Nomura: Es ist verfrüht, das Hoch bei Chip-Aktien auszurufen, die Nachfrage nach AI-Servern und Engpässe in der Lieferkette treiben weiterhin Investitionen von Cloud-Anbietern an.
BlockBeats News, 2. Juli: Nomura erklärte kürzlich in einem detaillierten Halbleiterbericht, dass es Cloud-Anbietern auch bis 2027 schwerfallen wird, ihre Expansion zu stoppen. Die fortwährende Weiterentwicklung von KI-Modellen, das Wachstum der Nachfrage nach Inferenz, die Ausweitung von Rechenzentrumsbauplänen sowie das knappe Angebot an Speicher und fortschrittlichem Packaging werden Cloud-Anbieter weiterhin dazu treiben, sich Chips, Packaging, Substrate, Speicher- und Serverressourcen zu sichern.
Nach Nomuras Argumentation ist KI-Investitionsaufwand keine kurzfristige Entscheidung einzelner Unternehmen, sondern ein Wettbewerbsdruck zwischen den großen Cloud-Plattformen. Solange Unternehmen wie Microsoft, Google, Amazon, Meta und andere weiterhin um KI-Modelle, Unternehmenskunden und Inferenz-Traffic konkurrieren, wird es ihnen schwerfallen, proaktiv den Ausbau ihrer Infrastruktur zu verlangsamen. Selbst bei steigenden Kosten könnte ein Stopp bedeuten, ihre Plattformwettbewerbsposition zu verlieren.
Im Bericht wird besonders hervorgehoben, dass, obwohl TSMC seine CoWoS-Kapazitäten für fortschrittliches Packaging erweitert, kleine Substrat-Lieferanten möglicherweise eine neue Engstelle darstellen. Mit anderen Worten, der Engpass liegt nicht nur bei GPUs, sondern auch beim fortschrittlichen Packaging, ABF/Substraten, HBM, Servermontage und der Strominfrastruktur.
Nomura zeigt sich daher optimistisch gegenüber Unternehmen der Lieferkette wie TSMC, ASE, Aspeed, MediaTek, GlobalWafers, KYEC, Elite Material und Zhen Ding. Die Einschätzung steht im Gegensatz zu Bedenken bezüglich einer „Überhitzung der KI“: Das eigentliche Problem ist nicht eine verschwindende Nachfrage, sondern dass die Lieferkette weiterhin unzureichend ist; solange es Engpässe gibt, werden Cloud-Anbieter weiterhin für knappe Kapazitäten bezahlen.
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