Nach der Rede von Musk erhöhen Analysten die Wahrscheinlichkeit einer Fusion von Tesla und SpaceX auf 90%
Elon Musk hat sich in der Gewinnmitteilung positiv zur Möglichkeit einer Fusion von Tesla und SpaceX geäußert. Er sagte, die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen werde vertieft und die Überschneidungen nähmen „immer mehr“ zu, was Analysten dazu veranlasste, die Wahrscheinlichkeit einer Fusion auf 90 % anzuheben. Auf operativer Ebene treiben beide Seiten die Integration von Projekten wie Grok AI, Optimus und dem Starlink-Satellitennetzwerk weiter voran.
Die neueste Ergebnis-Telefonkonferenz von Tesla brachte nicht nur Geschäftszahlen, sondern wurde auch unerwartet zum Katalysator dafür, den Markt die potenziellen Aussichten einer Fusion mit SpaceX neu zu überdenken.
In der Ergebnis-Telefonkonferenz am Mittwoch äußerte sich Elon Musk zur Fusion der beiden Unternehmen und erklärte, dass die Zusammenarbeit ständig vertieft werde und die "Überlappungen immer zahlreicher" seien. Der Analyst Gene Munster von Deepwater Asset Management erhöhte daraufhin seine erwartete Wahrscheinlichkeit einer Tesla-SpaceX-Fusion von 80 % auf 90 % und erwartet, dass die Fusion in den kommenden Jahren stattfinden wird.
Unterdessen übertrafen die Umsatzerlöse von Tesla im zweiten Quartal die Erwartungen, aber der Gewinn pro Aktie blieb hinter den Prognosen zurück. Der Kurs fiel im nachbörslichen Handel um mehr als 5 %, was eine vorsichtige Marktreaktion auslöste.

Musk äußert sich erstmals direkt zur möglichen Fusion
Zuvor blieben Diskussionen über eine mögliche Fusion von Tesla und SpaceX meist im Bereich von Spekulationen, und Musk hat sich selten öffentlich dazu geäußert. Während der Ergebnis-Telefonkonferenz wurde Musk direkt gefragt, ob die Fusion der beiden Unternehmen von strategischer Bedeutung sei. Er wich der Frage nicht aus, sondern erläuterte die zunehmend umfassende Zusammenarbeit im Detail.
"Wie Sie an den zahlreichen Kooperationen von SpaceX in verschiedenen Bereichen sehen können, gibt es immer mehr Überlappungen, insbesondere beim Terafab-Projekt. Das wird ein wirklich groß angelegtes Engineering-Projekt," sagte Musk. Gleichzeitig betonte er, dass die Telefonkonferenz nicht der richtige Rahmen sei, um potenzielle Transaktionen zu diskutieren, dass jegliche Vorhaben "einen geeigneten Prozess durchlaufen müssen" und verwies die Angelegenheit an das Tesla-Rechtsteam.
Gene Munster schrieb auf der X-Plattform, er sei überrascht, dass das Tesla-Management bereit sei, diese Frage direkt zu beantworten, was ihn dazu veranlasste, seine Wahrscheinlichkeitsbewertung anzupassen: "Vor der Telefonkonferenz lag meine Einschätzung der Fusion in den nächsten Jahren bei 80 %, jetzt habe ich sie auf 90 % angehoben," schrieb er.
Integration der Geschäftsfelder beider Firmen beschleunigt sich
Musk nannte in der Telefonkonferenz zahlreiche konkrete Bereiche der Zusammenarbeit und zeigte damit, dass die Integrationsprozesse über die bisherigen Erwartungen hinausgehen.
Laut Musk umfasst die aktuelle Zusammenarbeit mehrere Ebenen: Grok-Künstliche Intelligenz ist bereits in Tesla-Fahrzeugen integriert; das digitale Optimus-Roboterprojekt wird vorangetrieben; das Starlink-Satelliteninternet soll Cybercab und zukünftige Tesla-Modelle mit Konnektivität versorgen, um die Abdeckung von Robotaxi in Bereichen mit schwachem Mobilfunksignal zu verbessern.
"Wir dürfen Robotaxi nicht in diesen Mobilfunk-‘Bermuda-Dreiecken’ gefangen lassen," sagte Musk. Die Satellitenverbindung gilt als entscheidende Voraussetzung für die Kommerzialisierung des autonomen Fahrnetzwerks.
Umsatzerlöse übertreffen Erwartungen, Gewinn pro Aktie enttäuscht
Obwohl die Fusionsdebatte große Aufmerksamkeit erregte, zeigte das Tesla-Quartalsergebnis selbst ein gemischtes Bild.
Teslas Umsatz im zweiten Quartal betrug 28,24 Milliarden Dollar und lag damit über der Wall-Street-Erwartung von 25,71 Milliarden Dollar; im zweiten Quartal wurden 480.126 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Plus von 25 % und ein neuer Rekord. Der Gewinn pro Aktie lag jedoch nur bei 0,33 Dollar und damit deutlich unter der Prognose von 0,50 Dollar.
Die verfehlten Gewinnprognosen setzten den Aktienkurs deutlich unter Druck. Die Tesla-Aktie schloss am Mittwoch mit einem Minus von 1,30 % und fiel nach Bekanntgabe der Ergebnisse im nachbörslichen Handel um weitere 4,13 %. Laut Bewertungen von Benzinga liegt Teslas Momentum-Score im 36. Perzentil, der Wachstums-Score dagegen im 88. Perzentil.
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