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Das Gespenst der Inflation kehrt zurück! Die Fed ist gezwungen, einen falkenhaften Ton anzuschlagen, Gold bleibt unter der 200-Tage-Linie liegen – steht eine noch größere Krise bevor?

Das Gespenst der Inflation kehrt zurück! Die Fed ist gezwungen, einen falkenhaften Ton anzuschlagen, Gold bleibt unter der 200-Tage-Linie liegen – steht eine noch größere Krise bevor?

汇通财经汇通财经2026/07/09 07:47
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Von:汇通财经

Huitong Netzwerk, 9. Juli—— Am Donnerstag während der asiatischen Handelszeit zeigt der Spot-Goldpreis ein enges Schwankungsbild. Der schwache US-Dollar bietet Unterstützung, jedoch schüren die sich verschärfenden Konflikte zwischen den USA und Iran Sorgen über energiegetriebene Inflation und stärken die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve (die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September liegt bei etwa 70%), was den positiven Effekt des schwachen US-Dollar ausgleicht.



Am Donnerstag (9. Juli) während der asiatischen Handelszeit gerät der Spot-Goldpreis nach einem Rebound am Vortag aus der 4020-Dollar-Region (Wochentief) in eine Phase der Konsolidierung und handelt derzeit nahe 4090 USD/Unze.

Der US-Dollar befindet sich in der Defensive, nachdem das Protokoll der Federal Reserve keine klaren hawkischen Signale enthielt, was Gold eigentlich stützen sollte.

Allerdings hat die anhaltende US-Iran-Krise die Inflationssorgen wieder entfacht und die Markterwartung einer Zinserhöhung im Jahr 2026 durch die Federal Reserve gefestigt. Dies begrenzt den Abwärtstrend des US-Dollar und übt gleichzeitig weiterhin Druck auf das renditelose Gold aus.

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Fundamentaldaten: Wechselnde Faktoren, Gold steht vor einer Richtungsentscheidung


Der Goldmarkt befindet sich derzeit in einem sensiblen Gleichgewicht zwischen Bullen und Bären. Aus Sicht der Bullen bietet der US-Dollar-Index nach Veröffentlichung der FOMC-Protokolle keinen neuen hawkischen Impuls und bleibt insgesamt defensive, was den auf US-Dollar lautenden Goldpreis traditionell unterstützt.

Die Protokolle zeigen, dass innerhalb der Entscheidungsträger Unsicherheiten bezüglich des Zinsniveaus bestehen – viele Teilnehmer gehen davon aus, dass die Zinsen zum Jahresende auf oder leicht unter dem aktuellen Niveau liegen könnten – was die Basis für eine unilaterale US-Dollar-Stärke schwächt.

Allerdings dürfen die bärischen Faktoren nicht ignoriert werden. Die Protokolle stellen ebenfalls klar, dass das Risiko steigender Inflation weiterhin hoch ist und „ein gewisser Grad an geldpolitischer Straffung erforderlich sein könnte, um die Inflation auf 2% zurückzubringen“. Diese Äußerung stärkt die Erwartung, dass die Federal Reserve ihre straffe Haltung beibehält. Das FedWatch-Tool der CME zeigt, dass Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 70% für eine Zinserhöhung im September einpreisen.

Von entscheidender Bedeutung sind zudem geopolitische Faktoren. Das US-Militär startete am Mittwoch eine neue Runde von Angriffen auf Iran, als Vergeltung für iranische Attacken auf Handelsschiffe im Golf von Hormuz. Iran führt weiterhin Vergeltungsschläge auf US-Militärziele in Bahrain und Kuwait durch. Trump verkündete am selben Tag, das Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Iran sei „jetzt beendet“. Die Eskalation dieser Lage führt dazu, dass inflationsgetriebene Energiesorgen wieder an Bedeutung gewinnen und die Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve weiter festigen, wodurch die Aufwärtsdynamik von Gold gebremst wird.

Außerdem werden die US-Arbeitslosenanträge aus der vergangenen Woche im Laufe des Tages veröffentlicht, und Reden von FOMC-Mitgliedern mit Stimmrecht werden zusätzliche Hinweise zur Politik geben. Der Fokus des Marktes bleibt jedoch auf der Entwicklung der Lage im Nahen Osten.

Technische Analyse


Aus technischer Sicht bleibt Gold auf Tagesbasis in einem kurzfristig bärischen Trend. Der Preis handelt unterhalb des einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnitts und befindet sich zudem in einem absteigenden parallelen Kanal – beide technischen Merkmale deuten auf eine bärische Struktur hin.

Bei den Indikatoren liegt der MACD unterhalb der Nulllinie, DIFF kreuzt bei -75.21 die DEA bei -92.55 nach oben und bildet ein bullishes Signal, das Volumen des roten Balkens nimmt zu, das bärische Momentum nimmt deutlich ab; der RSI erholt sich aus dem überverkauften Bereich, der RSI1 liegt bei ca. 46.00 und hat die 70-Punkte-Marke des überkauften Bereichs noch nicht erreicht, so dass kurzfristig noch Korrekturpotenzial besteht.

Weiter oben bildet der 200-Tage-Durchschnitt (4489.53 USD/Unze) eine starke Widerstandslinie. Das bedeutet, dass selbst wenn der Goldpreis den absteigenden Kanal durchbricht, der Aufwärtstrend weiterhin durch den gleitenden Durchschnitt begrenzt wird.

Auf der Unterseite findet sich erste Unterstützung am Vortages-Tief bei ca. 4020 sowie an der runden 4000er-Marke, jüngste Tiefpunkte liegen bei 3943, das mittelfristige Ziel orientiert sich am unteren Rand des absteigenden Kanals bei etwa 3812 USD/Unze. Falls der aktuelle Korrekturtrend anhält, wird dieser Wert zum entscheidenden Bereich, in dem die Bullen möglicherweise den breiteren Aufwärtstrend verteidigen könnten.

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(Tages-Chart Spot-Gold, Quelle: Easy Huitong)

Ausblick: Goldpreis-Rallye könnte auf Verkaufsdruck treffen, wartet auf neue Impulse


Zusammenfassend bleibt Gold derzeit in einer Lage „unten unterstützt, oben begrenzt“. Die Schwäche des US-Dollars bietet dem Goldpreis ein Unterstützungsniveau, aber die durch den US-Iran-Konflikt ausgelöste Inflationssorgen und die erwarteten Zinserhöhungen der Federal Reserve begrenzen das Aufwärtspotenzial. Aus technischer Sicht deutet die bärische Struktur unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts sowie die vollständige Kanalstruktur darauf hin, dass jeder Versuch einer Rallye auf Verkaufsdruck stoßen dürfte.

Kurzfristig könnte der Goldpreis in der Nähe des aktuellen Niveaus seitwärts tendieren und auf neue Impulse warten, die das Gleichgewicht stören.

Ostasiatische Zeit, 9. Juli, 14:15 Uhr, Spot-Gold notiert bei 4094.95 USD/Unze.

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