Der US-Dollar bleibt stark, Silber fällt auf etwa 56,90 US-Dollar und erreicht ein neues Zwischentief
Quelle: Huitong Finanzen
Am Donnerstag während der asiatischen Handelssitzung,
Die größte Veränderung an den Finanzmärkten in letzter Zeit resultiert aus der Neupreisbildung der Erwartungen hinsichtlich der US-Notenbankpolitik. Zwar sind die internationalen Ölpreise angesichts der Entspannung im Nahen Osten deutlich zurückgegangen, doch die Sorge des Marktes um Inflationsrisiken in den USA ist nicht vollständig verflogen. US-Notenbank-Präsident Kevin Walsh bekräftigte in einer jüngsten Rede, dass die Fed entschlossen an der Inflationsbekämpfung festhält und betonte, dass die US-Wirtschaft insgesamt weiterhin solide läuft, was vom Markt als ein eher restriktives Signal gewertet wird.
Bemerkenswert ist, dass der globale Energiemarkt zuletzt deutliche Veränderungen erfahren hat. Nachdem die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran vorankamen, sind die Ölpreise international auf das Niveau vor dem Ausbruch der Konflikte zurückgefallen. Auch der normale Transport in der Straße von Hormus ist wiederhergestellt und Irans Energieexporte werden schrittweise wieder aufgenommen, was frühere Sorgen über eine Unterbrechung der Energieversorgung deutlich gemindert hat.
Normalerweise hilft ein Rückgang der Ölpreise dabei, zukünftigen Inflationsdruck zu verringern, und könnte die Notwendigkeit weiterer geldpolitischer Straffungen der Fed reduzieren. Doch derzeit konzentriert sich der Markt mehr auf die tatsächlichen Inflationsdaten sowie die Haltung der Notenbank, sodass die positiven Effekte sinkender Energiepreise auf Silber begrenzt sind. Der Fokus liegt nun auf den anstehenden US-Inflationsdaten für die privaten Konsumausgaben (PCE) im Mai. Als einer der wichtigsten Indikatoren für die US-Notenbank wird der PCE direkt die Erwartungen der Investoren hinsichtlich der künftigen Zinspolitik beeinflussen.
Aus Marktsicht fließt weiterhin Kapital in US-Dollar-Anlagen und den festverzinslichen Bereich, während der Sektor der Edelmetalle insgesamt schwach bleibt. Bis die geldpolitische Richtung der Fed eindeutig auf Lockerung schwenkt, dürfte der Silbermarkt kurzfristig weiter unter Druck stehen.
Im 4-Stunden-Chart bewegt sich Silber innerhalb eines Abwärtstrendkanals, kurzfristig dominiert weiterhin die bärische Dynamik. Der Kurs wird von kurzfristigen gleitenden Durchschnitten gedeckelt, was die geringe Erholungsbereitschaft des Marktes widerspiegelt. Nach mehreren Abwärtsbewegungen sind einige technische Indikatoren auf kurzfristiger Basis indes schon im überverkauften Bereich, was auf eine mögliche Verlangsamung des Abwärtstempos hindeutet. Kann die Marke von 56,00 US-Dollar gehalten und die 58,50-Marke zurückerobert werden, ist eine technische Gegenbewegung mit Test der 60-Dollar-Marke möglich. Umgekehrt könnte bei einem Unterschreiten von 56,00 US-Dollar der Abwärtsdruck weiter zunehmen und der Kurs in Richtung 54,50 oder tiefer fallen. Insgesamt bleibt das kurzfristige Erholungspotenzial begrenzt, der Trend ist weiterhin abwärts gerichtet.
Redaktionelles Fazit
Verantwortlicher Redakteur: Guo Jian
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