"Der Weltuntergang steht bevor": Das Vorbild aus "The Big Short" warnt als Clown und wettet massiv gegen KI- und Chip-Aktien
Wie von Zhihui Finance berichtet, hat Michael Burry, das Vorbild aus dem Film „The Big Short“, am vergangenen Dienstag eine Reihe neuer Short-Positionen im Bereich Künstliche Intelligenz vorgelegt und erklärte, dass die riesigen Investitionen aus Südkorea „der Anfang vom Ende“ seien. Nur wenige Tage später verschärfte er seine Warnungen am vergangenen Wochenende weiter, indem er direkt ein Zitat aus dem Film „Batman“ von Joker – „Das Ende ist nah“ – verwendete und eine Bewertungs-Grafik hinzufügte, wodurch er seine negative Haltung gegenüber dem Künstliche Intelligenz-(AI)-Hype auf ein neues Niveau hob.
Am vergangenen Wochenende veröffentlichte Burry auf der Social-Media-Plattform X das berühmte Joker-Zitat aus Tim Burtons „Batman“ von 1989, gespielt von Jack Nicholson: „Das Ende ist nah. Im bleichen Mondlicht mit dem Teufel tanzen.“ Zuvor hatte er geschrieben: „Die AI-Erzählung ist nichts weiter als eine kollektive Sucht“ und warnte: „Die AI-Erzählung könnte durch tausend Schnitte geendet werden, und bisher habe ich nur einige Dutzend davon gesehen.“
Zusammen mit dem Joker-Tweet veröffentlichte Burry mehrere Diagramme, die auf zwei besonders besorgniserregende Trends hinweisen. Eines davon, das auf Daten der UBS basiert, zeigt, dass AI-Halbleiter-Aktien sowohl die großen Cloud-Service-Anbieter, die Infrastruktur für AI finanzieren, als auch die breitere Gruppe an Begünstigten aus dem AI-Sektor weit übertroffen haben.

Ein weiteres Diagramm zeigt, dass der Philadelphia Semiconductor Index, gemessen an absoluter Bewertung oder am künftigen Kurs-Gewinn-Verhältnis, aktuell nahe dem oberen Ende seiner Bewertungsbandbreite der letzten 15 Jahre gehandelt wird.

Diese scharfe Stellungnahme kommt unmittelbar nach einer massiven Erhöhung seiner AI-Short-Positionen. Wie zuvor berichtet, zählen zu Burrys jüngsten Short-Positionen Tesla (TSLA.US), Caterpillar (CAT.US), der Halbleiteranlagenhersteller Applied Materials (AMAT.US) sowie der Halbleiter-ETF iShares (SOXX.US), der Chiphersteller abbildet. Die Put-Optionen auf SOXX wurden angepasst: Die vorherige Position wettete auf einen stärkeren Fall des Indexes ab Januar, die aktuellen Bedingungen setzen auf etwa ein Drittel Rückgang bis März. Burry erklärte: „SOXX ist an sich eine rein überbewertete Indexform, eine solche Konstellation ist selten und war noch nie so leicht zu erkennen.“
Der unmittelbare Auslöser für seinen neuen Schritt war der Bericht, dass Samsung (SSNLF.US) und SK Hynix planen, über 500 Milliarden Dollar in ein Chip-Industriezentrum in Südkorea zu investieren. Am Tag nach der Nachricht stiegen die Halbleiteraktien und trieben den Nasdaq an, während Burry dazu anmerkte: „Was ich sehe, ist der Anfang vom Ende.“
Er griff auch Caterpillar an, ohne die Gründe näher zu erläutern, merkte jedoch an, dass die Ausrüstung des Unternehmens beim Bau von Rechenzentren und Chipfabriken verwendet wird, wobei der Aktienkurs in den letzten Monaten stetig gestiegen ist. Zu seiner Short-Position auf Tesla fügte er ein Kursziel von 416,22 Dollar hinzu. Darüber hinaus erhöhte Burry seine weiterhin bestehenden Short-Positionen auf Nvidia.
Bereits im November letzten Jahres legte Burry seine Wetten offen, dass Nvidia und Palantir (PLTR.US) bis 2027 stark fallen würden, allerdings aus unterschiedlichen Gründen: Er warf Nvidia vor, durch zirkuläre Finanzierungsstrukturen bestimmte Großkunden zu unterstützen, was eine Dotcom-Blase ähnlich auslösen könnte; Palantir hingegen sei wegen übermäßiger Abhängigkeit von Regierungskontrakten durch Konkurrenz bedroht.
Bislang ist der Kurs von Nvidia seit Beginn seiner Short-Position um etwa 5 % gefallen, Palantir sogar um etwa 40 %. Damals stießen diese Short-Positionen auf heftige Kritik: Nvidia bestritt jegliche Probleme bei den Finanzierungsarrangements, und der Palantir-CEO Alex Karp nannte Burry in einem Interview sogar „verrückt außerhalb jeder Skala“.
Zu seinen aktuellen Short-Bewegungen haben weder Burry noch die beteiligten Unternehmen eine Stellungnahme abgegeben.
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