Lenovo: Speicherpreiserhöhungen sind das „neue Normal“, hohe DRAM- und NAND-Preise werden bis nach 2030 anhalten
BlockBeats berichtete am 26. Juni, dass Lenovo heute auf der ISC 2026 Konferenz eine Warnung ausgesprochen hat: Die Preise für DRAM und NAND-Flash-Speicher sind in einen strukturellen Aufwärtszyklus eingetreten. Selbst wenn die wichtigsten Hersteller ihre Produktion weiter ausbauen, ist es kaum möglich, dass die Preise wieder auf das Niveau von Anfang 2025 zurückkehren. Der Preisanstieg wird letztlich zur „neuen Normalität“ ab 2030 und darüber hinaus.
Lenovo zeigte im Rahmen der Konferenz eine Preistrendgrafik zu DRAM- und NAND-Produkten. Laut ihrer Analyse beschleunigen Samsung, SK hynix, Micron und andere große Speicherhersteller zwar kontinuierlich den Aufbau neuer Kapazitäten, jedoch sind die Produktionssteigerungen nicht ausreichend, um die Angebotslücke zu schließen. Es wird erwartet, dass die Preise langfristig auf einem hohen Niveau verbleiben. Gleichzeitig hat Micron öffentlich erklärt, dass sie die Marktnachfrage, einschließlich strategischer Kunden, nicht erfüllen können. Auch Samsung und SK hynix haben ähnlich signalisiert, dass sich die angespannte Versorgungslage kurzfristig kaum entspannen wird.
Diese Einschätzung hat weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette der Unterhaltungselektronik. Lenovo warnte, dass die hohen Speicherkosten auf PCs, Spielekonsolen, Smartphones und alle Endgeräte mit Arbeitsspeicher oder SSDs durchschlagen werden, so dass Verbraucher in den nächsten zehn Jahren mit einem anhaltenden Druck auf steigende Gerätepreise rechnen müssen.
Den von Lenovo auf der ISC 2026 Konferenz präsentierten Daten zufolge begann der rasante Preisanstieg bei Speicherprodukten gegen Ende des dritten Quartals 2025 bis Anfang des vierten Quartals. Zu diesem Zeitpunkt lösten sich die DRAM- und NAND-Preise von vorherigen zyklischen Schwankungsbereichen und stiegen deutlich schneller auf ein von Marktteilnehmern kaum antizipiertes Hoch.
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