamtumsatz im zweiten Quartal von rund 6,9 Milliarden US-Dollar und ein EBITDA von etwa 2,1 Milliarden US-Dollar; die Jahresprognose liegt bei 39 Milliarden US-Dollar Umsatz und 17,3 Milliarden US-Dollar EBITDA. Colin Canfield bewertet die Aussichten positiv und geht davon aus, dass die Zahlen die Erwartungen übertreffen und das Unternehmen eine positive Guidance gibt.

Allerdings bleibt der Wert dieser Prognosen fraglich. Da es sich um den ersten Quartalsbericht seit dem Börsengang handelt, fehlen den Analysten Vergleichsdaten, so dass die tatsächlichen Zahlen stark vom Konsens abweichen könnten.

Auch die Kursentwicklung ist sehr ungewiss: Der Entsperrdruck durch neue Aktien, Sorgen um die Ablenkung von Musk und die Kontroverse um die Bewertung – bei der aktuellen Marktkapitalisierung von etwa 1,4 Billionen US-Dollar entspricht das dem ca. 35-fachen des für 2026 erwarteten Umsatzes – alles Faktoren, die die Marktreaktion nach dem Bericht maßgeblich beeinflussen werden. Für Investoren dürfte dieses Wochenende besonders turbulent werden.

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