Sprunghafter Anstieg um 188%! Südkoreas KI-Exporte erreichen neues Allzeithoch, nach Leverage-Bereinigung Rückkehr zum Handel auf Fundamentaldaten!
Die neuesten Daten des südkoreanischen Zolls zeigen, dass die Exporte in den ersten 20 Tagen des Junis im Jahresvergleich um 60,4% gestiegen sind, nach Anpassung um Arbeitstage ergibt sich ein Zuwachs von 49,7%. Die Halbleiterexporte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 188,4% und machten fast 40% der Gesamtexporte aus. Damit wurde zum fünften Mal in Folge ein dreistelliges Wachstum erzielt und ein historischer Höchststand erreicht. Exporte von computerbezogenen Produkten stiegen um 293,3% im Vergleich zum Vorjahr.

Dieses explosive Wachstum ist keineswegs nur ein Basiseffekt, sondern wird von der starken Nachfrage nach von KI getriebenem High Bandwidth Memory (HBM) und generischem DRAM angetrieben. Der deutliche Anstieg von Menge und Preis bestätigt den anhaltenden Aufschwung des globalen KI-Hardwarezyklus. Kapital wird zunehmend in Form von echten Bestellungen für KI-Server, hochwertigen Speicher und andere Kernelemente umgesetzt, was auf eine kräftige Realisierung eines KI-Superzyklus in der Realwirtschaft hinweist.

Auf dem Kapitalmarkt hingegen erlebt die südkoreanische Börse derzeit eine Bereinigung der Risiken, die durch eine hochgradig gehebelte Marktstruktur ausgelöst wurde. Am 23. Juni fiel der KOSPI-Index um 10% und verzeichnete damit den stärksten Tagesrückgang seit dem 4. März, was erneut eine Handelsunterbrechung (Circuit Breaker) auslöste. Samsung Electronics sank um 12,31%, SK hynix brach um 12,47% ein, und zusammen waren die beiden Chiphersteller für 71% des Indexrückgangs verantwortlich. Ausländische Fonds verkauften an diesem Tag KOSPI-Aktien im Wert von über 2,5 Milliarden US-Dollar netto. Gleichzeitig wurden südkoreanische Privatanleger, die auf Kredit handelten, sowie auf Einzelaktien bezogene gehebelte ETF-Produkte regelrecht ausgelöscht. Einige gehebelte Produkte, die das Tagesergebnis von SK hynix mit dem Faktor zwei abbilden sollten, brachen an einem Tag um mehr als 25% ein.

Hohes Exportwachstum bildet die Grundlage für eine Fortsetzung des Marktrends, die Bewertung kehrt zu fundamentalen Faktoren zurück
Auf der einen Seite bleibt das fundamentale Umfeld der KI-Superzyklus-Industrie ausgesprochen positiv, auf der anderen Seite kommt es zu einem Panikverkauf an der Börse. Diese extreme Diskrepanz zwischen Makrodaten und Mikroereignissen macht deutlich: Der jüngste Einbruch ist keinesfalls durch eine Verschlechterung der Fundamentaldaten verursacht, sondern ein rein struktureller Bereinigungsprozess infolge hoher Marktverschuldung.
Der südkoreanische Markt gilt seit jeher als Barometer für den globalen KI-Hardwarezyklus. Im vergangenen Jahr wuchsen die Investitionen in KI stetig, was zu steigenden Speicherchip-Preisen, angehobenen Gewinnerwartungen und einer Neubewertung der Bewertungen führte. Die südkoreanische Börse wurde so zum weltweit stärksten Markt. Hinzu kam, dass die Regierung im Januar die Einführung gehebelter ETFs auf Einzelaktien zuließ, wodurch sich innerhalb kurzer Zeit eine extrem dichte Masse an Gewinnmitnahmen und hoch gehebeltem Kapital im Markt ansammelte. Dies führte dazu, dass die Marktpreise die fundamentalen Daten deutlich übertrafen.
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