Der US-Kongress diskutiert über die „Verschlankung des Hauptkontos“ der Federal Reserve und prüft, ob Krypto- und Fintech-Unternehmen direkt mit dem Zahlungssystem der Zentralbank verbunden werden können.
Der Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses hielt am Mittwoch eine Anhörung ab, um über die sich verändernden Rollen von Banken und Fintech-Unternehmen zu diskutieren. Ein Schwerpunkt war dabei das von der US-Notenbank (Fed) erwogene Konzept des „vereinfachten Hauptkontos“. Dieses würde es ausgewählten Kryptobanken und Fintech-Unternehmen ermöglichen, in begrenztem Umfang direkten Zugang zum Zahlungssystem der Fed zu erhalten. Ein Fed-Hauptkonto erlaubt es Finanzinstituten, das Zahlungsnetzwerk der US-Notenbank direkt zu nutzen und gibt somit den unmittelbarsten Zugang zum US-Dollar-System. Institute ohne dieses Konto sind in der Regel darauf angewiesen, dass eine Partnerbank mit Hauptkonto die entsprechenden Dienste bereitstellt.
Das sogenannte „vereinfachte Konto“ ist eine funktionsbeschränkte Version und soll neuen Finanzinstituten einen eingeschränkten Zugang bieten. Der republikanische Abgeordnete Dan Meuser erklärte in der Anhörung, der Zugang zum Zahlungssystem der Fed sei keine Kleinigkeit; entscheidend sei, welchen Instituten der direkte Zugang zu diesen zentralen Zahlungswegen gestattet werde. Traditionelle Institute wie Regionalbanken befürchten, dass Kryptos und Fintech-Firmen nicht gleich streng reguliert werden. Ein direkter Zugang könnte deshalb Risiken für Sicherheit und Solidität bergen. Die Kryptobranche unterstützt den Vorschlag hingegen mehrheitlich und ist der Ansicht, der direkte Zugang zum Fed-Zahlungssystem hätte schon längst geöffnet werden sollen, da er die Abhängigkeit von Intermediärbanken verringert und Innovation fördert.
Im Mai dieses Jahres hatte Trump zudem eine Executive Order unterzeichnet, die die US-Notenbank auffordert, die Öffnung ihrer Zahlungssysteme für Fintech- und Kryptounternehmen zu prüfen. Bereits im März hatte die Federal Reserve Bank of Kansas City dem Mutterunternehmen der Börse Payward ein sogenanntes „Konto mit eingeschränkten Zwecken“ genehmigt. Dies führte zu einer Debatte, in welchem Umfang Kryptos und Fintech-Unternehmen direkten Zugang zu Fed-Services erhalten sollten. In der Anhörung erklärte der Vertreter von Anchorage Digital, dass die USA nur dann weltweit bedeutender Finanzplatz bleiben könnten, wenn innovative bundes- sowie bundesstaatliche Regulierungsrahmen ermöglicht werden.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Eine Börse wird den Warnzeitraum für den Handel mit Zilliqa (ZIL) verlängern.
Laut den monatlichen Daten von Morgan Stanley: Bis Mitte August ist der Nettoumsatz des Apple (AAPL.US) App Store im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % gesunken – zum ersten Mal seit vier Jahren rückläufig.
Laut einem Bericht von Morgan Stanley zeigte das monatliche Tracking, dass der Nettoumsatz im Apple App Store bis Mitte August im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % zurückgegangen ist. Dies ist das erste Mal seit vier Jahren, dass ein negatives Wachstum im Jahresvergleich verzeichnet wurde.

Die südkoreanische Halbleiter-Boom Steuerdividende breitet sich aus, ein Fonds von über 100 Billionen Won soll zur Unterstützung von Jugendlichen und Investitionen in KI eingerichtet werden.
Südkorea plant die Einrichtung eines Fonds für Chip-Erträge, um Investitionen von Jugendlichen und in künstliche Intelligenz zu unterstützen.


