Zinsanhebung-Albtraum" droht? Investment-Experte: Walsh wird nur "hawkisch sprechen", langfristiger Bullenmarkt für Gold bleibt bestehen!
Inmitten einer von der „Zinsangst“ der Federal Reserve geprägten Atmosphäre hat Robert Minter, Leiter der Investmentstrategie bei Abrdn, Zweifel an der zunehmend falkenhaften Interpretation der US-Geldpolitik durch die Märkte geäußert.
Im am vergangenen Freitag veröffentlichten halbjährlichen Bericht zur Geldpolitik der Federal Reserve wurde die Betonung auf die Wahrung der „Preisniveaustabilität“ deutlich verstärkt. Die nächste Zinsentscheidung der Federal Reserve wird am 29. Juli bekanntgegeben. Das CME Fed Watch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli deutlich steigt. Der neue Vorsitzende der Federal Reserve, Walsh, startet heute offiziell seine zweitägige Reise zum Capitol Hill.
Obwohl Walsh seit seinem Amtsantritt stets Preisstabilität betonte, meint Minter, dass Investoren der Rhetorik der Federal Reserve zu viel Aufmerksamkeit schenken.
Minter ist der Ansicht,
Er ergänzte, dieser Wandel spiegelte wider, dass die Federal Reserve erkannt habe, dass ihre traditionellen Modelle die sich verlangsamende Bevölkerungsentwicklung, die Dynamik am Arbeitsmarkt und die sich ständig verändernden Inflationsdruckfaktoren nicht mehr ausreichend abbilden.
Obwohl Regierungsseite falkenhafte Signale sendet, erklärt Minter, dass viele Berater und institutionelle Investoren weiterhin nicht an eine deutliche Straffung der Geldpolitik glauben. Er fügte hinzu, dass auch ETF-Investoren, die normalerweise schnell auf Veränderungen der Zinserwartungen reagieren, skeptisch scheinen.
„Ich denke, niemand glaubt wirklich die falkenhaften Kommentare“, sagt er.
Langfristiger Bullenmarkt bei Gold bleibt bestehen
Minter meint, Investoren sollten nicht auf die bevorstehenden Inflationsberichte oder den Zeitpunkt der nächsten Zinssatzänderung achten, sondern den Fokus stärker auf die langfristige Entwicklung von Staatsverschuldung und Weltwährungen legen.
„Ich halte das Hauptrisiko für den Markt für Wechselkursrisiko“, sagt er:
Er ergänzt, dass es für Regierungen immer schwieriger wird, dieses Thema zu umgehen: „Ich sehe keinen Staat, dessen Regierung eine Politik formuliert, die verspricht, die Staatsschuld zurückzuzahlen und die Verschuldung zu kontrollieren.“
Da die Verschuldung der Industrieländer voraussichtlich weiter steigen wird und die Notenbanken zunehmend ihre Reserven diversifizieren, erklärt Minter,
Minter ergänzt zudem, dass es praktisch keine Hinweise darauf gibt, dass sich der langfristige Bullenmarkt grundlegend verändert hat. Viele professionelle Investoren sehen die jüngste Korrektur nicht als Warnsignal, sondern interpretieren Preise um 4000 US-Dollar eher als Einstiegschance.
Redakteur: Zhu Henan
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