Heftige Kritik an KI-Giganten! Palantir CEO: Ihr Geschäftsmodell hat gewaltige Probleme, sie ignorieren Unternehmensrisiken und „besteuern“ Unternehmen.
Alex Karp, CEO von Palantir, hat führende KI-Labore wie OpenAI und Anthropic scharf kritisiert, indem er deren Geschäftsmodell als grundsätzlich fehlerhaft bezeichnete. Er warnte Unternehmenskunden davor, zunehmend steigende Token-Kosten für begrenzten Mehrwert zu zahlen und gleichzeitig ihre Kerndaten sowie ihr geistiges Eigentum zu gefährden.
Am Mittwoch verwendete Karp in einem Interview mit CNBC scharfe Worte, indem er das Geschäftsmodell führender KI-Labore als „völlig verrückt“ bezeichnete und Anthropic sowie OpenAI vorwarf, Unternehmen in die Irre zu führen – indem sie einerseits die KI-Risiken übertreiben, andererseits aber den stärksten Modellen an globale Unternehmen und Regierungen verkaufen.
Er charakterisierte dieses Phänomen als eine Art „Vermögenssteuer“, die Unternehmen erhebt – im Wesentlichen überlassen sie dabei ihren Wettbewerbsvorteil Dritten. Als CNBC-Moderatorin Becky Quick sagte: „Sie wirken ziemlich wütend“, antwortete Karp: „Das ist die Stimme der amerikanischen Geschäftswelt, die ich vermittele.“
Diese Aussagen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit von Unternehmenskunden mit amerikanischen KI-Laboren wider. Hohe Kosten, fraglicher Return-on-Investment sowie zunehmender Regulierungsdruck haben einige große US-Unternehmen dazu bewegt, günstigere Alternativen aus China in Erwägung zu ziehen – ein zunehmender Druck auf OpenAI, Anthropic und andere Institutionen.
"Irgendwo läuft es total schief"
Karp richtete seine Kritik direkt auf das Token-basierte Abrechnungsmodell von Anthropic und OpenAI. „Ich will keine Einzelperson angreifen, aber irgendwo läuft es total schief“, sagte er. „Unternehmen in diesem Land haben das Gefühl, dass ich mit Tokens nur Zeit verschwende und Ressourcen vergeude.“
Er ist der Meinung, dass KI-Labore Risiken übertreiben und gleichzeitig starke Modelle aggressiv vermarkten, sodass Unternehmenskunden de facto eine „Vermögenssteuer“ auf diesen Plattformen entrichten, während ihr „Alpha“ – also ihr Wettbewerbsvorteil – an externe Dritte übertragen wird. Auf Ebene der nationalen Sicherheit wählte er noch schärfere Worte: „Wollen wir wirklich das Schlachtfeld unseres Landes dem Mainstream-Konsens aus dem Silicon Valley auslagern? Das ist doch verrückt.“
Neun-Punkte-"KI-Souveränitäts"-Erklärung
Karps öffentliche Stellungnahme ist kein Einzelfall. Bereits am Vortag veröffentlichte Palantir auf der X-Plattform eine Neun-Punkte-Erklärung zur „KI-Souveränität“, in der die kritische Position gegenüber dem aktuellen KI-Ökosystem systematisch dargelegt wurde.
Der Kern der Erklärung dreht sich um das Thema „Souveränität“: Institutionen, die Kontrolle über ihre eigenen Daten, Modell-Gewichte und Wettbewerbsvorteile aufgeben, überlassen ihre zukünftige Entscheidungsfreiheit anderen – die daraus Kapital schlagen können. In der Erklärung wird deutlich betont, dass die Anreizstruktur des „Tokenmaxxing“ einmalige Scripte statt robuster Softwaresysteme hervorbringt und ein „Suchtverhalten nach falschem Fortschritt“ erzeugt – „diejenigen, die Tokens verkaufen, weigern sich, nach Wert zu berechnen, und das hat Gründe.“
Außerdem hebt die Erklärung hervor, dass die Kontrolle über die Modellgewichte gleichbedeutend ist mit der Kontrolle über das Schicksal einer Institution. „Die Gewichte sind die Essenz des Wissens, das Institutionen mühevoll angesammelt haben. Wenn andere über diese Gewichte verfügen, erlauben Sie ihnen, Ihr geschäftliches Alpha auf sich zu übertragen.“

Abbild der „Rebellion“ der Unternehmen
Karps Kritik ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck der wachsenden Unzufriedenheit vieler Unternehmenskunden mit den amerikanischen KI-Laboren. Hohe Nutzungskosten, schwer messbare tatsächliche Renditen und eine immer komplexere regulatorische Umgebung nagen gemeinschaftlich am Vertrauen von Unternehmen in die führenden KI-Plattformen.
Einige große US-Unternehmen richten ihren Blick bereits auf kosteneffizientere KI-Alternativen aus China, was OpenAI, Anthropic und andere Institute unter direkten Geschäftsdruck setzt. Die Position von Palantir ist klar: Unternehmen sollten Daten als ihr zentrales Gut begreifen und KI-Souveränität als Voraussetzung für die Existenz ihrer Organisation ansehen, anstatt ihr Schicksal dem „Konsensurteil“ externer Plattformen zu überlassen.
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