Steigen Sie vor dem Börsengang ein! Goldman Sachs (GS.US) startet eine neue „Private Investment“-Plattform, mit der wohlhabende Kunden frühzeitig auf das nächste SpaceX setzen können.
Berichten zufolge hat Goldman Sachs eine neue Plattform entwickelt, um ihr Dienstleistungsangebot für vermögende Privatkunden und Family Offices weiter auszubauen. Diese Investoren zeigen ein zunehmend starkes Interesse an Direktbeteiligungen an schnell wachsenden Privatunternehmen.
GermanForFinanceAPP hat erfahren, dass Goldman Sachs (GS.US) eine neue Plattform entwickelt hat, um ihr Dienstleistungsportfolio für vermögende Privatkunden und Family Offices weiter auszubauen. Diese Anleger zeigen ein wachsendes Interesse an direkten Beteiligungen an schnell wachsenden privaten Unternehmen.
Laut einem internen Memo wurde die neu gegründete „Alternative Investment Plattform“ geschaffen, indem Goldman Sachs bestehende Alternative-Investment-Geschäfte mit zwei neu etablierten Teams zusammengeführt hat. Das neue Team konzentriert sich darauf, direkt in einzelne private Unternehmen zu investieren, anstatt in traditionelle Private-Equity-Fonds-Kombinationen, und hilft Kunden beim Kauf und Verkauf entsprechender Beteiligungen.
Kristin Olson, globale Leiterin der Alternative Investments im Wealth Management bei Goldman Sachs, erklärte in einem Interview: „Das Interesse am Markt an großen, wachstumsstarken Technologieunternehmen ist konstant hoch, und wir möchten unseren Kunden schon vor dem Börsengang Zugang zu diesen Investitionsmöglichkeiten bieten.“
Dieses Vorgehen von Goldman Sachs unterstreicht zwei wichtige Trends, die die Wall-Street-Strukturen neu gestalten. Einerseits verstärkt Goldman Sachs seit Jahren den Bereich Vermögens- und Asset-Management, da diese im Vergleich zu Investmentbanking und Handelsgeschäft als stabilere Einkommensquellen gelten; andererseits dauert der Nicht-Börslichkeitszyklus der erfolgreichsten Startups heute deutlich länger als früher, sodass Frühphaseninvestoren vor dem Einstieg der Öffentlichkeit einen Großteil der Wertsteigerung abschöpfen können.
Olson betonte: „Viele Unternehmen haben heute bereits eine Bewertung im Billionenbereich zur Börsennotierung. Wer nicht rechtzeitig beteiligt ist, verpasst einen entscheidenden Wachstumsabschnitt.“
AI-Boom als Treiber
Olson verriet, dass Goldman Sachs für vermögende Kunden bereits seit fast zwanzig Jahren direkte Investitionen in ausgereifte private Unternehmen arrangiert – darunter Facebook vor dem Börsengang 2012 sowie später SpaceX (SPCX.US), Stripe und Canva. Die Nachfrage nach dieser Assetklasse steigt stetig, was schließlich das Management zur Entscheidung brachte, das Geschäft als eigenständige Einheit zu führen.
Sie erklärte, das Ziel von Goldman Sachs sei es, den Kunden den Zugang zu vielversprechenden Unternehmen zu sichern, bevor diese allseits bekannte Namen werden. Im Gegensatz zu Investitionen in Frühphasen-Startups konzentriert sich Goldman Sachs meist auf Unternehmen mit ausgereiften Produkten, nennenswerten Umsätzen und einer klaren Profitabilitätsstrategie, um das von Olson beschriebene „beste Gleichgewicht zwischen Risiko und Ertrag“ zu erzielen.
Der AI-Boom hat die Nachfrage noch weiter gesteigert. Olson betonte, abgesehen von den großen Entwicklern von AI-Modellen führe Goldman Sachs die Kunden gezielt zu Investitionen in die Infrastruktur hinter AI, etwa Datenzentren und verwandte Projekte.
Die Ankündigung erfolgt pünktlich zu den Rekorderträgen von Goldman Sachs im Quartal, bei denen das Management besonders auf die von AI getriebenen Aktivitäten im Investmentbanking-, Handels- und Finanzierungsbereich verwies. Die damit verbundenen Ergebnisse bestätigen die Marktmeinung, dass Goldman Sachs vom gesamten KI-Investitionszyklus auf mehreren Ebenen profitieren wird.
Die Ankündigung markiert außerdem einen Schritt zur Institutionalisierung der Liquiditätsbeschaffung für Private Equity-Investitionen. Goldman Sachs will mit einem neuen Secondary Market Advisory Team eine Handelsplattform ausbauen, über die Kunden private Vermögenswerte kaufen und verkaufen können; zudem bietet das Team Beratung für Investoren, die außerhalb von Goldman Sachs aussteigen wollen.
Olson sagte: „Wir haben uns entschieden, dieses Geschäft separat zu führen und ganz klar zu signalisieren, dass dies ein strategischer Schwerpunkt von uns ist.“
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Signale aus den Quartalsberichten der Chiphersteller: Die Nachfrage ist stärker als vor drei Monaten, der Preisanstieg beginnt sich „auszubreiten“.
JPMorgan ist der Ansicht, dass die weltweiten Halbjahresberichte der Halbleiterbranche ein klares bullisches Signal aussenden: Erstens übertrifft die Nachfrage die Erwartungen, und große Foundries wie TSMC erhöhen umfassend ihre Investitionsausgaben, um die Produktion zu beschleunigen; zweitens wirkt sich der Preiseffekt nun substanziell positiv auf den Ausrüstungs- und Materialbereich aus, sodass Ausrüstungshersteller durch Preiserhöhungen ihre Bruttomarge steigern können; drittens sichern sich große Speicherhersteller durch langfristige Verträge und hohe Vorauszahlungen bereits jetzt eine sehr hohe Gewinnuntergrenze für die kommenden Jahre.

Die japanische Wirtschaft tritt unerwartet auf die Bremse! Das BIP wächst im zweiten Quartal nur um 1,1 %, aber die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe steigt auf den höchsten Stand seit 30 Jahren.
Das Wirtschaftswachstum Japans hat sich in den drei Monaten bis Juni unerwartet verlangsamt, was die geldpolitische Kommunikation der Bank of Japan bei der Abwägung des Zeitpunkts für die nächste Zinserhöhung zusätzlich erschweren könnte.

