Die Codegenerierungsfähigkeit hat das Ziel nicht erreicht: Google (GOOGL.US) verschiebt die Einführung des großen Sprachmodells Gemini 3.5 Pro.
Aufgrund der Nachricht über die Verzögerung der Veröffentlichung des Flaggschiff-KI-Modells fiel die Aktie von Alphabet am Donnerstag um 4 %.
German财经APP berichtet, dass die Aktien von Alphabet(GOOGL.US,GOOG.US) am Donnerstag um 4% gefallen sind, nachdem die Veröffentlichung des Flaggschiff-KI-Modells verzögert wurde. Medienberichten zufolge hat Google die Einführung des Gemini 3.5 Pro Großsprachenmodells verschoben, da die Leistung des Modells nicht den internen Erwartungen entsprach. Die Veröffentlichung wird um mehrere Monate später als ursprünglich geplant erfolgen.
Quellen zufolge hinkt die Entwicklung von Gemini 3.5 Pro hinter den Erwartungen her, hauptsächlich weil Google weiterhin die Modellleistung optimiert. Insbesondere die Fähigkeit zur Code-Generierung hat nicht das Unternehmensziel erreicht, und dieser Bereich entwickelt sich zunehmend zum härtesten Wettbewerbsfeld unter den globalen AI-Anbietern.
Berichten zufolge haben OpenAI und Meta Platforms(META.US) jüngst neue Generationen von AI-Modellen veröffentlicht, deren Code-Generierungsfähigkeiten allgemein dem aktuellen Angebot von Google überlegen sind, was den Wettbewerb weiter verschärft.
Google präsentierte Gemini 3.5 Pro erstmals im Mai dieses Jahres auf der Google I/O Entwicklerkonferenz und gab an, dass das Modell bereits intern genutzt wird und ursprünglich für einen breiteren Nutzerkreis einen Monat später offen sein sollte. Die neuesten Informationen zeigen jedoch, dass dieses Vorhaben verschoben wurde.
Ein Alphabet-Sprecher erklärte auf die Berichterstattung hin, das Unternehmen bringe weiterhin zügig mehrere KI-Modelle auf den Markt und gewähre dabei eine hohe Kosteneffizienz. Der Sprecher betonte, dass derzeit Gemini 3.5 Pro, das Upgrade-Modell Flash sowie weitere AI-Modelle gemeinsam mit Partnern getestet werden und aktiv mit der US-Regierung kooperiert wird.
In den vergangenen Jahren ist die Code-Generierung zu einem der wichtigsten Anwendungsfelder für generative KI geworden und ist ein zentraler Wettbewerbsfokus der großen Anbieter von KI-Modellen. OpenAI, Anthropic und andere Unternehmen bringen fortlaufend Code-Generierungsmodelle für Entwickler auf den Markt, wobei einige Open-Source-Modelle Entwicklern kostenlos zur Verfügung stehen.
Erst letzte Woche veröffentlichte Meta das neue Großsprachenmodell Muse Spark 1.1. Der Chief AI Officer von Meta, Alexandr Wang, erklärte, dies sei bislang das leistungsstärkste Modell des Unternehmens im Bereich AI-Agenten und Code-Generierung.
Ebenfalls in der vergangenen Woche hat OpenAI das GPT-5.6 Sol Modell vorgestellt. OpenAI CEO Sam Altman sagte, das neue Modell erhöhe die Token-Effizienz bei Code-Generierungsaufgaben von AI-Agenten um 54 % und stärke damit den Wettbewerbsvorteil des Modells zwischen Leistung und Kosten.
Analysten meinen, dass die Konkurrenz unter KI-Modellen allmählich vom Parameterskalenniveau zu praktischer Anwendungsfähigkeit und Kosteneffizienz übergeht und die Code-Generierungsfähigkeit zu einem bedeutenden Maßstab für die Wettbewerbsfähigkeit von Großsprachenmodellen geworden ist. Die verzögerte Veröffentlichung von Gemini 3.5 Pro zeigt, dass Google das Modell erst dann offiziell auf den Markt bringen möchte, wenn die Leistung ausgereift ist - als Reaktion auf den zunehmend intensiven Wettbewerb in der Branche.
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