Temasek setzt auf die nächste Generation von Chips und KI-Modellarchitekturen und prognostiziert eine disruptive Veränderung des Energiebedarfs durch KI.
Temasek weist darauf hin, dass der anhaltende Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) voraussichtlich das Energiebedarfsprofil der Branche erheblich verändern wird – derzeit stellt diese Branche jedoch eine zunehmend belastende Herausforderung für die weltweiten Stromnetze dar.
German APP berichtet, dass die staatliche Investmentgesellschaft Singapurs, Temasek Holdings Pte., darauf hingewiesen hat, dass die kontinuierlichen Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) voraussichtlich den Energiebedarf dieses Sektors signifikant verändern werden – gegenwärtig belastet die Branche das globale Stromnetz zunehmend.
Russell Tham, Bereichsleiter für globale Investments in aufstrebende Technologien bei Temasek, erklärte, dass mit der Anwendung effizienterer AI-Architekturen sowie Innovationen in der Materialwissenschaft und Optimierungen bei der Chipproduktion die Gesamtauswirkungen der AI-Industrie auf die Umwelt deutlich gesenkt werden könnten.
Tham äußerte sich am Dienstag auf dem Bloomberg Sustainable Business Summit in Singapur mit den Worten: „Die Energielandschaft für die Generierung von AI token könnte sich in der Zukunft dramatisch wandeln.“ Er ergänzte, dass die derzeitigen AI-Architekturen „obwohl sie erstaunlich und sich extrem schnell entwickeln, grundsätzlich immer noch ineffizient sind.“
Temasek gab Anfang des Jahres bekannt, voraussichtlich das Ziel, die CO2-Emissionen des Investmentportfolios bis 2030 halbieren zu können (bezogen auf das Niveau von 2010), möglicherweise nicht zu erreichen – unter anderem aufgrund des stetig steigenden Energiebedarfs der AI-Branche.
Die hohe Belastung der Stromnetze sowie die ständig steigenden Strompreise veranlassen Betreiber von Datenzentren dazu, neue Stromversorgungslösungen aktiv zu erforschen. Prognosen zufolge könnten Datenzentren in den USA bis 2035 etwa 20% des gesamten nationalen Stromverbrauchs beanspruchen – deutlich mehr als die derzeitigen 5,9%.
Unternehmen wie das britische Start-up CuspAI, das von Investoren wie Temasek und Bezos Expeditions unterstützt wird, arbeiten daran, die Produktionsprozesse von Halbleitern zu verbessern, um die Nutzung seltener Metalle zu reduzieren oder sogar zu ersetzen.
Tham erklärte: „Wir haben in äußerst innovative Materialien und Chiparchitekturen investiert, die eine deutlich bessere Energieeffizienz aufweisen als bestehende Technologien. Darüber hinaus haben wir uns auf einige neuartige AI-Modellarchitekturen fokussiert, die zwar noch nicht vollständig validiert sind, aber vielversprechendes Potenzial für signifikante Energieeffizienzsteigerungen bieten.“
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