Korean gehebelte Chip-ETFs fallen um 45 %, Privatanleger erleiden schwere Verluste
Am 14. Juli verzeichneten über ein Dutzend in Südkorea Ende Mai gelistete gehebelte Single-Stock-ETFs erhebliche Kursverluste, wobei mehrere Produkte, die Samsung Electronics und SK Hynix abbilden, nahezu halbiert wurden. Unter ihnen hat der 'SAMSUNG KODEX SK Hynix Single-Stock Leveraged ETF' mit Vermögenswerten von 3,4 Milliarden US-Dollar seit seiner Notierung etwa 45% eingebüßt und ist seit seinem Hoch im Juni um über 60% zurückgegangen. Das gesamte verwaltete Vermögen der entsprechenden Produkte beläuft sich auf etwa 3 Milliarden US-Dollar. Am Montag erlitt SK Hynix einen Rekordverlust von 15%; am Dienstag fiel das Unternehmen im Tagesverlauf um weitere über 8%, während der KOSPI-Index zeitweise um 5% nachgab und unter die Marke von 6.500 fiel. Jung In Yun, CEO von Fibonacci Asset Management, erklärte, dass viele Privatanleger gehebelte ETFs als langfristige Anlageinstrumente betrachten und der starke Kursrückgang ihnen erhebliche Verluste beschert habe, was ihre Bereitschaft und Fähigkeit, weiterhin Halbleiteraktien zu kaufen, deutlich schwächen könnte. Südkoreas oberste Finanzaufsicht drückte vergangenen Monat Bedauern über die Zulassung solcher Produkte aus, doch die Begeisterung privater Trader ließ bislang kaum nach. In den letzten vier Wochen zogen gehebelte und inverse börsengehandelte Produkte in Südkorea insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen an, die hauptsächlich auf Single-Stock-Produkte mit Bezug zu SK Hynix und Samsung Electronics entfielen. Jung In Yun erwartet, dass die Regulierungsbehörden die Anforderungen an die Geeignetheit, die Risikohinweise und die Anlegeraufklärung verschärfen, statt die Produkte vollständig auszusetzen. Am selben Tag erhöhte die südkoreanische Regierung ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von 2% auf 3% und verwies auf die anhaltende Nachfrage nach KI-Chips, die einen Teil des Gegenwinds durch Konflikte im Nahen Osten abfedern soll, und prognostizierte einen Rekordüberschuss in der Leistungsbilanz von 290 Milliarden US-Dollar für dieses Jahr.
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