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Die nachlassende Inflation schwächt die Zinserhöhungserwartungen für Juli – US-Staatsanleihen steigen diese Woche leicht an

Die nachlassende Inflation schwächt die Zinserhöhungserwartungen für Juli – US-Staatsanleihen steigen diese Woche leicht an

智通财经智通财经2026/07/17 23:31
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Von:智通财经

Der US-Staatsanleihenmarkt ist in dieser Woche leicht gestiegen. Die abgekühlten Inflationsdaten haben die Marktstimmung verbessert und somit den Druck durch den starken Anstieg der internationalen Ölpreise ausgeglichen. Infolgedessen haben Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve im Juli deutlich reduziert.

German Finanzen APP hat erfahren, dass der Markt für US-Staatsanleihen in dieser Woche leicht gestiegen ist. Abkühlende Inflationsdaten haben die Marktstimmung gestärkt und den Druck durch den starken internationalen Ölpreis-Anstieg ausgeglichen. Händler haben daher ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve im Juli deutlich reduziert. Dennoch bestehen am Markt weiterhin Erwartungen, dass es vor Jahresende zu einer weiteren Zinserhöhung kommen könnte, da die Ölpreise stark steigen und Vertreter der Federal Reserve weiterhin falkenhafte Signale senden.

Die in dieser Woche veröffentlichten US-Verbraucherpreisindex (CPI) und Produzentenpreisindex (PPI) zeigen beide, dass der Inflationsdruck nachgelassen hat und die Renditen von US-Staatsanleihen insgesamt gesunken sind. Insbesondere die kurzfristigen Staatsanleihen, die am empfindlichsten auf die Geldpolitik reagieren, haben sich am besten entwickelt und die Renditen sind am stärksten gesunken.

Die nachlassende Inflation schwächt die Zinserhöhungserwartungen für Juli – US-Staatsanleihen steigen diese Woche leicht an image 0

Der starke Anstieg der internationalen Ölpreise hat jedoch die Gewinne am Anleihemarkt begrenzt. Anleger gehen davon aus, dass steigende Energiepreise die Inflation erneut antreiben und die Federal Reserve dazu bringen könnten, die Geldpolitik im weiteren Verlauf des Jahres weiter zu straffen.

Molly Brooks, US-Zinsspezialistin bei TD Securities, erklärte, nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten dieser Woche seien die Erwartungen des Marktes an eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve deutlich gesunken, insbesondere die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Zinserhöhung.

Am Markt für Zinsswaps erwarten Händler aktuell, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Fed-Sitzung am 28. bis 29. Juli von etwa 50% auf rund 15% gefallen ist. Da vor der Sitzung kaum wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden und die Vertreter der Federal Reserve in die „stille Periode“ vor der Sitzung eintreten, ist der Spielraum für weitere Anpassungen der Markterwartung für die Juli-Politik begrenzt.

Infolge sank die Rendite der US-Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit diese Woche um insgesamt 3 Basispunkte auf 4,18%.

Im Hinblick auf den mittelfristigen und langfristigen Kurs der Fed-Politik bestehen im Markt jedoch weiterhin große Meinungsverschiedenheiten. Kürzlich haben sich innerhalb der Federal Reserve mehr Stimmen für weitere Zinserhöhungen gefunden, darunter auch einige zuvor eher gemäßigte Mitglieder, die nun eine falkenhafte Haltung einnehmen.

Die Präsidentin der Federal Reserve von Cleveland, Loretta Mester, erklärte am Freitag, dass angesichts einer weiterhin robusten Konsumausgaben und einer niedrigen Arbeitslosenquote die anhaltend hohe Inflation nach wie vor ihre größte Sorge sei.

Auch die Präsidentin der Federal Reserve von Dallas, Lorie Logan, äußerte sich am Donnerstag dahingehend, dass die USA „die Zinssätze moderat erhöhen“ müssen, da es derzeit keine ausreichenden Beweise dafür gebe, dass die Inflation dauerhaft auf das 2%-Ziel der Federal Reserve zurückkehren könne.

Tatsächlich zählen Mester und Logan bereits seit Längerem zu den falkenhaftesten Mitgliedern innerhalb der Federal Reserve. Beide hatten in der geldpolitischen Erklärung im April dieses Jahres schon dagegen gestimmt, Hinweise auf mögliche zukünftige Zinssenkungen zu geben.

Gleichzeitig hat die Eskalation der Lage im Nahen Osten das Risikoaufschlag auf dem Energiemarkt erneut erhöht. In dieser Woche starteten die USA eine neue Runde militärischer Angriffe gegen den Iran, was zu erheblicher Volatilität bei internationalen Ölpreisen führte. Am Freitag schloss das West Texas Intermediate Rohöl-Futures bei 82,49 Dollar pro Barrel und legte im Wochenverlauf um fast 16% zu – der höchste Schlusskurs seit dem 12. Juni.

Trotz der Verbesserungen in den US-Inflationsdaten, die die Erwartungen auf kurzfristige Zinserhöhungen gedämpft haben, bedeutet die Erholung der Energiepreise zusammen mit den weiterhin falkenhaften Aussagen der Federal Reserve, dass am Markt die Wetten auf eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr noch nicht ganz verschwunden sind. Der künftige Kurs der Fed-Politik wird weiterhin vom Verlauf der Inflation und den Energiepreisen abhängen.

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