Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung verneigt sich um 90 Grad vor den Chefs der beiden größten Chaebols und bezeichnet Lee Jae-yong und Choi Tae-won als „nationale Helden“! Die Aktienkurse von Samsung Electronics und SK Hynix steigen stark an.
Am 29. Juni verneigte sich der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung um 90 Grad vor dem Vorsitzenden von Samsung Electronics, Lee Jae-yong, und dem Vorsitzenden der SK Group, Chey Tae-won, und dankte ihnen für deren groß angelegte Investitionspläne.

Lee Jae-myung leitete im Präsidialamt die „Berichtskonferenz zu den drei südkoreanischen Superprojekten“, auf der Lee Jae-yong und Chey Tae-won enorme Investitionen in die Bereiche Halbleiter, Künstliche Intelligenz und Rechenzentren ankündigten. Berichten zufolge übersteigen die Investitionssummen mehrere Tausend Billionen Won. Lee Jae-myung bedankte sich bei beiden und bezeichnete sie als „nationale Helden“ und erklärte, sie hätten schwierige Entscheidungen getroffen.
Allerdings wird berichtet, dass dieses Projekt bereits Kontroversen in der südkoreanischen Politik ausgelöst hat. Kritiker sind der Ansicht, die Regierung übe tatsächlich Druck auf Unternehmen aus und zwinge sie zu massiven Investitionen.
Am 29. Juni kündigte die südkoreanische Regierung den bislang größten Investitionsplan in die Halbleiter- und Künstliche-Intelligenz-Industrie Südkoreas an, wobei Halbleiter, physische KI und KI-Rechenzentren als „Dreieckssäulen“ für das industrielle Upgrade Südkoreas positioniert werden. Ziel ist es, Südkorea in die Reihen der führenden Länder der „KI-Revolution“ aufzunehmen.
Die Regierung gab bekannt, dass Samsung und SK Hynix rund 800 Billionen Won in vier Chipfabriken im Südwesten investieren werden, mit dem Ziel, die DRAM-Produktionskapazität innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln und den globalen Speichermarkt auf das Vierfache zu steigern. Gleichzeitig plant Südkorea bis 2035 Investitionen von über 1000 Billionen Won in den Bereich AI-Rechenzentren sowie Investitionen von 81 Billionen Won in der Region Chungcheong für den Aufbau einer Chip-Assembly-Fabrik.
Bei der Projektpräsentation gab Samsung-Chairman Lee Jae-yong die inländischen Gesamtinvestitionen der Gruppe mit 2.655 Billionen Won (entspricht etwa 11,65 Billionen RMB) bekannt. Davon werden über 2.000 Billionen Won in die Halbleitercluster Pyeongtaek und Yongin investiert und der Bau des Yongin-Campus beschleunigt. Zusätzlich gab SK-Group-Chairman Chey Tae-won bekannt, dass die Gruppe insgesamt 2.100 Billionen Won (etwa 9,2 Billionen RMB) für Investitionen in KI und Halbleiter bereitstellt, darunter investiert SK Hynix 1.100 Billionen Won in die Erweiterung der Halbleiterkapazitäten, um den Mangel an AI-Speichern zu lindern.
Da das geplante Cluster der Chipindustrie voraussichtlich enorme Mengen an Strom verbrauchen wird, überlegt die südkoreanische Regierung, die Bauzeit von Kernkraftwerken zu verkürzen. Kang Hoon-sik, Leiter des Präsidialamts, äußerte sich am Montag gegenüber Reportern: „Wie Sie wissen, dauert der Bau eines Kernkraftwerks in der Regel neun bis zehn Jahre. Wir werden Möglichkeiten zur Beschleunigung dieses Zeitraums prüfen.“ Kang Hoon-sik erklärte, die entsprechenden Maßnahmen würden in den bald veröffentlichten grundlegenden Langfristplan für Angebot und Nachfrage von Strom aufgenommen.
Am 30. Juni stiegen die Aktienkurse von Samsung Electronics und SK Hynix stark an. Zum Zeitpunkt des Berichts legte Samsung Electronics um über 5% zu, mit einem Anstieg von über 180% seit Jahresbeginn, während SK Hynix um mehr als 3% stieg und seit Jahresbeginn über 300% zulegen konnte.


Quelle dieses Artikels: Tägliche Wirtschafts Nachrichten
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Kurzfristige oder langfristige Verträge? Neue Cloud-Anbieter und AWS gehen unterschiedliche Wege
Nebius und CoreWeave setzen auf kurzfristige Verträge und behaupten, dass sie im angespannten GPU-Markt einen Preisaufschlag von mehr als dem Doppelten erzielen können, was ihre Aktienkurse stark steigen lässt. AWS hingegen hält an seiner Langfristvertragsstrategie fest, um durch stabile Einnahmen Unsicherheiten bei KI-Investitionen zu begegnen. Analysten meinen, dass kurzfristige Verträge flexibel und hochpreisig, aber weniger vorhersehbar sind, während langfristige Verträge Stabilität bieten, jedoch mögliche Preisaufschläge verpassen könnten.


Die „Erleuchtung“ im Ausland: Didi hat endlich seinen „Durchbruchstag“ erlebt

