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Ökonomen warnen: Yen-Intervention zum Scheitern verurteilt, Schuldenlast ist der entscheidende Faktor

Ökonomen warnen: Yen-Intervention zum Scheitern verurteilt, Schuldenlast ist der entscheidende Faktor

金融界金融界2026/07/07 03:36
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Von:金融界

Quelle: Jinshi Daten

Obwohl die japanischen Behörden mehrfach versucht haben, den Verfall des Yen zu stoppen, sehen Ökonomen hinter diesem Kontrollverlust am Devisenmarkt eine strukturelle Schuldenkrise, die sich zunehmend auf den Währungsmarkt auswirkt.

Robin Brooks, Senior Fellow bei der Brookings Institution und ehemaliger Chefvolkswirt des International Finance Institute (IIF), betont offen, dass die aktuelle Abwertung des Yen nicht nur eine normale Marktbewegung ist, sondern ein Ausbruch der lang angestauten Schuldenproblematik Japans. Die öffentliche Verschuldung Japans ist mittlerweile auf 240 % des BIP angestiegen – eine so riesige Schuldenlast drängt die Bank of Japan in eine Sackgasse.

Brooks analysiert, dass die Bank of Japan gezwungen ist, die Renditen auf Staatsanleihen künstlich niedrig zu halten, um zu verhindern, dass die Zinslast auf die Schulden außer Kontrolle gerät. Diese Unterdrückung der Renditen verdeckt im Wesentlichen das tatsächliche Schuldenrisiko, führt aber direkt zum Attraktivitätsverlust des Yen. Anleger haben aufgrund der schlechten Zinsdifferenz keine Motivation, den Yen zu halten, wodurch Kapitalabflüsse unvermeidlich werden.

„Die derzeitigen Deviseninterventionen sind zum Scheitern verurteilt, da sie lediglich gegen das 'Symptom' (Yen-Abwertung) vorgehen und die eigentliche 'Krankheit' (Überverschuldung) ignorieren.“ Brooks warnt davor, dass häufiges Eingreifen stattdessen eine falsche Illusion der Kontrolle schafft und den Markt hinsichtlich schwelender Risiken in die Irre führt.

Neben der hartnäckigen internen Schuldenproblematik beschleunigt sich der Verfall des Yen auch durch eine sich verschlechternde externe Umgebung. Die durch die angespannte Lage im Iran ausgelösten Ölschocks setzen Japan einer massiven, importierten Inflationswelle aus. Die Angst, durch Zinserhöhungen das fragile Schuldengefüge zu zerstören, lässt die Bank of Japan jedoch bei restriktiven Maßnahmen zögern.

Gleichzeitig erhöht der politische Druck aus Übersee den Handlungsdruck. Mit der entschlossenen Haltung der Trump-Regierung, das US-Handelsdefizit zu reduzieren, könnte ein schwächelnder Yen zu Handelskonflikten zwischen den USA und Japan führen. Ironischerweise bedeutet die Yen-Abwertung zwar normalerweise einen Schub für den Export, doch für das stark von Energieimporten abhängige Japan wird dieser Vorteil derzeit durch die inflationsbedingten Kosten aufgehoben.

Der Markt präsentiert ein seltsames Paradoxon: Auf der einen Seite der unaufhaltsam fallende Yen, auf der anderen ein boomender japanischer Aktienmarkt. Seit Jahresbeginn ist der Nikkei 225-Index um fast 40 % gestiegen und hat damit den S&P 500 deutlich übertroffen.

Dieser Aufschwung hat dem Yen jedoch keine Unterstützung gebracht. Analysen zeigen, dass große internationale Kapitalzuflüsse in japanische Aktien sorgfältig währungsgesichert werden. Diese Vorgehensweise eliminiert das Währungsrisiko beim Kauf von Vermögenswerten, führt aber dazu, dass „Käufe japanischer Vermögenswerte“ keine entsprechende „Nachfrage nach Yen“ erzeugen – vielmehr erhöht sich der Verkaufsdruck auf den Yen dadurch noch.

Da die wiederholten „verbalen Interventionen“ der japanischen Regierungsvertreter zunehmend wirkungslos bleiben, schwindet die Geduld des Marktes. Chris Turner, Leiter Global Markets Research bei ING, meint, dass man in Tokio sehr wohl um die begrenzte Wirkung der aktuellen Interventionen weiß, aber dennoch gezwungen ist, diesen schwachen Widerstand aufrechtzuerhalten, um ein panikartiges „Verkaufen von Japan“-Szenario an den Anleihe- und Aktienmärkten zu verhindern.

Brooks prognostiziert, dass der Schein der Ruhe beim Yen-Wechselkurs irgendwann bricht und der Markt dann offiziellen Interventionen vollkommen ignorieren wird, sodass der Yen gegenüber dem US-Dollar schließlich auf das erstaunliche Niveau von 170 fallen könnte. Solange die Schuldenproblematik nicht gelöst ist, wird jede „Brandbekämpfung“ durch die Bank of Japan möglicherweise nur eine noch größere Krise vorbereiten.

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