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Die Bank of Japan wird im Juli voraussichtlich keine Änderungen vornehmen, der Fokus liegt auf Hinweisen zu möglichen Zinserhöhungen in der Pressekonferenz.

Die Bank of Japan wird im Juli voraussichtlich keine Änderungen vornehmen, der Fokus liegt auf Hinweisen zu möglichen Zinserhöhungen in der Pressekonferenz.

华尔街见闻华尔街见闻2026/07/21 22:56
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Von:华尔街见闻

Morgan Stanley erwartet, dass die Bank of Japan im Juli stillhält und im Dezember mit Zinserhöhungen beginnt. Im Fokus stehen die Stellungnahmen des BoJ-Gouverneurs Kazuo Ueda – insbesondere die Unterschiede zwischen seiner persönlichen Meinung und der Position der Geldpolitischen Abteilung der Zentralbank. Sollte die Sitzung vom Markt als taubenhaft interpretiert werden, könnte der Yen erneut unter Abwertungsdruck geraten und das Risiko von Deviseninterventionen durch die Behörden steigen.

Die Bank of Japan wird voraussichtlich auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Juli den Leitzins bei 1,0% unverändert lassen. Der Fokus der Märkte liegt nun ganz auf der Pressekonferenz von Gouverneur Ueda Kazuo sowie dem vierteljährlichen „Ausblicksbericht“, um entscheidende Signale für den nächsten Zinsschritt zu finden.

Da Ueda Kazuo aufgrund einer Krankheit bei der letzten Sitzung fehlte, ist die bevorstehende Pressekonferenz die erste Gelegenheit, seine geldpolitische Haltung direkt zu bewerten.

Laut Chasing Wind Trading Desk stellte Morgan Stanley in einem Research-Bericht vom 21. Juli fest, dass die Aussagen von Ueda Kazuo – insbesondere mögliche Unterschiede zwischen seiner persönlichen Sicht und der Haltung der geldpolitischen Abteilung – kurzfristig die Marktpreisbildung für den Zinspfad dominieren werden. Aktuell bewerten die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf etwa 24% und im Oktober auf rund 68%.

Das Basisszenario von Morgan Stanley bleibt eine Zinserhöhung im Dezember, also das beibehalten des Rhythmus von etwa einer Zinserhöhung alle sechs Monate, aber Oktober wird als Risikoszenario gewertet. Sollte die Sitzung von den Märkten als dovish interpretiert werden, dürfte der Yen unter erneuten breiten Abwertungsdruck geraten und das Risiko einer Intervention der Behörden im Devisenmarkt steigen.

Am Dienstag überschritt der US-Dollar gegenüber dem Yen die Marke von 163 und erreichte damit erstmals seit 1986 dieses Niveau.

Die Bank of Japan wird im Juli voraussichtlich keine Änderungen vornehmen, der Fokus liegt auf Hinweisen zu möglichen Zinserhöhungen in der Pressekonferenz. image 0

Im Juli bleibt alles unverändert – Fokus auf die nächsten Schritte

Morgan Stanley erwartet, dass die Bank of Japan den Leitzins bei der geldpolitischen Sitzung am 30. und 31. Juli unverändert bei 1,0% belässt. Die Zinserhöhung im Juni ist gerade abgeschlossen, und eine Pause im Juli wurde bereits von den Märkten weitgehend eingepreist. Die zentrale Frage ist aktuell das Signal für den Zeitpunkt des nächsten Zinsschritts.

Die Bank of Japan gewinnt zunehmend Vertrauen in die Robustheit der Binnen- und Außennachfrage, bleibt jedoch wachsam gegenüber potenziellen Inflationsrisiken.

Auf der Nachfrageseite zeigt sich weltweit eine starke Nachfrage nach KI und Halbleitern, die nicht nur den realen Export entsprechender Güter steigert, sondern auch die Exportpreise stützt und damit den negativen Effekt steigender Ölpreise auf die Handelsbedingungen teilweise ausgleicht. Im Inland bleibt der Verbrauchsaktivitätsindex der Zentralbank stabil, und der private Konsum wird als robust eingeschätzt, wobei der Dienstleistungskonsum die Hauptstütze bildet.

Im Hinblick auf die Beurteilung der Inflation wird erwartet, dass die Bank die im Juni hinzugefügte Formulierung beibehält – also dass die Weitergabe der Preissteigerungen bei Unternehmensgütern an die Verbraucherpreise relativ schnell verlaufen könnte und das Risiko besteht, dass sie sich auf eine breite Palette von Konsumgütern ausweitet; „Das Risiko, dass der Kern-CPI die Zielmarke von 2% überschreitet, ist vorhanden.“

Drei Hauptfaktoren stützen den Basisszenario einer Zinserhöhung im Dezember

Obwohl eine tendenziell hawkishe Haltung erkennbar ist, bleibt Morgan Stanley zurückhaltend bezüglich einer vorgezogenen Zinserhöhung und nennt drei Hauptgründe dafür.

Erstens: Zweifel an der Intensität der Inflation. Die monatlichen CPI-Daten zeigen, dass die Inflation in Dienstleistungen für private Kunden relativ stabil ist. Die Nachfragephase des Produzentenpreisindex bis Mai sowie die jüngsten Hochfrequenz-Preisdaten weisen darauf hin, dass die Weitergabe von Unternehmenspreissteigerungen an den Konsum weiterhin nur schrittweise erfolgt.

Zweitens: Die Unsicherheit im Nahen Osten nimmt erneut zu. Sollte die Weitergabe der Preise im Einzelhandel weiterhin schleppend verlaufen und die Preise für Rohöl und verwandte Produkte weiter steigen, könnten sich die Verschlechterung der Handelsbedingungen negativ auf das nominale BIP und das Unternehmensgewinnwachstum auswirken, was wiederum das zukünftige Lohnwachstum beeinträchtigen könnte. Aus früheren Pressekonferenzen lässt sich ablesen, dass Ueda Kazuo eine vorsichtige Einschätzung der Risiken aus dem Nahen Osten bevorzugt.

Drittens: Politische Überlegungen. Eine Umfrage von Reuters im Juli ergab, dass 49% der befragten Unternehmen einen „deutlich negativen“ oder „teilweise negativen“ Einfluss einer Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1% sehen, während 28% angaben, dass das aktuelle Zinsniveau die Investitionsausgaben bereits negativ beeinflusst. Da die Stichprobe Unternehmen mit einem Kapital von mindestens 1 Milliarde Yen umfasst, könnten die tatsächlichen Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen noch größer sein. Das erklärte Ziel des Kabinetts, eine „starke Wirtschaft“ aufzubauen, bedeutet, dass die Zentralbank die Auswirkungen von Zinserhöhungen besonders sorgfältig abwägen muss.

Drei Schlüsselpunkte im „Ausblicksbericht“

Der aktuelle „Ausblicksbericht“ enthält drei zentrale Themen, die besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Erstens: Darstellung der Fortschritte bei der Logik der Zinserhöhung im Juni, also den Risiken einer möglichen weiteren Inflation durch die Weitergabe der erhöhten Unternehmenspreise an die Verbraucher. Die Daten zeigen, dass der Unternehmenspreisindex im Jahresvergleich stetig steigt: 5,4% im April, 6,6% im Mai und 7,1% im Juni. Erfahrungsgemäß zeigt sich der Höchstwert der Weitergabe von Unternehmenspreisen auf Konsumentenpreise üblicherweise nach etwa sechs Monaten.

Zweitens: Ob sich die Risikobalance der Mitglieder des politischen Ausschusses verändert. Sollte die Inflationsprognose nach unten und das Wirtschaftswachstum nach oben angepasst werden, wird der Markt beobachten, ob das Risiko weiterhin stärker auf potenzielle Inflation ausgerichtet bleibt. Zudem ist dies die erste Sitzung der neuen Ausschussmitglieder Sato und Asada im Rahmen des „Ausblicksberichts“. Asada hat bereits in der Juni-Sitzung eine vorsichtige Position vertreten, wohingegen Satos politische Einstellung zum ersten Mal vom Markt bewertet wird.

Drittens: Ob die Zentralbank einen Analyserahmen für weitere Zinserhöhungen über 1% bereitstellt. Innerhalb der Bank hat sich die Einschätzung des neutralen Zinsbereichs faktisch auf etwa 1,5% bis 2,0% verschoben; die Untergrenze von 1,1% ist kein relevanter Bezugspunkt für die Diskussion mehr. Vor diesem Hintergrund wird entscheidend sein, ob die Zentralbank klarere Kriterien für das Ausmaß der geldpolitischen Lockerung anbietet – dies ist maßgeblich für die Einschätzung des weiteren Zinspfads.

Der Wortlaut von Ueda auf der Pressekonferenz könnte zur Schlüsselfrage der Marktpreisbildung werden

Die Details im gesamten Wortlaut von Ueda Kazuo auf der Pressekonferenz werden zum entscheidenden Faktor der aktuellen Marktpreisbildung. Die Eröffnungsrede und der erste Teil der Fragerunde spiegeln vermutlich mehr die Haltung der geldpolitischen Abteilung wider, während der zweite Teil der Fragerunde eher Uedas persönliche Einschätzungen zeigt – auf die feinen Unterschiede zwischen beiden muss besonders geachtet werden.

In Bezug auf die Gewichtung der Inflationsdaten wird der Markt beobachten, ob die Zentralbank eher tatsächliche Inflationsdaten wie den Unternehmenspreisindex und den CPI berücksichtigt oder sich stärker auf Indikatoren für Inflationserwartungen stützt, um den Zeitpunkt einer Zinserhöhung zu bestimmen.

Darüber hinaus wird es wichtige Hinweise für die zukünftige Politik geben, falls Ueda Kazuo klarer auf das Risiko eingeht, dass „eine verzögerte Zinserhöhung die Risikoaufschläge für die Inflation erhöhen und die langfristigen Zinsen steigen lassen könnte“.

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