Die Welle des Ausbaus von KI treibt die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum an, der südkoreanische Aktienmarkt steigt intraday um etwa 4,5 %, die Ölpreise steigen und US-Staatsanleihen stehen unter Druck.
Der südkoreanische KOSPI-Index stieg auf 7.100 Punkte und legte im Tagesverlauf um etwa 4,5 % zu. Samsung Electronics und SK Hynix verzeichneten jeweils einen Anstieg von über 3 %. Alphabet fiel nach Börsenschluss um mehr als 3 %, Tesla und IBM gaben ebenfalls nach, während die Nasdaq-100-Futures leicht um 0,2 % sanken. Brent-Öl näherte sich zeitweise 97 US-Dollar pro Barrel, wodurch der Inflationsdruck erneut zunahm und der US-Anleihemarkt unter Druck geriet.
Die Erwartungen an die Investitionsausgaben im Bereich AI beflügelten asiatische Halbleiteraktien, während US-Technologiewerte nachbörslich unter Druck standen; die steigenden Spannungen im Nahen Osten ließen die Ölpreise stark steigen, sodass der US-Anleihemarkt vor doppelten Herausforderungen steht.
Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum verzeichneten am Mittwochmorgen überwiegend Zugewinne, der südkoreanische KOSPI-Index erreichte die Marke von 7100 Punkten und legte intraday rund 4,5% zu. Regionale Chip-Aktien wurden durch die Erwartung einer anhaltenden Expansion der globalen KI-Infrastruktur-Investitionen beflügelt. Gleichzeitig löste ein Angriff der Huthi-Rebellen auf einen saudischen Öltanker Versorgungsängste aus, sodass Brent-Öl zeitweise auf nahezu 97 USD pro Barrel anstieg und Inflationsdruck erneut zunahm, wodurch die US-Anleihemärkte belastet wurden.
Alphabet veröffentlichte Investitionspläne, die die Erwartungen an der Wall Street deutlich übertreffen; die Aktie fiel nachbörslich um mehr als 3%, ebenso gaben Tesla und IBM nach, und die Nasdaq 100-Futures büßten um 0,2% ein. Auch die Aussichten für die europäischen Aktienmärkte vor Handelsbeginn sind schwach – die Märkte warten auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Abend.
Mark Malek, Chief Investment Officer bei Siebert Financial, schrieb in einem Forschungsbericht: "Die optimistische Stimmung bezüglich AI bleibt bestehen, allerdings wurde die Verantwortung nun klar auf das Management übertragen. Die kommenden Analystengespräche über Quartalsberichte werden sich zunehmend auf die Kapitalrendite konzentrieren, nicht mehr nur auf die Zukunftsvision von AI."
- Der südkoreanische KOSPI-Index erreichte die Marke von 7100 Punkten und legte intraday rund 4,5% zu. Samsung Electronics und SK Hynix stiegen jeweils um mehr als 3%, der Nikkei 225-Index schloss im Morgenhandel 0,5% höher, der Topix legte um 0,4% zu.
- Die Nasdaq 100-Futures büßten 0,2% ein, auch die Aussichten für die europäischen Börsen sind schwach.
- Der Yen zeigte kaum Veränderungen und steht bei 163,07 je US-Dollar
- Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen liegt unverändert bei 4,66%
- Die Rendite der 10-jährigen japanischen Anleihen stieg um 3 Basispunkte auf 2,765%
- Spot-Gold fiel um 0,2% und notiert bei 4.121,94 USD je Unze
- Brent-Öl stieg zeitweise um bis zu 2,5% und erreichte nahezu 96,50 USD pro Barrel.
- WTI-Öl legte um 1,6% zu auf 88,20 USD pro Barrel
Chip-Aktien führen, AI-Investitionen beflügeln den asiatisch-pazifischen Markt
Der MSCI Asia-Pacific-Aktienindex stieg um 1%. Der koreanische Kospi-Index, ein Indikator für KI-Investitionen, gewann an einem Tag 3,7%; Samsung Electronics und SK Hynix stiegen jeweils um mehr als 3%, Investoren setzen darauf, dass diese beiden südkoreanischen Chip-Giganten direkt von der beschleunigten globalen KI-Ausgaben profitieren werden. Der Nikkei 225-Index schloss im Morgenhandel 0,5% höher, der Topix legte um 0,4% zu.

Josh Gilbert, Chefanalyst für Asien-Pazifik und Naher Osten bei Etoro, kommentierte: "Die steigenden Investitionsausgaben bedeuten, dass erhebliche Mittel in die asiatischen Auftragsbücher fließen – für Investoren ist das ein eindeutiges Signal, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur weiterhin beschleunigt wird, was für die zugrunde liegenden Lieferketten von Vorteil ist."
Alphabet gab bekannt, dass die Investitionsausgaben des Unternehmens in diesem Jahr voraussichtlich 205 Milliarden USD betragen werden – das übertrifft nicht nur die eigenen Prognosen, sondern auch die Erwartungen der Wall Street deutlich. Führungskräfte erklärten im Analysten-Call, Ziel sei es, die AI-Rechenkapazität zu erweitern, um der stetig steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
AI-Trades stehen vor einem entscheidenden „Leistungsnachweis“-Fenster
Der Alphabet-Bericht markiert den Auftakt der aktuellen AI-basierten Gewinnsaison und eröffnet eine intensive Überprüfung der Renditen aus KI-Investitionen. Der Kurssturz der Tech-Aktien in der vergangenen Woche hat Chip-Aktien in einen technischen Bärenmarkt gedrückt; die Quartalsberichte, die in den kommenden zwei Wochen von den großen Tech-Konzernen veröffentlicht werden, werden als entscheidende Probe verstehen, ob die Milliardeninvestitionen in KI in angemessenem Ertrag resultieren.
Im Anschluss richten sich die Blicke der Anleger auf den Quartalsbericht von Intel am Donnerstag sowie die Zahlen von Microsoft, Meta und Amazon in der kommenden Woche. Besonders interessieren sich Investorinnen und Investoren für die neuesten Investitionsausblicke dieser Unternehmen.
Mark Malek, Chief Investment Officer bei Siebert Financial, schrieb in einem Forschungsbericht: "Die optimistische Stimmung bezüglich AI bleibt bestehen, allerdings wurde die Verantwortung nun klar auf das Management übertragen. Die kommenden Analystengespräche über Quartalsberichte werden sich zunehmend auf die Kapitalrendite konzentrieren, nicht mehr nur auf die Zukunftsvision von AI."
Steigende Spannungen im Nahen Osten: Ölpreise schießen in die Höhe und belasten US-Anleihen
Im Energiemarkt stieg Brent-Öl zeitweise bis zu 2,5% und erreichte nahezu 96,50 USD pro Barrel – das höchste Niveau seit Anfang Juni. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen erklärten sich für den Angriff auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer verantwortlich und schürten damit neue Sorgen über weitere Versorgungsausfälle.

Auch die geopolitischen Risiken nehmen weiter zu. Präsident Trump warnte, dass die USA im Falle weiterer Angriffe Irans auf Schiffe in der Straße von Hormuz iranische Brücken und Stromversorgungsanlagen angreifen würden; Teheran reagierte prompt mit einer Gegenwarnung. Die diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten sind praktisch ins Stocken geraten; militärische Angriffe halten an und zeigen keine Anzeichen von Deeskalation.
Ian Lyngen von BMO Capital Markets sagte: "Mit der zunehmenden Spannung zwischen den USA und Iran setzt der anhaltende Anstieg der Energiepreise den US-Anleihemärkten unter Druck." Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen liegt seit längerer Zeit über 5% – die längste Zeitspanne seit der Finanzkrise – was die anhaltenden Sorgen der Investoren über die Ausweitung der Staatsverschuldung und hartnäckige Inflation widerspiegelt. Die Rendite der zweijährigen US-Anleihen liegt aktuell bei 4,30%.

Der Anstieg der Ölpreise und die Spannungen im Nahen Osten erschweren die Einschätzung des weiteren geldpolitischen Kurses der US-Notenbank. Die Federal Reserve hält nächste Woche ihre Sitzung ab; die Geldmärkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 30% für eine Zinserhöhung ein, während die Chance auf unveränderte Zinsen bei 70% liegt. Der US-Dollar-Index fiel leicht um 0,2%.

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