UBS: Die Nachfrage nach Gold-Investitionen bleibt aus, Kursziel bleibt unverändert
Quelle: Shanghai Börsenzeitung · Chinesisches Börsennetz
Die Shanghai Börsenzeitung Chinesisches Börsennetz berichtet (Reporter Zhang Jiao), dass das CIO-Büro von UBS Wealth Management kürzlich eine institutionelle Stellungnahme abgegeben hat, wonach der Goldpreis sich in letzter Zeit nahe 4.100 USD pro Unze bewegt. Die jüngste Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran erhöht weiterhin den Druck auf den Goldpreis; der steigende Ölpreis und die mögliche Zunahme der Zinssätze bleiben das „Damoklesschwert“ über dem Goldmarkt. Gleichzeitig konnten die US-CPI-Daten für Juni die Investoren beruhigen, was bedeuten könnte, dass die US-Notenbank kurzfristig keine unmittelbare Zinserhöhung vornehmen muss.
UBS ist der Ansicht, dass der Goldmarkt weiterhin die von Fed-Präsident Walsh ausgesendeten hawkischen Signale sowie die Markterwartungen bezüglich höherer US-Politiszinsen verarbeitet. Falls die wirtschaftliche Aktivität in den USA unerwartet ansteigt und die Beschäftigungsdaten einen angespannten Arbeitsmarkt zeigen, während der Ölpreis weiter steigt, könnte das kurzfristige Outlook für Gold weiterhin herausfordernd bleiben und die Preise erneut unter Druck geraten. Vor diesem Hintergrund erwartet UBS, dass der Goldpreis bis auf 3.850 USD pro Unze fallen könnte, wobei das Abwärtsrisiko weiter zunimmt.
UBS hatte zuvor betont, dass die anhaltende Investitionsnachfrage und starke Käufe durch Zentralbanken der Schlüssel dafür sind, dass der Goldpreis über 4.000 USD pro Unze bleibt. Da viele Länder langfristig ihren Anteil an US-Dollar-Vermögenswerten reduzieren wollen, wird erwartet, dass die Käufe der Zentralbanken hoch bleiben und das Gesamtvolumen dieses Jahr zwischen 750 und 1.000 Tonnen liegen wird. Obwohl die Käufe der Zentralbanken zur Stabilisierung des Goldpreises beitragen, reicht dies jedoch nicht aus, um den Preis weiter steigen zu lassen. Der World Gold Council plant, am 29. Juli einen aktuellen Bericht zu Angebot-Nachfrage-Trends bei Gold zu veröffentlichen, der weitere Klarheit über die Käufe der Zentralbanken bieten dürfte.
Der Goldmarkt benötigt derzeit vor allem eine stärkere Investitionsnachfrage. UBS geht davon aus, dass eine Investitionsnachfrage von etwa 500 Tonnen pro Quartal ausreicht, um den Goldpreis nach oben zu treiben. Damit die Investitionsnachfrage anzieht, muss die US-Wachstumsgeschichte einen Hintergrund für eine lockerere Geldpolitik bieten oder auf eine herausfordernde Kombination aus Wachstum und Inflation hindeuten, beispielsweise Stagflation. Mit verlangsamten Konsumausgaben, moderaterem Wachstum der realen Löhne und einer im nächsten Jahr abgeschwächten Zunahme von AI-bezogenen Investitionen wird erwartet, dass die US-Politiszinsen schließlich sinken und die nächste Zinssenkung im März 2027 beginnen könnte. UBS glaubt, dass die Neubewertung der künftigen Zinssätze mit einer Abschwächung des US-Dollar und einer Rückkehr zur De-Dollarisierung gleichzeitig stattfinden wird.
Wo steht Gold aktuell? Kurzfristig scheint der Markt festgefahren; wenn die Investitionstätigkeit nicht zunimmt, liegt das Risiko eher auf der Unterseite. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit eines langfristigen Rückgangs des Goldpreises gering. Ein kurzfristiger Rückgang ist kein Grund, Gold aufzugeben—die langfristige Geschichte bleibt klar und unterstützend. Selbst wenn eine starke AI-bezogene Ausgabenwelle die Verlangsamung der US-Wirtschaft verzögern kann, lassen die langfristigen Schuldenprobleme, der hohe US-Dollar sowie das übermäßige Engagement globaler Investoren in Dollar Raum für eine erneute Stärke des Goldes.
Daher hält UBS die Kursziele für Gold im September und Dezember 2026 sowie März und Juni 2027 weiterhin bei 4.400 USD/Unze, 4.600 USD/Unze, 5.000 USD/Unze und 5.200 USD/Unze. Aus Diversifizierungsgründen bleibt UBS zuversichtlich für Gold, besonders für Investoren mit Vorliebe für Sachwerte und einem generationenübergreifenden Blickwinkel.
Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan
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