Die weltweite Nachfrage nach sicheren Anlagen verstärkt die Schwäche der Aktien und die Stärke der Anleihen, die Inflation in der Eurozone geht zurück und die Konjunktur erholt sich, während der demografische Zyklus zu einer steigenden Geburtenrate in Südkorea führt – 0706 Makro-Dekodierung
- Weltweit zeigen die Kapitalströme typische Fluchttendenzen: Aktienfonds verzeichnen seit zwei Wochen in Folge Nettoabflüsse, wobei sich das Volumen auf 13,97 Milliarden US-Dollar ausweitet. Anleihefonds hingegen verzeichnen umfangreiche Nettozuflüsse von 28,95 Milliarden US-Dollar. Der US-Markt weist die deutlichsten defensiven Merkmale auf: US-Aktienabflüsse steigen auf 14,07 Milliarden US-Dollar, während US-Staatsanleihen Zuflüsse von 22,64 Milliarden US-Dollar gewinnen. In Europa schwächeln die Aktien, Japan verzeichnet sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen Zuflüsse.
- Die Gesamt-CPI der Eurozone ist im Juni stärker als erwartet auf 2,8 % zurückgegangen, der Kern-CPI fiel auf 2,4 %. Der Konjunkturindex stieg auf 95,0, liegt aber weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt, und die gesunkenen Beschäftigungserwartungen zeigen, dass Unternehmen weiterhin vorsichtig bleiben. Christine Lagarde betonte, dass die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zunimmt, die Zinserhöhung im Juni kein präventiver Schritt war und der zukünftige Zinskurs vollständig von der Bewertung wirtschaftlicher Daten abhängt.
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Im April stieg die Zahl der Neugeborenen in Südkorea im Vergleich zum Vorjahr um 18 %, die Gesamtfruchtbarkeitsrate erholte sich auf 0,93. Der Ausbruch der KI-Unternehmensergebnisse und der Wohlstandseffekt am Aktienmarkt sind nicht die Hauptgründe, der demografische Zyklus ist der entscheidende Treiber. Allerdings wird dies durch die sinkende Zahl junger Menschen begrenzt. Staatliche Subventionen und das wiederhergestellte Verbrauchervertrauen bieten zusätzliche Unterstützung.
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