„Flugtaxis“ gehen zum Militär? Archer (ACHR.US) bringt zusammen mit Anduril ein Militärmodell auf den Markt, Aktienkurs steigt um 20%
Adam Goldstein, CEO von Archer Aviation (ACHR.US), erklärte am Montag auf der Farnborough International Airshow im Vereinigten Königreich, dass das Unternehmen seine gesamte Aufmerksamkeit auf die Zulassung von Lufttaxis richtet.
German Times APP hat erfahren, dass Adam Goldstein, CEO von Archer Aviation (ACHR.US), am Montag auf der Farnborough International Airshow in Großbritannien erklärte, dass das Unternehmen sich momentan voll auf die Zertifizierung von Lufttaxis konzentriert und anstrebt, den kommerziellen Betrieb vor den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zu starten. Am Montag präsentierte Archer gemeinsam mit Anduril das Thunder autonome VTOL-Verteidigungsmodell (Vertical Take-Off and Landing), das darauf ausgelegt ist, mit bemannten Flugzeugen und Hubschraubern zusammenzuarbeiten. Die beiden Unternehmen gingen ihre Partnerschaft erstmals im Jahr 2024 ein. Durch diese Neuigkeiten stieg der Aktienkurs von Archer am selben Tag um fast 20%.
„Dies war stets ein ehrgeiziges Ziel“, sagte Goldstein, „es bleibt ein ehrgeiziges Ziel, aber wir werden alles daran setzen, es zu erreichen.“
Archer ist bekannt für die Entwicklung von elektrischen VTOL-Flugzeugen (eVTOL), mit dem Ziel, Emissionen und Verkehrsbelastung in urbanen Hotspots zu reduzieren. Die Technologie sah sich jedoch bisher einer Reihe regulatorischer und infrastruktureller Hürden gegenüber, was mehrfach zu Verzögerungen im Zertifizierungszeitplan führte.
In den vergangenen Monaten profitierten Archer und dessen Mitbewerber von Trumps neuestem eVTOL-Pilotprojekt – ein Programm zur beschleunigten Implementierung, das bereits Testläufe in 26 Bundesstaaten der USA durchführt.
Goldstein sagte: „Dies ist essentiell, um das Vertrauen der Öffentlichkeit und der Regulierungsbehörden zu gewinnen und wird letztlich unseren Zertifizierungsprozess voranbringen. Dieser Schritt wird entscheidend dafür sein, ob wir unser Ziel rechtzeitig erreichen.“
Während das US-Militär verstärkt in neue Technologien für das Schlachtfeld investiert und kontinuierlich KI-Tools integriert, bauen Archer und seine Wettbewerber auch ihre Verteidigungsbereiche aus.
Goldstein erklärte, vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen sei die Verteidigungsanwendung für Archer ein „riesiger Markt“. Er fügte hinzu, dass das Modell im Verteidigungsbereich nicht denselben Zertifizierungsprozess wie für kommerzielle Nutzung durchlaufen müsse.
„Die Anwendungen, die wir im Verteidigungsbereich bieten können, sind beeindruckend und entsprechen genau dem Bedarf der Einsatzkräfte“, so Goldstein.
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