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Kanadischer Dollar in Gefahr!? Autoritäre Institutionen warnen: Drei große negative Faktoren könnten den Kanadischen Dollar in die „60-Cent-Ära“ ziehen

Kanadischer Dollar in Gefahr!? Autoritäre Institutionen warnen: Drei große negative Faktoren könnten den Kanadischen Dollar in die „60-Cent-Ära“ ziehen

金融界金融界2026/07/08 23:42
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Von:金融界

Das bekannte kanadische Wirtschaftsforschungsinstitut Rosenberg Research, unter Leitung des renommierten Ökonomen David Rosenberg, warnte kürzlich davor, dass der kanadische Dollar im kommenden anderthalb Jahren unter anhaltendem Abwertungsdruck stehen könnte. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass der Kurs bis Ende 2027 auf 1 US-Dollar zu 1,60 kanadischen Dollar fällt, was etwa 62,5 US-Cent entspricht und damit das „60-Cent-Zeitalter“ in greifbare Nähe rückt.

Rosenberg Research sieht den kanadischen Dollar weiterhin als „Druckventil“ für strukturelle Probleme der kanadischen Wirtschaft. Das Institut betont, dass langfristige Produktivitätsherausforderungen, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Handel sowie die Möglichkeit, dass die Bank of Canada noch in diesem Jahr gezwungen sein könnte, die Zinsen zu senken, während die Federal Reserve die Zinsen beibehält oder aufgrund des Marktdrucks sogar zu einer strafferen Politik übergeht, den kanadischen Dollar weiter belasten werden.

Das Institut stellt fest, dass mit der Divergenz der geldpolitischen Entscheidungen zwischen Kanada und den USA die bereits stark negative Zinsdifferenz sich noch weiter vergrößern könnte. Bleiben die drei genannten Herausforderungen bestehen oder verstärken sich sogar, wird der kanadische Dollar „ständig unter Druck stehen“ und ein Kurs von 1 US-Dollar zu 1,60 kanadischen Dollar ist keineswegs unrealistisch.

Drei große Belastungsfaktoren: Produktivität, Handel und Zinsdifferenz

Rosenberg Research begründet seinen Pessimismus gegenüber dem kanadischen Dollar mit drei zentralen Argumenten.

Erstens: Die kanadische Produktivität lag langfristig hinter jener der USA zurück, was die Wettbewerbsfähigkeit kanadischer Unternehmen schwächt. Das Institut hebt hervor, dass die Arbeitskosten pro Einheit in Kanada im vergangenen Jahr um 3,2 % gestiegen sind, während sie in den USA stabil blieben. Noch gravierender: Bewertet in US-Dollar stiegen die kanadischen Arbeitskosten pro Einheit im letzten Jahr um rund 8 %, nahe historischen Höchstwerten.

Zweitens: Die Unsicherheit im Handel nimmt zu. Rosenberg Research betont insbesondere, dass sich nach der US-Entscheidung, die USMCA-Vereinbarungen nicht zu verlängern, Kanada jährlichen Handelsverhandlungen und größerer Investitionsunsicherheit gegenübersieht. Für Kanada, das stark vom US-Markt abhängig ist, schwächt dies die Aussichten für Investitionen und Exporte weiter.

Drittens: Die geldpolitischen Pfade von Bank of Canada und Federal Reserve könnten weiterhin auseinanderlaufen. Das schwache Wirtschaftswachstum in Kanada und die Aussage der Bank of Canada, dass eine Zinssenkung bei nachlassender Inflationsgefahr ein Unterstützungsinstrument sein könnte, stehen im Gegensatz zur Federal Reserve, die wegen Inflationsdrucks die Zinsen hoch halten oder sogar eine restriktivere Politik verfolgen könnte – und dies belastet den kanadischen Dollar weiter.

Warum könnte der kanadische Dollar auf 1,60 fallen?

Laut Rosenberg Research ist die Abwertung des kanadischen Dollars kein bloßes Stimmungsurteil, sondern „mathematisch gestützt“. Das Institut hält fest, dass der kanadische Dollar sich dem Niveau von 1 US-Dollar zu 1,50 kanadischen Dollar annähern muss, um die Arbeitskosten pro Einheit in beiden Ländern auf Basis einer gemeinsamen Währung wieder zu nivellieren – falls es keine bedeutenden fiskalischen Reformen gibt. Steigt die Wettbewerbsfähigkeitslücke weiter, könnte der Kurs sogar auf 1 US-Dollar zu 1,60 kanadischen Dollar fallen.

Das Institut stellt fest, dass der schwache kanadische Dollar für Exportunternehmen zu einem „Wettbewerbsinstrument“ wird, um Marktanteile zurückzugewinnen. Mit anderen Worten: Die Abwertung kommt Exporteuren und der kanadischen Tourismusbranche zugute sowie könnte US-Touristen anlocken, die in Kanada konsumieren – doch der Preis dafür ist eine sinkende Kaufkraft der Durchschnittsbevölkerung.

Rosenberg Research sagt offen, dass sich der kanadische Dollar derzeit in einem „fundamentalen Bärenmarkt“ befindet, und dass jedes kurzzeitige Hoch als Gelegenheit zum Verkauf und nicht als Trendwende betrachtet werden sollte.

Wachsende Kapitalflucht aus Kanada, besorgniserregende Kapitalabflüsse

Rosenberg Research sieht einen Zusammenhang zwischen der Schwäche des kanadischen Dollars und langfristigen Kapitalabflüssen aus Kanada. Das Institut merkt an, dass Kanada seit der deutlichen Senkung der US-Unternehmenssteuern im Jahr 2018 gegenüber den USA in puncto Steuerpolitik und Investitionsumfeld im Nachteil ist.

Der Artikel berichtet, dass kanadische Unternehmen in den letzten acht Jahren mittels Netto-Direktinvestitionen etwa 850 Milliarden kanadische Dollar ins Ausland gebracht haben; im gleichen Zeitraum flossen nur rund 560 Milliarden kanadische Dollar an ausländischen Direktinvestitionen nach Kanada – ein deutlicher Rückstand. Dies weist auf eine langfristige Stagnation des privaten Kapitalbestands in Kanada und auf mangelndes Vertrauen der Unternehmen ins nationale Investitionsklima hin.

Das Institut ist überzeugt, dass, falls die kanadische Bundesregierung keine stärkeren Reformen – besonders bei steuerlichen und investitionsbezogenen Anreizen – vornimmt, der kanadische Dollar weiterhin durch Abwertung seine Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen muss.

Wachsende KI-Investitionslücke, verschärfte Produktivitätskrise in Kanada

Rosenberg Research weist außerdem darauf hin, dass sich die USA aktuell in einer Investitionswelle rund um Künstliche Intelligenz und in einer wirtschaftsfreundlichen Steuerreform befinden, was die US-Produktivität sichtbar steigert. Kanada hingegen profitiert kaum vom Boom an KI-Investitionen – vielmehr leidet es unter unzureichenden Investitionen in Maschinen, Forschung und Software.

Das Institut zeigt: Im ersten Quartal 2026 steigerten die USA ihre Produktivität gegenüber dem Vorjahr um 2,8 %, in Kanada aber sank sie um 0,6 %. Real investieren kanadische Unternehmen in Maschinen, Forschung und Software nur um 3,0 % mehr als 2022; die USA hingegen um 22,5 % – ein Unterschied von mehr als dem Siebenfachen.

Rosenberg Research ist der Ansicht, dass die Investitionslücke im Tech-Sektor einer der Hauptgründe ist, warum Kanadas potenzielles Wachstum hinter den USA zurückbleibt und eine Annäherung der Produktivitätsniveaus in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist. Die Bank of Canada senkte in ihrem geldpolitischen Bericht vom April die Wachstumsprognose für das potenziellen Output bis 2028, während sie die US-Prognose erhöhte – was weiter darauf hindeutet, dass der kanadische Dollar in den kommenden zwei Jahren vor strukturellem Abwertungsdruck steht.

Kurzfristige Erholung möglich, doch das Institut empfiehlt „bei Hoch verkaufen“

Obwohl Rosenberg Research den kanadischen Dollar langfristig skeptisch sieht, räumt das Institut ein, dass kurzfristige Erholungen möglich sind. Grund ist, dass die Short-Positionen auf den kanadischen Dollar bereits extrem hoch sind.

Laut CFTC-Daten für die Woche bis 23. Juni bauten nicht-kommerzielle Anleger auf dem CMEFutures- und Optionsmarkt fast rekordverdächtige Netto-Shortpositionen auf: 147.464 Verträge, fast eine Vervierfachung seit Ende April. Das bedeutet, dass der kanadische Dollar bei günstigen Nachrichten oder Short-Covering kurzfristig steigen könnte.

Das Institut empfiehlt jedoch, sich von kurzfristigen Erholungen nicht täuschen zu lassen und diese „zu ignorieren oder dagegen zu wetten“. Die Kernthese: Die Schwäche des kanadischen Dollars beruht nicht auf einem singulären Zyklusfaktor, sondern ist das Ergebnis struktureller Belastungen durch Produktivität, Investitionen, Steuern, Handelsunsicherheit und Zinsdifferenzen.

Was bedeutet das für die Menschen in Kanada?

Für den Durchschnittsbürger hat die anhaltende Schwäche des kanadischen Dollars vielfältige Auswirkungen.

Einerseits profitiert die kanadische Exportwirtschaft, auch der Tourismus könnte wachsen. Für US-Touristen wird Kanada günstiger, Städte wie Quebec könnten noch attraktiver werden. Die kanadischen Reiseanbieter könnten profitieren.

Andererseits führt die Abwertung des kanadischen Dollars zu einem Rückgang der Kaufkraft der kanadischen Bürger. Importwaren, Auslandsreisen, US-Dollar-denominierte Dienstleistungen und grenzüberschreitender Konsum werden teurer. Für Haushalte, die auf importierte Lebensmittel, Elektronikprodukte, Autoersatzteile und ausländische Dienstleistungen angewiesen sind, steigen die Lebenshaltungskosten weiter.

Rosenberg Research meint, dass die Abwertung des kanadischen Dollars letztlich eine niedrigere Preisgestaltung für Exportfirmen bedeutet, um Marktanteile zurückzugewinnen – auf Kosten eines „relativen Wohlstandsverlustes“ der kanadischen Bevölkerung.

Schlüsselrisiken: USMCA, Bank of Canada und Alberta-Referendum

Mit Blick auf die Zukunft sieht Rosenberg Research mehrere Risikofaktoren für den kanadischen Dollar.

Erstens die Unsicherheit beim USMCA. Falls die USA sich zurückziehen oder die bestehenden Handelsvereinbarungen nicht verlängern, könnte dies gravierende Folgen für die kanadische Wirtschaft und die Währung haben. Zweitens die Politik der Bank of Canada: Sollte die Inflation nachlassen und das Wachstum schwach bleiben, könnte die kanadische Zentralbank früher als die Federal Reserve die Zinsen senken und die Zinsdifferenz weiter erhöhen.

Außerdem erwähnt der Artikel das für Oktober geplante Separations-Referendum in Alberta. Zwar liegt die Zustimmung laut Umfragen bei nur rund 30 %, ein tatsächliches Eintreten ist wenig wahrscheinlich, doch bleibt dies ein weiterer politischer Unsicherheitsfaktor für den kanadischen Dollar in den kommenden Monaten.

Insgesamt sieht Rosenberg Research den kanadischen Dollar nicht nur als kurzfristig schwach, sondern als Teil eines langfristigen Bärenmarktes, der durch strukturelle Wettbewerbsdefizite verursacht ist. Falls Kanada keine steuerlichen, investitionsbezogenen und produktivitätsfördernden Reformen einführt, wird der kanadische Dollar weiterhin als Ventil für wirtschaftlichen Druck fungieren und sich schrittweise an das Niveau von 1 US-Dollar zu 1,50 bis 1,60 kanadischen Dollar annähern.

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