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Kommt Musk wieder, um OpenAI anzuheizen?

Kommt Musk wieder, um OpenAI anzuheizen?

美投investing美投investing2026/07/14 01:10
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Von:美投investing
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OpenAI

Vor zwei Jahren verkündete Apple auf der Entwicklerkonferenz, dass ChatGPT in Apple Intelligence integriert wird und offiziell in das Apple-Ökosystem einzieht. Damals brauchte Apple das große Modell von OpenAI und OpenAI den Zugang zu Apples Nutzerbasis – beide Unternehmen saßen harmonisch an einem Tisch. Heute, zwei Jahre später, sitzen Apple und OpenAI immer noch am selben Tisch, nur dass dieser Tisch kein Esstisch mehr ist, sondern der Richterstuhl im kalifornischen Gericht. Was hat also dazu geführt, dass sich diese beiden Tech-Giganten zerstritten haben? Warum hat sich Elon Musk auch eingemischt? Machen Sie es sich mit Snacks gemütlich und lassen Sie uns gemeinsam dieses Silicon-Valley-Theater verfolgen.

Apple hat am vergangenen Freitag vor dem Bundesgericht im Nordbezirk Kaliforniens offiziell OpenAI sowie den Hardwarechef von OpenAI, Don Tan, den ehemaligen Apple-Ingenieur Liu Chang und die OpenAI-Tochter io Products verklagt. Übrigens: io Products ist das Unternehmen, das vom ehemaligen Apple-Chefdesigner Jonathan Ive gegründet wurde, allerdings steht Ive nicht auf der Liste der Angeklagten.

CNBC berichtet, dass Apple OpenAI beschuldigt, weil OpenAI beim Anwerben von Apple-Mitarbeitern Zugang zu geheimen Informationen zu noch nicht veröffentlichten Produkten erhalten hat, darunter Bauteile, Zeichnungen, technische Präsentationen und Spezifikationen.

Außerdem heißt es in der Klageschrift, dass OpenAI den ehemaligen Apple-Mitarbeitern beim Weggang geraten habe, ihren zukünftigen Arbeitgeber nicht zu nennen, um Apples internes Sofort-Kündigungsprotokoll nicht zu aktivieren – so konnten die Mitarbeiter auch nach der Kündigung noch auf vertrauliche Informationen zugreifen.

Apple erklärte zudem, dass das Unternehmen OpenAI bereits aufgefordert hatte, diese Handlungen einzustellen und die betroffenen Daten zu entfernen, jedoch darauf nie eine eindeutige Antwort erhielt. Deshalb wurde nun Klage erhoben.

Dazu äußerte sich OpenAI offiziell und schrieb: OpenAI habe kein Interesse an fremden Geschäftsgeheimnissen. Dieser knappe Satz löste schnell ein Online-Streitgespräch aus.

Beachten Sie: Die folgenden Dialogszenen sind an den Originalton angelehnt, wurden aber für den dramatischen Effekt mit einigen Adjektiven und Lautmalereien angereichert. Weiter geht’s.

Zuerst konnte Elon Musk nicht widerstehen. Musk teilte zunächst die Nachricht über die Klage und schrieb: Und da ist dieser Betrüger Altman wieder. Er hat das Täuschen auf ein ganz neues Niveau gebracht.

Dann postete Musk ein Foto von Altman, auf dem steht: Ich mache das, weil ich es liebe. Musk kommentierte: Das „es“ ist nicht AI, sondern die Fähigkeit zu täuschen. Altman liebt es wohl mehr als jeder andere auf der Welt, zu lügen.

Altman dachte sich nun: Hey? Ich wusste zuerst noch nicht, wie ich Apple antworten sollte, aber Musk sorgt jetzt für Stimmung – das ist die ideale Gelegenheit, das Thema zu wechseln. Also antwortete Altman auf Musk: Bruder, wenn es ums Täuschen geht – wer hat eigentlich das nicht realisierbare „Space Data Center“ auf den Markt gebracht?

Unerwartet nahm Musk die Herausforderung an und antwortete prompt: „Keine Sorge, wir bringen es nächstes Jahr ins All. Natürlich kannst du dann vorbeikommen und schauen – sofern dein Bewährungshelfer dir Ausgang gewährt!“

Typisch dark maga. Damals bei der Debatte zwischen Trump und Hillary benutzte Trump den Satz: „Du wirst es nicht schaffen, weil du im Gefängnis sitzen wirst und den Himmel totquatscht.“ Jetzt ist Musk da auf ähnlicher Wellenlänge.

Altman konterte nicht mehr und lenkte das Thema zurück zum frisch veröffentlichten GPT5.6 Modell von OpenAI. Er sagte: „Viele Benchmarks zeigen, dass das 5.6 Sol vielleicht das beste Modell der Welt ist. Aber ein noch besserer Maßstab ist es, zu schauen, ob Musk immer wieder an mich denkt?“

Ein User meinte später, Altman habe Angst vor Apple. Altman antwortete: „Ich habe keine Angst vor Apple, aber ich habe großen Respekt vor Apple. Apple ist ein Top-Unternehmen.“ Daraufhin kommentierte X-Produktchef Nikita Bier sarkastisch: „Geschäftsgeheimnisse sind auch super, und zwar die Top-Klasse.“ Das heißt: Wenn du alle Geschäftsgeheimnisse gesehen hast, weißt du natürlich, dass sie zur Spitze gehören. Musk schrieb dann nichts weiter, sondern postete nur einen lachenden Heul-Smiley.

So, Szene vorbei, nun zum Kommentar.

Ehrlich gesagt denke ich: Egal ob OpenAI Apples Technik gestohlen hat oder nicht, wird OpenAI es in den nächsten Jahren schwer haben, großen Einfluss auf Apple, Samsung oder die Android-Welt zu nehmen. OpenAI hat zwar nun Hardware-Erfahrung und kann viele Designhürden umgehen, was ein großer Vorteil ist.

Aber viele Details brauchen Zeit, z. B. OS-Entwicklung: Im mobilen Bereich gibt es nur Apple oder Android. Apple ist ein geschlossenes System und Android wird von Google entwickelt und gepflegt. OpenAI müsste also ein eigenes Betriebssystem entwickeln, das möglichst Android-Apps kompatibel macht - damit Entwickler Apps nahtlos oder mit niedrigen Einstiegshürden anpassen können. Das ist möglich, aber nicht einfach. Für Smartphones braucht man zudem eine starke und ausgeklügelte Lieferkette, was kurzfristig schwer umsetzbar ist. Selbst wenn OpenAI es schafft, ein Smartphone zu bauen, wird der Einfluss auf Android größer sein, auf iPhone aber nur begrenzt, denn das Verkaufsargument des iPhone ist nicht AI, sondern Apples Designkompetenz, Ökosystem und Datenschutz.

Wenn OpenAI keine Smartphones baut, sondern Wearables wie Brillen, Kopfhörer oder Uhren, halte ich das für realistischer, da die Anforderungen an System und Supply weniger hoch sind. Und darüber könnte man über Mikrofon, Sensoren, integrierte Kamera und GPT kommunizieren und wertvolle private Daten sammeln, was fürs Training hilfreich ist.

Egal ob Altman gerne lügt oder Musk ins All fliegt – für normale Investoren zählt am Ende: Egal ob schwarze oder weiße Katze, Hauptsache sie fängt Mäuse.

Nun kommen die fünf wichtigsten Tech-News von Bloomberg:

Platz fünf: Südkorea möchte dank des Chip-Booms das Budget bis 2027 auf über 800 Billionen Won erhöhen, einen Rekord setzen und einen Zukunftsfonds schaffen für Halbleiter, AI-Datencenter und Physik-AI, die drei strategischen Investitionssäulen.

Platz vier: Der Apple-Aktienkurs hat sich seit dem Tiefpunkt im Juni um 16 % erholt, das Unternehmen ist jetzt 650 Milliarden Dollar mehr wert – ein Rekord. Anleger fürchten geringe Rendite der KI-Investitionen im Chipsektor und suchen Zuflucht bei Apple, das nicht beim Datencenter-Wettlauf mitmacht.

Platz drei: Die USA wollen verhindern, dass China US-KI-Modelle mit Destillationstechnik nachbaut. Anthropic wirft Unternehmen wie Alibaba massive Diebstähle vor und schätzt den Schaden auf 6 Milliarden Dollar pro Jahr; in der Branche gibt es unterschiedliche Einschätzungen zum Ausmaß der Bedrohung.

Platz zwei: Meta investiert zusätzliche 40 Milliarden Dollar in ein Datencenter in Louisiana, Gesamtvolumen jetzt über 250 Milliarden Dollar, Rechenkapazität 5 Gigawatt, Zuckerberg will in den kommenden Jahren über 600 Milliarden Dollar in US-Infrastruktur investieren.

Platz eins: SK Hynix verlor am Montag an der US-Börse 9,3 %, zuvor waren die südkoreanischen Aktien um 15 % abgestürzt, was einen Handelsstopp auslöste. Samsung fiel fast 11 %. Der Markt fürchtet eine Überbewertung von KI-Chips und ein nachlassendes Umsatzwachstum bei HBM.

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