Können die Gold-Bullen erneut eine Rallye starten?
Huitong Network, 24. Juni—— Die erste kurzfristige Unterstützung liegt beim Tagestief von 4050,35, was derzeit die wichtigste Verteidigungslinie für die Bullen ist; falls dieses Niveau nachhaltig unterschritten wird, richtet sich die nächste Unterstützung nacheinander auf das frühere Tief bei 4024 sowie auf die wichtige psychologische Schwelle von 4000 US-Dollar, wobei 4000 eine extrem starke psychologische Barriere darstellt. Sollte dieses Level unterschritten werden, würde sich der Abwärtsraum komplett öffnen. Falls es zu einer kurzfristigen, schwachen Gegenbewegung aufgrund von überverkauften Bedingungen kommt, bleibt der Spielraum nach oben stark begrenzt, der Widerstand bei einer Erholung konzentriert sich auf den Bereich um 4150.
Am Mittwoch (24. Juni) eröffnete der Spot-Goldpreis mit einem Aufwärts-Gap, geriet dann jedoch unter Druck und fiel im Tagesverlauf unter die Marke von 4060, mit einem Tagesverlust von über 1,25 %. Der gesamte Handel fand unterhalb der gleitenden Durchschnittslinie statt, der RSI-Indikator fiel in den Schwächebereich, das Bärenlager dominiert das Geschehen.
Gold steht vor dem vierten Monat in Folge mit Verlusten, was die längste Abwärtsserie seit September 2022 wäre. Im laufenden Monat beträgt das Minus erneut über 10 %, was die Möglichkeit auf das zweitschlechteste Monatsergebnis dieses Jahrhunderts eröffnet. Gleichzeitig nimmt – trotz weiterhin starker Preisschwankungen – die monatliche Volatilität stetig ab, was darauf hindeuten könnte, dass sich die Marktbedingungen allmählich stabilisieren.
Saisonalität: Juniverlust bei Gold erreicht historischen Höchststand
Aus saisonaler Sicht ist der Juni für Gold traditionell ein schwacher Monat: Die durchschnittlichen und Medianerträge sind beide negativ, und auch die Gewinnwahrscheinlichkeit ist relativ gering. Seit 2000 ist Gold in 60 % aller Juni-Monate gefallen, mit einem durchschnittlichen Rückgang von -3,5 % in diesen Monaten. Angesichts eines bisherigen Monatsverlustes von über 10 %, der jedoch immer noch über der Unterstützung liegt, besteht die Möglichkeit, dass ein Teil der Verluste bis Monatsende noch aufgeholt werden kann.
Bemerkenswert ist außerdem, dass die spekulativen Short-Positionen auf Gold am CME-Terminmarkt deutlich zurückgegangen sind. Die Netto-Short-Positionen der Managed Funds sind auf den niedrigsten Stand seit 2022 gefallen; bei den großen Spekulanten entsprechen die Short-Positionen dem Tiefstand von Januar 2025. Obwohl die Long-Positionen nach historischen Maßstäben immer noch relativ niedrig sind, nehmen sie allmählich zu und führen zu einem Anstieg der Netto-Long-Positionen dieser beiden Investorengruppen.
In den vergangenen Monaten ist auch das Open Interest zurückgegangen, was darauf hindeutet, dass der Preisrückgang bei Gold nicht primär durch massive neue Short-Positionen verursacht wurde. Tatsächlich scheint es vielmehr so, als würden sowohl Long- als auch Short-Positionen sukzessive abgebaut. In den vergangenen Wochen ist die Gesamtzahl der offenen Positionen jedoch wieder angestiegen, was darauf hinweist, dass bei einer weiteren Stabilisierung des Goldpreises über der 4.000-Dollar-Marke vermehrt Käufe einsetzen könnten.
Darüber hinaus liegt der Risk Reversal-Indikator weiterhin über seinen aktuellen Tiefständen, sein Wert ist ebenfalls höher als auf den letzten Tiefpunkten. Dies kann als positive Divergenz zwischen Optionshändlern und Spot-Goldpreis gewertet werden. Insgesamt ist die Nachfrage nach Put-Optionen derzeit deutlich geringer als noch vor einigen Wochen. Auch dies deutet erneut darauf hin, dass Gold die 4000-Dollar-Marke wohl (noch) nicht nachhaltig unterschreiten kann.
(4-Stunden-Chart Spot-Gold; Quelle: Easy Huitong)
Im 4-Stunden-Zeitrahmen befindet sich Gold in einem klaren Abwärtstrend, seit dem Hoch bei 4382 wurden mehrfach Fibonacci-Unterstützungen durchbrochen, die mittelfristigen gleitenden Durchschnitte drücken allesamt nach unten, der Preis bleibt unter dem mittleren Bollinger-Band und bewegt sich nahe dem unteren Band; das MACD-Todeskreuz hält an, der bärische Balken bleibt stark, der RSI ist auf 28 gefallen und somit im überverkauften Bereich, ohne eine Bodenbildung anzuzeigen. Der Abwärtsdruck ist ungebrochen, das Bärenregime ist eindeutig.
Die kurzfristige erste Unterstützung ist das Tagestief bei 4050,35, das ist derzeit die wichtigste Haltemarke für die Bullen; sollte dieses Niveau klar unterschritten werden, liegt die nächste Unterstützung bei 4024 bzw. der wichtigen psychologischen Marke von 4000 US-Dollar – eine extrem starke psychologische Barriere, deren Unterschreiten den Abwärtsraum massiv ausweiten würde.
Kommt es zu einer kurzfristigen Gegenbewegung aufgrund von überverkauften Bedingungen, bleibt der Aufwärtsspielraum begrenzt und der Hauptwiderstand liegt im Bereich um die 4150: Diese Zone entspricht nicht nur dem 0,382-Fibonacci-Retracement bei 4161, sondern fällt auch mit dem mittleren Bollinger-Band bei 4142 zusammen und bildet so einen doppelten Widerstand. Dies dürfte das Extremum einer möglichen Gegenbewegung darstellen; eine kleinere Erholung wird bereits bei 4109 (0,236-Fibonacci-Level) auf Widerstand stoßen. Nur wenn sich der Preis dauerhaft oberhalb des mittleren Bollinger-Bandes etabliert, könnte der kurzfristige Abwärtsdruck nachlassen.
Ostasien-Zeit 18:31 Uhr: Spot-Gold liegt bei 4061,66 USD/Unze und verzeichnet ein Minus von 1,18 %.
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