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Am Vorabend der Quartalsberichte der Tech-Giganten: US-Aktien gehen in den "Beobachtungsmodus", während Ölpreise und KI als doppelte Risiken lauern

Am Vorabend der Quartalsberichte der Tech-Giganten: US-Aktien gehen in den "Beobachtungsmodus", während Ölpreise und KI als doppelte Risiken lauern

智通财经智通财经2026/07/21 04:21
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Von:智通财经

Während globale Investoren gespannt auf die Quartalsberichte der Tech-Giganten warten, steht der US-Aktienmarkt unter doppeltem Druck durch geopolitische Risiken und eine Neubewertung der KI-Bewertungen.

German Finance APP berichtet, dass der US-Aktienmarkt angesichts der angespannten Erwartungen an die Quartalsberichte der Technologie-Giganten einem doppelten Druck aus geopolitischen Risiken und einer Neubewertung von AI-Bewertungen ausgesetzt ist. Seeking Alpha-Analyst Damir Tokic hebt hervor, dass der Markt derzeit von zwei Hauptthemen bestimmt wird: inflationsgetriebene Schocks durch Ölpreise und AI-Trading, wobei Technologiewerte vor den entscheidenden Quartalsberichten weiterhin eine vorsichtige „Abwartemodus“-Position einnehmen.

„Momentan befindet sich der Technologie-Sektor im Abwarte-Modus, während andere Sektoren Verkaufsdruck erleben“, sagt Tokic. „Unter dem doppelten Druck steigender Ölpreise und bevorstehender Tech-Berichte ist das Abwärtsrisiko für den S&P 500 Index nicht zu unterschätzen.“

Ölpreis übersteigt 90 Dollar, Inflationssorge kehrt zurück

Die eskalierende Lage im Nahen Osten ist die größte Unbekannte der Woche für die Märkte. Die US-Armee hat die zehnte Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran durchgeführt, während der Iran auf mehreren US-Basen zurückschlägt. Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist deutlich beeinträchtigt—Daten zeigen, dass am vergangenen Sonntag nur wenige Schiffe diese Passage nutzten. Der Iran hat erneut die Straße von Hormus geschlossen, und die USA haben die Seeblockade gegen den Iran wieder aufgenommen.

Das Angebotsrisiko lässt die internationalen Ölpreise massiv steigen. Am 17. Juli lag der WTI-Futures-Preis bei 82,5 Dollar pro Barrel, Brent-Rohöl-Futures schlossen bei 88,1 Dollar pro Barrel—ein Anstieg um 18,7% bzw. 20,8% seit Ende Juni. Bis zum 20. Juli kletterte Brent-Rohöl zeitweise sogar über 91 Dollar pro Barrel.

Der anhaltende Anstieg der Ölpreise hat die Sorgen um Inflation und Zinserhöhungen wiederbelebt. Shane Oliver, Investment-Strategiechef bei AMP, warnt, dass im Fall einer langfristigen Schließung der Straße von Hormus oder einer Eskalation des Krieges der Ölpreis möglicherweise auf etwa 150 Dollar pro Barrel steigen müsste, um durch Nachfrageeinbruch das geringere Angebot auszugleichen.

AI-Trading vor „Schicksalsprüfung“: Alphabet bleibt der entscheidende Trendsetter

Abseits des Ölpreis-Schocks steht das AI-Trading vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Die Google-Muttergesellschaft Alphabet (GOOGL.US) wird ihren Quartalsbericht für das zweite Quartal am Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlichen.

Alphabet gilt weithin als Gewinner im AI-Wettbewerb. Der Umsatz im ersten Quartal stieg bereits das dritte Quartal in Folge über die 100 Milliarden-Dollar-Marke und wuchs im Jahresvergleich um 22% auf 109,9 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg um 81% auf einen Rekordwert von 62,6 Milliarden Dollar. Besonders bemerkenswert ist das Wachstum von Google Cloud: Der Umsatz sprang um 63% auf 20 Milliarden Dollar – das schnellste Wachstum unter den großen Cloud-Anbietern.

Der Fokus des Marktes hat sich jedoch auf die AI-Investitionsausgaben verschoben. Alphabets Investitionsausgaben stiegen im ersten Quartal um 107% gegenüber dem Vorjahr auf 35,7 Milliarden Dollar. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 wurde auf 180 bis 190 Milliarden Dollar erhöht. Kevin Mahn, CIO bei Hennion & Walsh Asset Management, warnt: Sollte Alphabet Signale senden, dass das AI-Investitionsbudget gekürzt wird, könnte dies eine Kettenreaktion entlang der gesamten AI-Industriekette auslösen.

Tokic betont, dass jede Stagnation bei den AI-Investitionsausgaben die von ihm beschriebene „AI-Blase“ beschleunigt platzen lassen könnte—diese Erwartung sei bereits bei Halbleiterwerten eingepreist.

Tatsächlich haben Chip-Aktien bereits stark korrigiert. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel letzte Woche um etwa 10%, das größte Wochenminus seit über einem Jahr, und liegt über 20% unter dem Rekordhoch vom Juni—damit ist er offiziell in den technischen Bärenmarkt eingetreten. Turning Point Market Research zeigt, dass der Anteil der Halbleiteraktien, die kurzfristige „Dual-Trend“-Kaufsignale aufweisen, von 91% vor einem Monat auf 24% abgestürzt ist—das stärkste Absinken seit 2010.

Am Vorabend der Quartalsberichte der Tech-Giganten: US-Aktien gehen in den

Der Abverkauf von globalen AI- und Halbleiteraktien verstärkt sich gegenseitig. Der Nikkei Semiconductor-Index ist bereits um ein Drittel vom Höchststand gefallen; der KOSPI-Index in Korea sank seit dem Hoch am 22. Juni um 25% und führte durch leveraged ETF-Liquidationen dazu, dass über 1,2 Millionen Privatanleger-Konten die Margin-Call-Schwelle erreichten.

Hohe Inflation: Ein „politisches Kalkül“ statt ökonomische Notwendigkeit

Moody’s Chefökonom Mark Zandi warnt aus politischer Perspektive. Er betont, dass die anhaltend hohe Inflation—aktuell etwa 3,5%, weit über dem 2%-Ziel der Federal Reserve—weitgehend auf politische Entscheidungen zurückzuführen ist.

Obwohl der US-CPI im Juni gegenüber dem Vorjahr von 4,2% auf 3,5% gefallen ist und der Kern-CPI auf 2,6% zurückging, sorgen die erneut steigenden Energiepreise im Nahen Osten dafür, dass die Inflationsaussichten weiterhin unsicher sind. Zandi warnte zuletzt, dass bei weiter steigenden Inflationserwartungen die Federal Reserve gezwungen sein könnte, die Zinsen weiter anzuheben—even auf die Gefahr einer umfassenden Rezession.

Laut Terminmarktdaten haben Händler bereits darauf gewettet, dass die Fed bis Jahresende die Zinsen um insgesamt etwa 29 Basispunkte erhöht; die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September liegt bei etwa 60%. Gleichzeitig hat die Rendite der US-Staatsanleihen mit 30 Jahren erneut die 5%-Marke überschritten—dieser Bereich zieht typischerweise Kapital aus den Aktienmärkten in festverzinsliche Werte ab.

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