Die Panik im Technologiesektor breitet sich aus, die Zuflüsse in globale Aktienfonds brechen um 86 % ein.
- Bis zur Woche vom 24. Juni betrug die weltweite Nettozuflüsse in Aktienfonds nur 7,51 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 86% gegenüber den 55,53 Milliarden US-Dollar der Vorwoche entspricht. Die Risikobereitschaft ist stark gesunken, hauptsächlich weil der Markt besorgt ist über die durch Schulden getriebene Expansion der Technologieausgaben, während die restriktive Haltung der US-Notenbank weiterhin die Stimmung belastet.
- Technologiefonds verzeichneten in einer einzigen Woche einen Nettoabfluss von 17,83 Milliarden US-Dollar und kehrten damit den Nettozufluss der Vorwoche von 21,5 Milliarden US-Dollar fast komplett um. Große Technologieunternehmen wie SpaceX betreten nacheinander den Anleihemarkt zur Finanzierung, was Investoren vorsichtig macht gegenüber dem zunehmenden Trend, dass Investitionen in die Branche von Krediten abhängen.
- Der PCE im Jahresvergleich stieg im Mai auf 4,1% und erreichte damit den höchsten Wert seit April 2023, was die Erwartung einer möglichen Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte durch die US-Notenbank im Laufe des Jahres verstärkte. US-Aktienfonds verzeichneten in dieser Woche einen Nettoabfluss von 3,53 Milliarden US-Dollar; die Zuflüsse bei europäischen und asiatischen Aktienfonds gingen ebenfalls deutlich zurück, von 11,71 Milliarden bzw. 3,82 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche.
- Anleihefonds erhielten in der zwölften Woche in Folge Nettozuflüsse, mit einem Zuwachs von 10,85 Milliarden US-Dollar in dieser Woche. Dabei zogen Hartwährungsanleihefonds, kurzfristige Anleihefonds und US-Dollar denominierte mittelfristige Anleihefonds jeweils 3,1 Milliarden, 2,42 Milliarden und 1,87 Milliarden US-Dollar an. Das zeigt, dass die Mittel weiterhin die Balance zwischen Rendite und Sicherheit suchen.
- Geldmarktfonds verzeichneten einen Nettoabfluss von 42,8 Milliarden US-Dollar, was das größte wöchentliche Rücknahmevolumen seit dem 15. April darstellt. Gold- und andere Edelmetallfonds verbuchten in der sechsten Woche in Folge Nettoabflüsse und verkauften diese Woche netto 545 Millionen US-Dollar. Auch Energiefonds beendeten die vorherigen zwei Wochen der Zuflüsse.
- Aktienfonds der Schwellenländer wurden in der neunten Woche in Folge verkauft, mit einem Nettoabfluss von 3,39 Milliarden US-Dollar. Anleihefonds konnten dagegen einen Nettozufluss von 132 Millionen US-Dollar verzeichnen – zum ersten Mal seit drei Wochen. Die differenzierte Asset-Allokation zwischen verschiedenen Anlageklassen wird immer deutlicher.
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